Lehnert weiterdenken III

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Gibt es richtiges und falsches Wissen? Oder richtiges und falsches Glauben? Im Teil 2 ging es schon um die „evolutionäre Erkenntnistheorie“, die Uwe Lehnert in seinem Buch „Warum ich kein Christ sein will“ als Ausgangspunkt seiner Überlegungen wählte.

Darauf will ich noch etwas detaillierter eingehen, um die Bedeutung dieser Theorie für den Humanisten weiterzudenken. Also etwas mehr zum „richtigen Wissen“: Bestimmte Menschen erkannten z.B. einmal die erwähnte Wirk­samkeit des „3-4-5-Dreiecks“, später stellten welche den Lehrsatz auf, den wir inzwischen Pythagoras zu­schreiben, und insgesamt hüten wir Wissen aller Art, geben es weiter und benutzen es, sobald es uns hilfreich erscheint. Trotzdem bleibt es jedem einzelnen Menschen überlassen, wie sehr er sich bei seinen Handlungen von seinen Gefühlen leiten lässt, oder wie sehr er sich aus dem Angebot wissenschaftlicher Erkenntnisse oder eigener vernünftiger Über­legungen passenden Rat für seine Entscheidungen holt.

Denken, Fühlen und Handeln stehen damit in einer Wechselwirkung zueinander, wenn es um das Agieren einzelner Personen geht. Das wiederholt sich aber ebenso im größeren Maßstab in Form von Wissen, Werten und Geschichte einzelner Familien, Gruppen, Organisationen und Staaten, in globaler Form auch der „ganzen Menschheit“.

Sobald wir nun von „Evolution“ sprechen, verbinden wir damit oft eine bestimmte Hoffnung, nämlich jene, dass alles „besser wird“ – dass durch „Entwicklung“ alles perfektioniert wird. Daraus folgern wir gern, dass der Mensch die (bisherige) „Krone der Schöpfung“ darstelle (auch wenn diese Be­zeich­nung für den Menschen bis in die Antike und damit weit vor Darwin zurückreicht), und dass alles, was nach uns kommen wird, auch den heutigen Menschen mehr und mehr „übertreffen“ wird.

Diese Hoffnung auf Perfektionierung durch Evolution übertragen wir mit der evolutionären Erkenntnistheorie auch auf die Entwicklung unseres Wissens, und das dafür wohl am erbarmungs­losesten strapazierte Beispiel ist das Buch Genesis. Aus Sicht der Wissenschaft ist die darin ge­schilderte Sicht von der Entstehung der Welt und des Lebens überholt. Die Genesis gilt als „falsi­fiziert“, und wir haben jetzt angeblich „bessere“ (=wirklich­keits­nähere) Theorien zu diesen Themen.

Das geht übrigens so weit, dass dazu schon ein regelrechter Personenkult entstanden ist: so gilt z.B. Stephen Hawking als bedeutender Astrophysiker, und wenn er etwas über das Universum und Gott sagt, dann erregt das Aufsehen. Im Jahr 2010 bestritt er plötzlich die Existenz Gottes, 1988 hatte er sie noch für möglich gehalten. Seine geschiedene Frau behauptete dazu, dass Hawkins (als insgeheim überzeugter Atheist) nur deshalb vorher so oft von Gott geschrieben habe, weil das helfe, Bücher zu verkaufen.

Auch Richard Dawkings gesteht man Kompetenz zu, die Genesis zu kritisieren, weil er Professor für Biologie ist. Aber betrachten wir dazu bloß das Beispiel von James Ussher und Jean-François Champollion: der erste veröffentlichte im Jahr 1650 seine Berechnungen auf Basis der Bibel, denen zufolge die Erschaffung der Welt im Jahr 4004 v. Chr. stattgefunden haben musste. (Joseph Justus Scaliger hatte 1583 die Erschaffung der Welt auf das Jahr 3950 v. Chr. ermittelt.) Eine ähnliche Berechnung hatte übrigens schon viel früher Hillel II. um das Jahr 350 angestellt, und der war damals auf das 3761 v. Chr. für die Erschaffung der Welt gekommen – dieses Jahr ist heute noch der Beginn des jüdischen Kalenders. Nach diesen Zeitrechnungen vernichtete jedenfalls die Sintflut frühestens 2349 v. Chr. alle Menschen auf der ganzen Welt – außer Noah und dessen Familie. Man war aus diesem Grund vor rund 200 Jahren immer noch fest davon überzeugt, dass alle menschliche Geschichte und alle menschliche Kultur im Jahr 2349 v. Chr. (oder etwas später) von der Arche des Noah ausgegangen war. Eine andere „Geschichte“ gab es nicht.

Doch im Jahr 1822 entzifferte Champollion die Hieroglyphen anhand des Steins von Rosette, und im Jahr 1824 packte er in Turin eine Kiste mit einem kurz davor in Luxor gefundenen Papyrus aus. Darauf konnte er eine Königsliste der Pharaonen entziffern. Inzwischen wissen wir noch genauer, dass die erste Dynastie der ägyptischen Pharaonen rund 3000 v. Chr. begann, dass die  Cheops-Pyramide in der 4. Dynastie ungefähr 2580 v. Chr. fertiggestellt wurde, dass die Sintflut irgendwo in die 5. Dynastie hineingefallen wäre, und dass zum Beispiel Ramses II. in der 19. Dynastie von 1279 bis 1213 v. Chr. regierte.

Champollion begriff jedenfalls schon damals anhand des zerbröselten Papyrus: Ägypten war älter als die Sintflut. Champollion’s Übersetzung des Papyrus in Turin widerlegte damit ohne jeden Zweifel die Bibel. (Champollion hielt seine Erkenntnisse sogar für einige Zeit geheim.)

Mir persönlich gefällt an der ganzen Geschichte eine besondere Pointe: Genau das Buch Genesis, das erste der fünf Bücher Mose, beginnt mit der Herleitung, Erklärung, Sinnstiftung und Gründung der gesamten Welt durch Gottes Schöpfung. Und genau dieses erste Buch Mose endet mit einer extrem scharfsinnigen, aus historischer und politscher Sicht hochinteressanten Schilderung eines ganz be­stimmten Staates, einer einmaligen, hochentwickelten Kultur, welche die Israeliten offenbar auch als übermächtiges Vorbild zutiefst beeindruckte: Ägypten (Gen 37,28 – 50,26). Doch die später über viele Jahrhunderte im Sand vergrabene Geschichtsschreibung genau dieser einmaligen Kultur Ägyptens sollte im Jahr 1824 das Buch Genesis rückwirkend – widerlegen. 

Ungemach drohte dem Buch der Bücher aber parallel dazu auch von ganz anderer Seite. Bereits im Jahr 1669 formulierte Nicolaus Steno das stratigraphische Prinzip: Dabei „bemerkte er, dass die tiefer liegenden Schichten der zwei wichtigsten Gesteinsarten im Apennin keine Fossilien enthielten, während die höher liegenden sehr fossilreich waren.“ Er legte mit seinen Schlussfolgerungen daraus den Grundstein für die „historische Geologie“, welche spätestens seit dem 19 Jhdt. die Geschichte der Erde doch deutlich länger als die 6000 Jahre aus der Bibel nachzeichnet.

Natürlich darf an dieser Stelle Charles Darwin nicht fehlen, der „Die Entstehung der Arten“ im Jahr 1859 veröffentlichte und damit ebenso das Buch Genesis in schreckliche Erklärungsnot brachte. Doch ich will mit diesen Beispielen auf zwei Aspekte hinaus: zum einen gibt es überhaupt keinen Bereich der Wissenschaft, welcher die Bibel nicht in schreckliche Erklärungsnot bringt.

Im fünften Buch Mose steht zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Verzehr von Fleisch (Dtn 12,23) geschrieben: „Allein merke, dass du das Blut nicht essest, denn das Blut ist die Seele; darum sollst du die Seele nicht mit dem Fleisch essen.“ Was immer die Psychologie heute als Sitz der Psyche annimmt, aber im Blut eines Lebewesens suchen wir die Seele jedenfalls nicht mehr.

Ebenso sind weder die Konfliktforschung, noch das Fachgebiet der Ethik noch moderne Rechts­systeme davon zu überzeugen, dass Ex 21,12 zu einem konstruktiven Zusammenleben beiträgt: „Wer einen Menschen schlägt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben.“ Und ich weiß auch nicht, wie ich diesen Satz einordnen soll: „Ihr sollt kein Aas essen – dem Fremdling in deinem Tor magst du es geben, dass er's esse oder dass er's verkaufe einem Ausländer; denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott.“ (Dtn 14,21) Ausländer sollen Aas essen?

Es ist in Summe praktisch egal, ob wir die Geschichte, Geologie, Biologie, Astronomie, Ernährungs­wissenschaft, Psychologie, Soziologie, Rechtswissenschaft, Politologie, Medizin, Geografie oder sonst irgendein wissenschaftliches Fachgebiet heranziehen: im Grunde jede realitätsbezogene Behauptung der Bibel ist durch die Erkenntnisse irgendeiner Einzeldisziplin der Wissenschaft längst Schnee von gestern.

Doch so einfach „funktioniert“ Wissen offenbar nicht. Das ist der zweite Aspekt, auf den ich hinaus­will. Uwe Lehnert beruft sich stark auf Gerhard Vollmer: die Art und Weise, wie sich Wissen weiter­entwickelt, könne man mit der Art und Weise vergleichen, wie sich das Leben weiter­entwickelt. Wenn das zutrifft, dann darf man dazu weitere Überlegungen anstellen: was haben Wissen und Leben denn insgesamt gemeinsam? Kann es z.B. sein, dass sich viele Lebewesen sehr alter genetischer Konzepte bedienen und dass sich viele Menschen sehr alter Wissensmodelle bedienen ohne sich zu „modernisieren“? Sind religiöse Welt­erklärungen so  lebendig und wider­stands­fähig wie „lebende Fossilien“ – aus ähnlichen Gründen?

Ist das „Konkurrenz­ausschluss­prinzip“ aus der Biologie ebenso auf das Wissen übertragbar? Existiert auch niedriger und höher entwickeltes Wissen, das gleichzeitig bestehen kann – so wie es niedriger und höher entwickelte Lebe­wesen und deren Koexistenz gibt?

Wenn ich zum Beispiel an die Gene einer Ameise denke, dann vermute ich darin das Modell für den Aufbau und das Verhalten (die Instinkte) eines solchen Tieres. Wenn ich im Vergleich dazu irgendeine spezifische Portion von Wissen betrachte, dann sehe ich darin ebenfalls ein Modell – für einen Sachverhalt.

Nun gibt es aber keine weltweite Datenbank für alle genetischen Codes, die zurzeit existieren, oder überhaupt jemals existiert haben. Sondern die Gene finden sich nur in konkreten Lebewesen und werden in ihnen ständig weitergegeben, abhängig davon, wie gut sie sich bewähren: bestimmte genetische Codes vermehren sich, andere sterben aus. Ähnliches lässt sich für das Wissen beobachten: es steckt im Gedächtnis von Lebewesen (bzw. in Wissensspeichern von Menschen, Gruppen, Organisationen und Gesellschaften) und unterliegt je nach Bewährung einer konti­nu­­ier­lichen Konstruktion und Destruktion.

Daraus ergibt sich, dass Gene und Wissen erst dann wirksam werden (und sich dabei bewähren müssen), wenn sie zur Anwendung kommen. Und so, wie kein Lebewesen alle genetischen Codes in sich trägt, um laufen, schwimmen, klettern, fliegen, kriechen und Wurzeln schlagen auf einmal zu können, trägt auch kein Mensch alles Wissen in sich, um es permanent gleichzeitig anzuwenden. Wir können uns daher vergegenwärtigen, wieso z.B. derartig viele Lebewesen nach wie vor das uralte, relativ einfache Modell vom Einzeller anwenden, während es inzwischen schon etwas derartig fein Ausdifferenziertes und Hochentwickeltes gibt wie den Delphin oder den atheistisch humanistischen Nobelpreisträger: Der Grund liegt offenbar darin, dass sich Einzeller in Umgebungen bewähren, in denen Nobel­preisträger nicht existieren können, z.B. in Biofilmen oder im menschlichen und tierischen Darm. Außerdem verfügen bestimmte Einzeller über Tricks, die der Nobelpreisträger in seinem kurzen Leben nur staunend zur Kenntnis nehmen kann: „Manche Bakterien … bilden Dauerstadien (Sporen) aus, in denen der komplette Stoffwechsel zum Erliegen kommt. In diesem Zustand können die Bakterien für sie ungünstige – auch extreme – Umweltbedingungen überstehen und mehrere tausend Jahre über­dauern.“

Wir sehen: sobald wir uns mit genetischen Codes und den darin gespeicherten Modellen be­schäftigen, verabschieden wir uns zwangsläufig von einer Einteilung in „richtig“ und „falsch“, in „gut“ und „böse“, in „bewiesen“ und „widerlegt“. Wir können bloß feststellen, ob sich bestimmte Modelle in den Genen von Lebewesen in bestimmten Umgebungen weitervererben, weil sich konkrete Lebewesen mit genau diesen Genen zu genau dieser Zeit in genau dieser Umgebung und Situation bewähren. Daher können wir nicht beurteilen, ob z.B. das genetische Konzept der Beuteltiere im Vergleich zu anderen Säugetieren objektiv „überlegen“ oder „richtiger“ ist: wir können bloß be­ob­achten, dass sich Kängurus und Koalas in Australien bisher ziemlich gut behaupten.

Wenn wir also das von Uwe Lehnert dargestellte Prinzip von der Evolution der Erkenntnis weiter­denken, dann bekommt aus meiner Sicht dieser spezielle Aspekt große Bedeutung: welches Wissen ist in welcher Kultur, in welchen Personenkreisen, in welchen Schichten, in welchen Nischen, also in welchen „Lebensräumen des Wissens“ wie sehr verbreitet – und daher dort augenscheinlich be­währt? Welches Wissen lebt, überlebt und vermehrt sich?

Oder anders gefragt: wie kann das „Wissen“ der Religionen zwar durch nüchterne Analyse als völlig misslungen und dysfunktional entlarvt sein, während es sich im praktischen Leben bestens bewährt, alles überlebt und sich weiter und weiter verbreitet?

Mit anderen Worten: wenn jemand die evolutionäre Erkenntnistheorie als sinnvoll betrachtet, dann muss er sich konsequenterweise der Tatsache stellen, dass religiöse Weltmodelle allein schon des­halb gar nicht „unterlegen“ sein können, weil sie nach 1824 (und den Erkenntnissen von Champollion in Turin) noch am Leben sind. Und zwar nicht nur in Nischen, sondern auch genau dort, wo sie nach dem erwähnten Konkurrenz­ausschluss­prinzip der Evolution praktisch keine Chance haben dürften – nämlich auch bei jungen Menschen (neue religiöse Bewegungen), bei Humanisten (christlicher Humanismus) bei Wissenschaftlern (Glaube und Wissen­schaft) oder z.B. in neuen Demo­kra­tien (islamische Demokratien).

Entweder darf man daher das Prinzip vom „Survival of the Fittest“ nicht auf die evolutionäre Er­kennt­nis­theorie übertragen (aber was ist an ihr dann noch „evolutionär“?), oder man muss anerkennen, dass religiöse Lebensmodelle extrem fit sind. Nüchtern betrachtet mag also jeder Genetiker das Genom des Beuteltieres für völlig irrational halten. Doch Kängurus und Koalas beweisen mit ihrer konkreten Lebendigkeit das Gegenteil. Analog dazu mag jeder Wissenschaftler die Wahrheiten in der Bibel oder im Koran für komplett verrückt halten: die Religionen und ihre weltweiter Erfolg beweisen trotzdem das Gegenteil.

Wie lässt sich das erklären? „Das Wissen“ müsste sich doch gerade wegen der Unbestechlichkeit der Selektion – in der „Evolution der Erkenntnis“ – längst gegen „den Glauben“ durchgesetzt haben!

Dazu wird einem vermutlich sofort einfallen, dass die zwei großen Monotheismen ihre Ausbreitung angeblich unmenschlicher Gewalt verdanken (als „Kriminalgeschichte“, deren Aufarbeitung in der Zwischenzeit übrigens durch Arif Tekin auch für den Islam begonnen wurde). Und der Verhaltens­forscher Rupert Riedl scheint das aus dem Blickwinkel der Vernunft ähnlich zu sehen. Er soll die Friedfertigkeit der Erkenntnis durch das Denken (und damit ihre geringe Durchsetzungskraft) einmal in einer Rede folgendermaßen zusammen­gefasst haben: „Liebe Festgäste, unser Unglück fing an, als wir aufhörten, die Dummen zu schlachten.“

Ist die Erklärung so einfach?

Lesen Sie dazu weiter in Teil 4.

 

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Eine Antwort auf Lehnert weiterdenken III

  1. Argutus sagt:

    Kommentare von IH:

    1. Ein interessanter und durchaus logischer Denkansatz. Eine Konsequenz daraus ist unter anderem auch, dass Träumereien von einer Welt ohne Religion (z.B. hier von Richard Dawkins: http://hpd.de/node/2125) von vornherein zum Scheitern verurteilt sind.
      Um noch eine Analogie aus der Biologie zu geben: Der Wurmfortsatz des Blinddarms ist aus biologischer Sicht sinnlos. Dennoch ist er in unserem genetischen Bauplan enthalten. Bedauerlicherweise kann er sogar schädlich für den Organismus werden, wenn er sich entzündet. Dieser Risikofaktor konnten zum Glück durch die moderne Medizin weitgehend eliminiert werden.
      Ebenso können wir vielleicht Religionen und Ideologien nicht aus der Welt schaffen, sondern nur versuchen, ihre inhumanen Auswüchse zu eliminieren.

       

    2. Frank Berghaus sagt:

      Pirat Vogel sagt: 16. Dezember 2011 um 01:02

      Als ich deine Anmeldung sah, ist mir vor Schreck der Kaffee auf die Tastatur gelaufen, da ich "Pierre Vogel" gelesen hatte :wink: .

      Herzlich Willkommen auf IH!

       

    3. Hehe, ich habe dieses Synonym vor einiger Zeit als Gegenreaktion auf diesen islamistischen Missionar(r) gewählt und auch meinen Blog ursprünglich deswegen gegründet. Ich muss zugeben, dass meine Blogger-Ambitionen in letzter Zeit ein wenig eingeschlafen sind.
      Tut mir leid, wenn ich durch diese Namenswahl deine Tastatur beschädigt habe .

       

    4. esserant sagt:

      Hochinteressant dieser dritte Abschnitt, der biologische Parallelwelten erklärt, wobei archaische Grundstrukturen einzellig bleiben oder sich mehr- bis viellzellig einander ergänzend entwickeln und ergeben. Das Grundmuster, die archaische Einzelzelle, bleibt Hauptfundament. Sich dazu gesellende Nebenfundamente schaffen Fundamentales und sorgen für stetiges Werden, also für eine immerwährende Entwicklung.
      Dass Religionen weiterhin die Menschheit begleiten, sehe und denke ich auch als natürlich gegeben. Religionsstrukturen und deren Inhalte werden sich für den Menschen, also zugunsten des Menschen ändern und  in einer anderen, besseren Qualitätsstufe hoffentlich bald anzutreffen sein und zwar aus dem Menschen heraus. Das Alte geht dahin – das Neue wird geboren – entwickelt sich kontinuierlich, jedoch natürlich unaufhaltsam.

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