Braucht Gott den Menschen?


Der folgende Beitrag erschien zunächst bei unseren Freunden von dubiator: No heaven – only sky.  

Papst Benedikt XVI. sagte im Augustinerkloster in Erfurt am 23.09.2011:

„Braucht der Mensch Gott, oder geht es auch ohne ihn ganz gut? Wenn in einer ersten Phase der Abwesenheit Gottes sein Licht noch nachleuchtet und die Ordnungen des menschlichen Daseins zusammenhält, so scheint es, daß es auch ohne Gott ganz gut geht. Aber je weiter die Welt sich von Gott entfernt, desto klarer wird, daß der Mensch in der Hybris der Macht, in der Leere des Herzens und im Verlangen nach Erfüllung und Glück immer mehr das Leben verliert. Der Durst nach dem Unendlichen ist im Menschen unausrottbar da. Der Mensch ist auf Gott hin erschaffen und braucht ihn.“

 

Tauschen wir einmal die beiden Hauptbegriffe gegeneinander aus:

„Braucht Gott den Menschen, oder geht es auch ohne ihn ganz gut? Wenn in einer ersten Phase der Abwesenheit des Menschen sein Licht noch nachleuchtet und die Ordnungen des göttlichen Daseins zusammenhält, so scheint es, daß es auch ohne Mensch ganz gut geht. Aber je weiter die Welt sich vom Menschen entfernt, desto klarer wird, daß Gott in der Hybris der Macht, in der Leere des Herzens und im Verlangen nach Erfüllung und Glück immer mehr das Leben verliert. Der Durst nach dem Unendlichen ist in Gott unausrottbar da. Gott ist auf den Menschen hin erschaffen und braucht ihn.“

Was klingt plausibler?

 

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