Islamfeindlichkeit und Antisemitismus

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Dieses Wochenende demonstrierten in Bern 2000 Muslime gegen eine angebliche Diskriminierung von Muslimen in der Schweiz. Viele Teilnehmer trugen einen gelben Stern mit der Aufschrift "Muslim" in Anspielung an das nationalsozialistische Zwangserkennungszeichen für Juden, den gelben Davidstern. Dies ist lediglich ein Beispiel von vielen, das die wahrgenommene Diskriminierung von Muslimen als (zukünftige) Opfer deutlich macht. Bestärkt in dieser Haltung werden sie jedoch auch zunehmend von der deutschen Intelligenz.[i]

Zum Selbstbild vieler Religionen gehört seit jeher die Überzeugung, in einem Zustand der Verfolgung, Unterdrückung oder Benachteiligung zu sein. Seit der Befreiung der Hebräer aus der Knechtschaft des Pharaos gehört das Selbstbild der Opferrolle zu einer Grundkonstante vieler Religion, vor allem der drei monotheistischen. Noch heute sehr gut zu beobachten ist diese Geisteshaltung unter den verschiedenen christlichen Splitter-Kirchen in den USA.

Eine derzeit im deutschsprachigen Raum unter Wissenschaftlern, Publizisten und Kulturschaffenden des linken politischen Spektrums scheinbar immer beliebter werdende Auffassung ist die angebliche Parallelität des Antisemitismus der Zeit vor 1933 und der derzeitigen Islamfeindlichkeit. Schenkt man ihren Äußerungen Glauben, so befinden sich die europäischen Muslime derzeit in einer vergleichbaren Situation wie europäische Juden in den Jahrzehnten vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten.

Es folgt ein unvollständiger Ausschnitt von Äußerungen, die unter die zuvor dargestellte Auffassung zu subsumieren sind:

  • Faruk Sen, ehemaliger Leiter des Zentrums für Türkeistudien, 2003 ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz, schrieb 2008 in einer türkischen Zeitung:

„Fünfmillionenzweihunderttausend Türken leben in Europa, das durch große Grausamkeiten diesen Kontinent judenfrei zu bekommen versuchte. Sie wurden die neuen Juden Europas. Obwohl unsere Menschen, die seit 47 Jahren in Mittel- und Westeuropa beheimatet sind, 125.000 Unternehmer mit einem Gesamtumsatz von 45 Milliarden Euro hervorgebracht haben, werden sie – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß und unterschiedlichen Erscheinungsformen – wie die Juden diskriminiert und ausgeschlossen.“[ii]

  • Mely Kiyak schreibt 2010 anlässlisch der Verleihung des Freiheitspreises der Friedrich-Naumann Stiftung an Necla Kelek:

„Weshalb kriegt Necla Kelek diesen Preis? Sie will doch nicht mehr Freiheit, sondern weniger. Sie will einen starken Papa Staat. Einen mit Haaren auf der Brust und Oberarmmuskeln, dick und rund wie eine Rolle vierlagiges Klopapier. Einen Macho-Daddy-Staat, der sagt, der Islam gehört abgeschafft. Die Muslime gehören abgeschafft. Wir hatten schon einmal einen Staat, der Menschen anderer Glaubensrichtungen abschaffen wollte. Die FDP hat gerade aus dieser Erfahrung heraus ihr Fundament auf den Liberalismus gebaut.“[iii]

  • Hagen Rether, 2010 mit dem deutschen Kabarettpreis ausgezeichnet, äußert während einer Kabarett-Aufführung 2007:

„Ein aufgeklärtes Nachrichtenmagazin (Spiegel) ist tatsächlich in der Lage, binnen weniger Monate immer mit schwarzem Titelbild über den Islam zu berichten. Rudolf Augstein rotiert im Grab. Das kannst du bis Mekka hören. […] Wir hatten hier schonmal eine Zeit in Deutschland, wo man Bücher für gefährlich hielt, das war aber vor einem braunen Hintergrund damals, nicht vor einem schwarzen Hintergrund. Wehe uns, wenn hier demnächst die Moscheen brennen, dann wills wieder keiner gewesen sein.“[iv]

  • Wolfgang Benz, bis März 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung in Berlin, schrieb 2010 in Reaktion auf das Schweizer Minarettverbot:

„Heinrich von Treitschke (1834 – 1896), renommierter deutscher Historiker und populärer Publizist, sah einst in seiner Überfremdungsangst Deutschland von Feinden umringt und durch mangelnde Bereitschaft der jüdischen Minderheit zur Assimilation im Inneren bedroht. Durch Autorität und Beredsamkeit verlieh er dem Antisemitismus Reputation und Schubkraft. Das war 1879, als er den Berliner Antisemitismusstreit auslöste. "Aus der unerschöpflichen polnischen Wiege", behauptete der Gelehrte, dränge "eine Schar strebsamer, Hosen verkaufender Jünglinge herein, deren Kinder und Kindeskinder dereinst Deutschlands Börsen und Zeitungen beherrschen" würden. […] Derzeit findet wieder eine solche Debatte statt. Es geht aber nicht mehr um die Emanzipation von Juden, sondern um die Integration von Muslimen.“[v]

  • Marc Young, Chefredakteur der Internetzeitung The Local, schreibt 2010:

„Ich muss ausdrücklich betonen, dass ich in keiner Weise die Judenverfolgung durch die Nazis mit der schwelenden anti-muslimischen Stimmung im demokratischen Deutschland der Gegenwart vergleichen will. Aber genauso, wie es seinerzeit völlig akzeptabel war, über Juden herzuziehen und sie für Probleme in der Gesellschaft zum Sündenbock zu machen – in Deutschland genauso wie in den westlichen Demokratien Amerika und Großbritannien –, werden heutzutage Millionen von gesetzestreuen, völlig integrierten Muslime zur Zielscheibe unfairer Beschuldigungen.“[vi]

  • Ekmeleddin Ihsanoglu, Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), 2008:

„Die Islamophobie nähert sich dem Niveau des Antisemitismus der Dreißigerjahre“[vii]

  • Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, 2009 auf einer Pressekonferenz mit der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TDG):

„Ich habe den Eindruck, dass Herr Sarrazin mit seinen Äußerungen, mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler wirklich eine große Ehre macht.“[viii]

Berücksichtigt man die Stellung dieser Personen und die (ausgebliebenen) Reaktionen auf ihre Äußerungen, liegt der Schluss nahe, dass bestimmte Kreise des deutschen Kultur- und Wissenschaftsbetriebs in der derzeitigen Debatte über den Islam Parallelen zu dem Antisemitismus der Jahrzehnte vor 1933 sehen. Dieser Vergleich suggeriert, europäische Muslime würden in Europa offen diskriminiert, verhetzt, verleumdet, Opfer von islamfeindlichen Gewalttaten und staatlicher Willkür, obendrein mit Billigung des Staates und getragen von weiten Teilen der Bevölkerung bzw. dass ihnen selbiges in Zukunft droht. Er suggeriert sogar die Gefahr eines drohenden Völkermordes.

Wird dieser Vergleich durch Islamfunktionäre gezogen, ist dieser Vergleich vor Allem Ausdruck des eigenen Antisemitismus innerhalb der Community und der durch ihn verursachten Insensibilität, vielleicht sogar Indifferenz für die Vergangenheit der europäischen Juden. Wenn überhaupt, bewirkt dieser Vergleich anstelle der beabsichtigen minderheitenfreundlichen Reflexe die Verharmlosung des Antisemitismus vor und nach 1933. Dass Judenhass unter deutschen Muslimen verglichen zur Gesamtbevölkerung stark ausgeprägt ist, wurde ja bereits durch Studien des Innenministeriums nachgewiesen.[ix]

Das Bestreben, den Islam durch den historischen Vergleich mit dem Antisemitismus vor Kritik zu schützen ("Islamophobie"), wird nicht nur in Deutschland durch Funktionäre des Islams und Vertreter des Multikulturalismus mit mäßigem Erfolg vorangetrieben. Denn laut Umfragen hat sich an der Antipathie gegenüber dem Islam in der europäischen Bevölkerung wenig geändert.[x] Weniger leicht zu quantifizieren ist jedoch die langfristige Wirkung der Vergleiche von Islamfeindlichkeit und Antisemitismus. Eine mögliche Wirkung könnte die Abnahme der Sensibilität für die Verbrechen des Nationalsozialismus sein und dadurch auch für die Gefahren, denen (religiöse) Minderheiten ausgesetzt sein können. Das Bestreben der Islamfunktionäre und Multikulturalisten könnte sich langfristig also als Bumerang erweisen. Anzeichen dafür gibt es jedoch nicht. Das Interesse an der Zeit des Nationalsozialismus und das Bedürfnis nach Gedenken und Erinnern bleibt auf einem konstanten, relativ hohen Niveau.[xi]

Dies ist nicht der erste Versuch, das Entsetzen über und das Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialismus trotz gegenteiliger Behauptungen, dies nicht zu beabsichtigen, zu relativieren und eigene Zwecke zu instrumentalisieren. Besonders perfide ist es jedoch, da die Instrumentalisierung darin besteht, eine Religion vor Kritik zu schützen, die gegenwärtig mit Abstand die Hauptquelle antisemitischen Gedankenguts in der Welt ist.

 


 

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19 Antworten auf Islamfeindlichkeit und Antisemitismus

  1. Argutus sagt:

    Selbst wenn es tatsächlich inhaltlich relevante Analogien zwischen dem Antisemitismus und der sogenannten "Islamophobie" gäbe  (was ich bestreite), dann bliebe dennoch ein gravierender Unterschied bestehen:

    Die Antisemiten verfolgten die Juden als Rasse, nicht das Judentum als Ideologie. Somit hatten die Verfolgten keine Möglichkeit ihrer Zugehörigkeit zur Zielgruppe zu entkommen.

    Die Moslems hingegen können das jederzeit, indem sie nämlich jener totalitären Ideologie, die man "Islam" nennt, abschwören. Damit verwendeln sie sich in Ex-Moslems und sind fortan gegen jede Anfeindung geschützt.

  2. Waldschrat sagt:

    Guter Artikel, er könnte vielleicht noch eine Fortsetzung vertragen, die aufrollt, wie Antisemitismus und Islamfeindlichkeit entstanden sind, um einmal gravierende Unterschiede aufzuzeigen. Und natürlich den Antisemitismus der islamischen Welt und der muslimischen Diaspora.

  3. Frank Berghaus sagt:

    #2 Waldschrat am 31. Oktober 2011 um 07:00

    Herzlich Willkommen auf Wissen Bloggt!

  4. Frederik sagt:

    @Waldschrat

    Ja, tut mir Leid. Es müssten eigentlich noch einige Punkte erwähnt werden. Zum Beispiel, dass es tatsächlich Diskriminierung von Muslimen gibt, auch indirekt durch den Staat, nämlich bei der Stellenvergabe von Caritas und Diakonie, die zusammen ca. 1,2 Mio Arbeitnehmer haben. Auch bei normalen Bewerbungen gibt es Diskriminierung aufgrund eines türkischen Namens. Außerdem werden Muslime in bei der Vergabe von Schulplätzen benachteiligt. Diese Diskriminierung wiederfährt Muslimen jedoch nicht aufgrund ihrer Eigenschaft "Muslim" und auch nicht ihnen alleine, sondern allen Menschen, die nicht bestimmte, traditionelle Normen erfüllen. Auch zu nennen wäre der Widerstand, den Muslime beim Bau von Moscheen erfahren.

    Dem gegenüberstellen muss man jedoch auch, dass die staatlichen Bemühungen, Muslime etwa durch den Aufbau eines staatlichen Islamunterrichts, der Islamkonferenz, eigene Sendezeiten im öff.-rechtl. Fernsehen, Antidiskriminierungsgesetze, staatlich geförderte Moscheebauten, etc. historisch beispiellos sind. Von einer offiziellen staatlichen Diskriminierung kann also keine Rede sein.

    Eine oft anzutreffende Behauptung in diesem Zusammenahng (vor allem bei der Sarrzin-Debatte) ist ja auch, dass es bestimmte "Diskurse" gibt, die Muslime stigmatisieren würden und die daher nicht stattfinden dürften. Mit diesem Vorwurf kann ich persönlich am wenigsten anfangen.

    Ich wollte mich bei dem Artikel jedoch nur auf die Gegenwart beschränken. Die gesamte Geschichte der Begriffe "Antisemitismus" und "Islamophobie" zu beschreiben, hätte wohl das Format gesprängt.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist denke ich die Funktion der eingeredeten Opferrolle für den Zusammenhalt der Gruppe und der Abgrenzung nach Außen.

  5. Frederik sagt:

    Weitere Personen, die einen Vergleich zwichen Islamfeindlichkeit und Antisemitismus bzw. Islamfeindlichkeit und Nationalsozialismus ziehen:

    - Micha Brumlik: http://bit.ly/svY1Jj

    - Birgit Rommelspacher: http://bit.ly/rIfqQh

    - Dr. Sabine Schiffer, Leiterin des Instituts für Medienverantwortung: "Es herrscht Progromstimmung" http://bit.ly/aUBP71

  6. emporda sagt:

    Für die Islamisten gibt eine klare Alternative

    Selbstständiges Denken kennt der Islam nicht, Allahs selbst ernannten Vertreter schreiben den Muslimen jegliches Denken und Handeln vor. Das als Religion kaschierte paranoide Gewaltmonopol kennt ausschließlich Handlungen wie „erlaubt“ (halal) und „verboten“ (haram), moralische oder ethische Kriterien des Einzelnen sind nicht erlaubt. Heilige Korantexte werden als verbindliche Rechtsgutachten (Fatwa) ausgelegt. Wer dagegen Aussagen des Korans und seine Deutung hinterfragt oder gar kritisiert, der wird diffamiert, bedroht oder gar gesteinigt. Eine Fatwa von 1999 vom Scheich Abdul-Aziz bin Baz besagt: „Ohne Zweifel beinhaltet die Reise in die Länder der Ungläubigen eine riesige Gefahr; sei die Reise innerhalb oder außerhalb der Flitterwochen. Ein Muslim muss Allah fürchten und den Quellen der Gefahr ausweichen. Die Reise in Länder der Polytheisten und in Länder, in denen Freiheit und Gleichgültigkeit gegenüber dem Verbotenen herrschen, bedeutet eine große Gefahr gegenüber seiner Religion [dem Islam] und in Bezug auf sein eigenes Verhalten. Muslime müssen solche Reisen vermeiden und davon absehen. Dieses Verbot gilt ebenfalls für Reisen aus anderen Gründen wie Geschäft, Tourismus oder um dort lebende Menschen zu besuchen und mehr. Alle diese Reisen sind islamisch gesehen verboten.“

    Als frommer Muslim gläubig dem Koran und seinen Auslegungen verpflichtet gibt es nur eine einzige Lösung. Koffer packen und zurück ins gelobte Land des Islam

  7. pinetop sagt:

    Die Knallcharge Hagen Rether kann man mit einem guten Gewissen ignorieren.

    Genau hier ist der Knackpunkt für die zukünftigen Auseinandersetzungen. Mit dieser Perfidie ist es nur zu leicht, islamkritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Vielleicht sollte man sich in diesem Zusammenhang überwinden und Marx zitieren: "Religionskritik ist die Voraussetzung aller Kritik" in der Einleitung zur Kritik der Hegel´schen Rechtsphilosophie.

  8. pinetop sagt:

    Der Antisemitismus findet seinen Ursprung in einer Zeit, die noch nicht von der Aufklärung berührt wurde. Erst die Aufklärung konnte neben der Kritik an Religionen den Antisemitismus zurückdrängen. Und genau jene Kirchenkritik der Aufklärung muss auch für den Islam herangezogen werden. Eine Gleichsetzung von Religionskritik und Antisemitismus entbehrt jeder Grundlage und hat ihren Ursprung in reiner Boshaftigkeit.

  9. Frederik sagt:

    Ich war vor wenigen Tagen bei einem Festsymposium "25 Jahre Marburger Moschee" an dem auch Dr. Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung teilnahm und einen Gefälligkeits-Vortrag vor einem mehrheitlich muslimischen Publikum mit dem Titel "Muslime und Medien" hielt. In ihm sprach sie auch von Parallelen zwischen Antisemitismus der Zeit vor 1933 und der gegenwärtigen Islamfeindlichkeit. Sie tourt durch Deutschland und hält alle paar Tage ähnliche Vorträge, wie man anhand des Terminkalendars des IMV erkennen kann: http://www.medienverantwortung.de/termine/archiv-2/#termine2011

    Und ich bezweifle, dass sie die Einzige ist.

    Ein weiteres Beispiel, gerade gefunden (Da muss man ja bald ein Archiv anlegen!):

    Prof. Dr. Kai Hafez: "Der Islam spielt heute in vielerlei Hinsicht die Rolle die früher, auch noch vor dem Holocaust, das Judentum gespielt hat: auch da gab es einen salonfähigen Antisemitismus im frühen 20. Jahrhundert, als man nahezu alles über das Judentum sagen konnte; ein Antisemitismus, der breit in der Bevölkerung verteilt war, noch vor der Naziherrschaft in Deutschland."

    http://bit.ly/sTkMtf

  10. Saejerlaenner sagt:

    Mal wieder die Nazikeule. Die haben echt kein Schamgefühl :mrgreen:

    @ Frederik: Schönen Gruß nach Marburg. Ich nehme an, die Bremsspur gibt es noch?

  11. Rechtspopulist sagt:

    Vielleicht sollten solche Leute, die meines, sie müssten als Moslems gegen ihre Unterdrückung durch die Demokratie auch einmal darüber nahdenken, wie welchem Maße sie selbst andere unterdrücken und diskriminieren.

    Gegen ein Niqab- und Burkaverbot ist nichts einzuwenden, gleiches gilt beispielsweise nicht minder für Auspeitschungsverbote und das Steinigungsverbot.

    Da mögen sich so manche Gläubigen diskriminiert fühlen, aber so ist das halt bei uns Kuffar.

  12. Argutus sagt:

    #11 Rechtspopulist am 31. Oktober 2011 um 17:54

    Da mögen sich so manche Gläubigen diskriminiert fühlen

    Wer sich gerne diskriminiert fühlt, dem soll das unbenommen sein, aber eine Rücksichtnahme auf primitive religiöse Gefühle ist in einer modernen, postreligiösen Zivilisation nicht am Platz. Hier gilt es einen Standard zu halten und vor jeder Verwässerung zu bewahren.

  13. Emil Ule sagt:

    Zum Beispiel, dass es tatsächlich Diskriminierung von Muslimen gibt, auch indirekt durch den Staat, nämlich bei der Stellenvergabe von Caritas und Diakonie,

    Diese Diskriminierung gilt genauso für Atheisten. Man wird als Atheist genauso ausgegrenzt wie als Muslim – nur dass Muslime sich oft freiwillig als solche stigmatisieren indem sie einen entsprechenden Kleider und/oder Verhaltenskodex folgen, mithin ihr eigenes Klischee bedienen. Atheisten sind zu heterogen, als dass sie einfach auf der Straße diskriminiert werden könnten. Sobald sie aber geballt auftreten – zum Beispiel für bekenntnisfreie Schulen, Kindergärten oder andere Einrichtungen, haben es Muslime um einiges leichter.

  14. pinetop sagt:

    Es ist durchaus pragmatisch, sich zu einer Gruppe zugehörig zu fühlen, die diskriminiert oder scheinbar diskriminiert wird. Dann läßt sich ein individuelles Versagen viel besser psychisch verarbeiten.

  15. Rechtspopulist sagt:

    Es ist ja ohnehin schon ein starkes Stück, der demokratischen Schweiz damit zu kommen, dass man sie mit Hitler-Deutschland in einen Topf wirft, weil dort Dinge und Verhaltensweisen unerwünscht sind, die im Islam selbst üblicherweise mit Gewalt durchgesetzt werden.

  16. pinetop sagt:

    In den 70er Jahren entstand der Begriff der "wehrhaften Demokratie". Damals entwickelte sich die Auffassung, dass eine grundsätzlich tolerante Demokratie gegenüber ihren klassischen Feinden von rechts oder links nicht tolerant sein darf. Es wurde aber übersehen, dass auch Religionen theokratische Auffassungen vertreten können.

  17. pinetop sagt:

    Zurück zum Thema: Wenn der Antisemitismus im Nationalsozialismus mit der heutigen Ablehnung des Islams verglichen wird, so ist dies eine unerträgliche Relativierung des Nazismus. 

  18. Saejerlaenner sagt:

    #16 pinetop am 1. November 2011 um 16:32

    Es wurde aber übersehen, dass auch Religionen theokratische Auffassungen vertreten können.

    Wenn nicht Religionen, wer dann? :wink:

  19. Rechtspopulist sagt:

    #12Argutus am 31. Oktober 2011 um 18:11

    … vor allem, wenn man sich überlegt, dass die islamischen Regeln überhaupt nicht vernünftig begründbar sind!

    Das gilt für Niqab, Burka usw. ebenso wie für diese Beterei, Ramadan, die Speiseregeln, das Kopf-Abschneiden …
    Nonsens ist das.

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