Christlicher Humanismus?

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BeneAus gegebenem Anlass – da die Diskussion nicht abreißen will – stelle ich diesen Artikel vom 1. Januar 2012 noch einmal ein. Manche Passage würde ich zwar heute etwas differenzierter formulieren, doch im Kernpunkt sehe ich keinen Anlass zu grossen Veränderungen.

Vorangestellt sei ein kurzes Exzerpt aus Wikipedia, in dem eine wohl gültige Definition des Humanismus als Weltanschauung gegeben wird:

Humanismus ist eineWeltanschauung, die auf die abendländische Philosophie der Antike zurückgreift und sich an den Interessen, denWerten und der Würde des einzelnen Menschen orientiert. Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit gelten als wichtige humanistische Prinzipien menschlichen Zusammenlebens. Die eigentlichen Fragen des Humanismus sind aber: „Was ist der Mensch? Was ist sein wahres Wesen? Wie kann der Mensch dem Menschen ein Mensch sein?“ Humanismus bezeichnet die Gesamtheit der Ideen von Menschlichkeit und des Strebens danach, das menschliche Dasein zu verbessern. Der Begriff leitet sich ab von den lateinischen Begriffen humanus (menschlich) und humanitas (Menschlichkeit). Der Humanismus beruht auf folgenden Grundüberzeugungen:

  1. Das Glück und Wohlergehen des einzelnen Menschen und der Gesellschaft bilden den höchsten Wert, an dem sich jedes Handeln orientieren soll.
  2. DieWürde des Menschen, seine Persönlichkeit und sein Leben müssen respektiert werden.
  3. Der Mensch hat die Fähigkeit, sich zu bilden und weiterzuentwickeln.
  4. Die schöpferischen Kräfte des Menschen sollen sich entfalten können.
  5. Die menschliche Gesellschaft soll in einer fortschreitenden Höherentwicklung die Würde undFreiheit des einzelnen Menschen gewährleisten.

Die Humanität ist die praktische Umsetzung der Ideen des Humanismus. Dazu gehören die Güte, die Freundlichkeit und das Mitgefühl für die Schwächen der Menschen, seiner selbst inne und mächtig zu werden und sich im Mitmenschen selbst wiederzufinden.

Diese Definition ist durchaus tauglich, wenn es darum geht, den Idealzustand menschlichen und zwischenmenschlichen Verhaltens gewisser Maßen statisch zu skizzieren. Diese Definition ist untauglich, da sie es versäumt, Aussagen darüber zu machen, woher diese Verhaltensweisen kommen (generiert oder oktroyiert) und in welche Richtung sie sich entwickeln sollten. „Fortschreitende Höherentwicklung“ ist zu schwammig, um in irgendeiner Weise dienlich zu sein.

Eine solch unvollkommene und geradezu schwammige Beschreibung des Wesens des Humanismus birgt die Gefahr, dass sich praktische jede beliebige andersgeartete Weltanschauung seiner bedienen kann. So wird dieser schöne, doch richtig „menschlich“ klingende Begriff recht bald Opfer von Religionen und Ideologien. Schon der antike Ausgangspunkt bei Platon war nicht sonderlich pragmatisch angelegt. In der politeia lehnt Platon Privateigentum ab (später in den nomoi leicht revidiert), was fast Anklänge an urkommunistische Vorstellungen erlaubt. Doch mit einem wesentlichen Grundrecht, dem auf freie Selbstbestimmung, hapert es bei Platon. Die Demokratie verdammt er als „Vorstufe zur Tyrannei“. Dies wird Jahrhunderte später vom großen „Aufklärer“ der andalusisch-islamischen Welt, Ibn Rushd (Averroës), aufgegriffen in seiner Interpretation der politeia. Damit desavouiert selbst der Vater der duplex veritas auch einen islamischen Humanismus, falls so etwas angesichts des „ewigen“ Koran überhaupt möglich ist, in den Bereich der Schimären.

Mit diesen beiden Beispielen möchte ich nur kurz andeuten, was folgerichtig in dem Augenblick offensichtlich mit Notwendigkeit passieren muss, wenn sich Ideologien oder Religionen des Begriffs bemächtigen. Jeder kann sich anhand des längeren Wikipedia-Eintrags selber ein Bild davon machen.

Im Zentrum des Humanismus steht eindeutig der Mensch in seinem Umfeld mit allen seinen zwischenmenschlichen Beziehungen. Das impliziert stringent seine Selbstbestimmung in allen das Leben betreffenden Fragen, die nur dort ihre Begrenzung findet, wo Rechte des Mitmenschen berührt sein könnten. Jedes Aufpropfen einer Fremdbestimmung des Menschen durch Ideologien oder Religionen zerstört bereits im Ansatz das Wesen des Humanismus. Der Mensch verliert dergestalt die Mitte, er wird an die Seite geschoben, um anderen Prinzipien den Vorrang einzuräumen.

Den Humanismus wie wir ihn heute verstehen gibt es erst seit der Aufklärung, also ab dem Augenblick, als man sich den Menschen als Individuum mit einklagbaren Rechten vorzustellen begann. Die Bill of Rights, die amerikanische Verfassung und die diversen Menschenrechtserklärungen sind die Eckpunkte, an denen sich unsere heutige Auffassung festmachen lässt. Betrachten wir also die Okkupanten des Humanismus, so müssen diese sich daran messen lassen, inwieweit sie den drei beispielhaft genannten Erklärungen zustimmen oder nicht. Weder die Organisation islamischer Staaten (OIC) noch der Vatikan erkennen die Menschenrechte an. Ihr Vorbehalt ist praktisch identisch formuliert, dass sie nämlich nicht menschliches Recht über das durch ihre Schamanen interpretiertes fiktives Recht eines Gottes stellen wollen. Fremdbestimmung pur – keine Spur einer Anerkennung des Humanismus. Bezeichnend ist auch, dass bei der UN-Abstimmung von 1948 die damaligen kommunistischen Staaten mit Nein gestimmt haben. Ihr Gott: eine ebenso menschenverachtende Ideologie wie sie von den Religionen Islam und Christentum repräsentiert werden. Wäre das nationalsozialistische Deutschland Mitglied der UN gewesen, kann man wohl von einer ebensolchen Ablehnung ausgehen.

Bevor ich mich der im Titel genannten contradictio in adiecto zuwende sei mir ein kurzer Blick auf die „moderne“ islamische Philosophie erlaubt, zumal ich darauf bereits in meinem Aufsatz  الديمقراطية والا الاسلام (http://www.wissenbloggt.de/?p=375) eingegangen bin.

Der tunesisch-französische Autor Abdelwahab Meddeb hält den islamischen Humanismus, der mit bedeutenden Ärzten, Gelehrten und Philosophen auf eine lange Tradition zurückblicken kann, durch den «Islamismus» für bedroht:

„Die Keime des Islamismus […] sind bereits im koranischen Text vorhanden. Die Dinge wären sehr viel einfacher, wenn es nicht diese islamistische Lektüre des Korans gäbe. Die Islamisten wollen aus ihrer Lesart die einzig richtige machen, dabei ist es ja gerade die Eigenart von Texten, unendlich viele Interpretationen zu ermöglichen […] Das enorme Problem des Islam besteht gerade darin, dass der Islamismus versucht, seine Botschaft in alle Richtungen zu verbreiten. Der offizielle Islam, der eine Art letzter Metamorphose des traditionellen Islam ist, wird heute zunehmend von islamistischem Gedankengut durchsetzt und vergiftet.“

Auch dieser Ansatz führt in die Irre, und zwar aus zwei einleuchtenden Gründen. Auch Meddeb bezweifelt nicht die Stellung eines Gottes als oberster Legislator und des weiteren folgt er der auch in Europa stark verbreiteten Meinung, es gäbe einen Unterschied zwischen Islam und Islamismus (oder auch: politischer Islam). Das sind problematische Ansätze. Solange wir keinen fest etablierten Euro-Islam im Sinne eines Bassam Tibi konstatieren können oder ausreichende Anhängerschaften eines liberalen Islam im Sinne einer Seyran Ates, bleibt jedes philosophische Bemühen eines Herrn Meddeb Makulatur. Die Schmähung des Humanismus durch Einverleibung in eine menschenfeindliche Religion kann dabei mit höchstem Wohlwollen nur als „window dressing“ unter Ausnutzung eines offenbar beliebten, aber missverstandenen Begriffs interpretiert werden.

Dass auch die Christen nicht faul bei der Okkupation religionsfremder Begriffe sind beweist einmal mehr Herr Ratzinger  (nach einem Artikel des Hamburger Abendblatts): Papst Benedikt XVI. hat zum Jahresende zu einem neuen christlichen Humanismus aufgerufen. Ein solcher Humanismus müsse in der Lage sein, Kultur und soziales Engagement aus christlichem Geist hervorzubringen, sagte er am Sonnabend in einem Silvestergottesdienst im Petersdom. Das setze eine Neubelebung christlichen Lebens und einen vertieften Dialog mit der modernen Kultur voraus. Es gelte, die „Schönheit und Aktualität des Glaubens“ wiederzuentdecken, betonte Benedikt XVI vor mehreren tausend Zuhörern. Der Glaube dürfe kein „isolierter Akt“ bleiben, der nur „einige Momente“ des Lebens betreffe. Er müsse den gesamten Alltag prägen und eine „beständige Orientierung“ darstellen, die den Menschen „gerecht, wirksam, wohlwollend und gut macht“.

Zwei Gesichtspunkte sind dabei bemerkenswert. In seiner Verblendung und seiner Machtgier kann sich Herr Ratzinger überhaupt nicht vorstellen, dass Menschen auch ohne göttliche „Orientierung“ gerecht, wohlwollend und gut sein können. Empathie als evolutionär entwickelte Eigenschaft widerspricht trotz der vorliegenden Tatsachen eindeutig seinem Universalanspruch auf „Nächstenliebe“.

Der zweite wichtige Punkt findet sich in der Formulierung „neuer christlicher Humanismus“. Er möchte also anknüpfen an etwas, was mit der Aufklärung „verloren“ wurde, der „klassische“ christliche Humanismus. Dabei ist es so leicht – auch abgesehen von der generellen Unvereinbarkeit von Religion und Humanismus – auch diese Referenz ad absurdum zu führen. Als so genannte „christliche“ Humanisten werden immer wieder Francesco Petrarca und Erasmus von Rotterdam genannt. Man möchte dabei von christlicher Seite gern übersehen, wie sich diese beiden Herren zu den Grundüberzeugungen Herrn Ratzingers geäussert haben.

Erasmus von Rotterdam: „Um jedoch nicht weiter auf diese endlosen Einzelheiten' einzugehen, will ich euch in aller Kürze dartun, dass die ganze christliche Religion eine gewisse Verwandtschaft mit der Torheit hat und zu der Weisheit in gar keiner Beziehung steht." (Referenz : http://hpd.de/node/2349).

Francesco Petrarca: „Es ist üblich und alter Brauch, Erzählungen, die zum größten Teil erlogen und erdichtet sind, mit dem Mäntelchen der Religion und der Heiligkeit zu umkleiden, auf dass den menschlichen Betrug die Vorstellung von einer Gottheit decke." (Referenz: http://hpd.de/node/2410).

Sind den Apologeten eines «christlichen» Humanismus diese Zitate nicht bekannt, oder werden sie aus Böswilligkeit nicht berücksichtigt ?

Lug und Trug ziehen sich durch die Geschichte der Religionen, und es ist dringlich – heute offenbar mehr denn je –  an der Zeit, solchem Treiben Einhalt durch Aufklärung zu gebieten.

 

 

 

 

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32 Antworten auf Christlicher Humanismus?

  1. Amadeus Brümmer sagt:

    Aufgrund der Tatsache, dass jeder Gläubige sich aus allen Quellen sowie einer individuellen Lesart derselben "seine" Religion zusammenstellt ohne zwangsläufig alle Elemente der eigentlichen Religionen oder Weltanschauungen (vollständig) zu kennen, muss ich der Behauptung es gäbe keinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus widersprechen.
    Jeder Mensch ist mehr oder weniger in der Lage zu erkennen, was Gut und was Schlecht ist und wird auch als gläubiger Mensch bestimmte Passagen unbeachtet lassen. Das mag nicht konsequent sein und wohl auch etwas naiv, ist aber bei weitem besser als die Vorstellung vom fremdgesteuerten willenlosen Religionszombie, den einige Glaubensfreie offenbar im Sinn haben wenn sie von Gläubigen sprechen.
     
    Solange ein religiös gefärbter Humanismus elementare humanistische Werte nicht verwässert oder gar ins Gegenteil verkehrt, ist meines Erachtens nichts gegen ihn einzuwenden.

  2. Frank Berghaus sagt:

    #1 Amadeus Brümmer am 1. Januar 2012 um 20:37

    Zunächst einmal herzlich willkommen auf WB.

    Die Aussage, dass es keinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus gibt, stammt nicht von mir, sondern von Erdogan.

    Du sprichst allerdings von etwas ganz anderem, was ich an anderer Stelle als Kultur-Islam bezeichnet habe. Damit kann ich gut umgehen, was du daran ablesen kannst, dass meine Frau eine typische Kultur-Muslima ist.

    Das ist in etwa vergleichbar mit dem "Christen", der nie eine Kirche besucht, aber zu Weihnachten einen "Christ"baum aufstellt ;-)

  3. Argutus sagt:

    Der entscheidende Punkt, der den Pseudo-Humanismus vom echten Humanismus unterscheidet, ist nicht so sehr das Postulieren imaginärer Gottheiten (wie bei den Religionen) oder ebenso imaginärer Ziele der Geschichte (wie bei den weltlichen Ideologien), sondern vielmehr die Forderung, daß die Menschen diesen übergeordneten Instanzen zu Willen sein müssen.

    Das folgt daraus nämlich überhaupt nicht. Selbst wenn es einen Schöpfergott gäbe, der mit seiner Schöpfung irgendwelche göttliche Absichten verfolgt hat, bräuchte den Menschen das nicht zu kümmern, denn er ist ja kein Gott. Er hat seine eigenen Wünsche und Ziele, die für ihn relevant sind, und was Gott will, ist dessen Sache.

    Absichten Gottes und Ziele der Geschichte wären, selbst wenn es sie gäbe (wofür freilich nichts spricht) erst einmal daraufhin zu untersuchen, ob wir Menschen ihnen zustimmen oder nicht. Wenn ja, dann können wir sie ja anstreben, und zwar weil wir das wollen – und wenn nicht, dann sollten wir sie bekämpfen.

  4. Amadeus Brümmer sagt:

    Im Text, dessen Verfasser du bist steht:
    "Auch dieser Ansatz führt in die Irre, und zwar aus zwei einleuchtenden Gründen. Auch Meddeb bezweifelt nicht die Stellung eines Gottes als oberster Legislator und des weiteren folgt er der auch in Europa stark verbreiteten irrigen Meinung, es gäbe einen Unterschied zwischen Islam und Islamismus (oder auch: politischer Islam)."
    Mit dem Nebensatz implizierst du eindeutig es gäbe keinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus. Die Klassifizierung in "Islamismus" und "Kultur-Islam" halte ich für vermessen, denn wie kommt man dazu, Menschen in derlei Schubladen zu sortieren?

  5. Frank Berghaus sagt:

    #4 Amadeus Brümmer am 1. Januar 2012 um 23:35

    Ich klassifiziere ja nicht in "Islamismus" und "Kulturislam". Nach Auskunft der Experten von Al-Azhar gibt es den eben nicht (auch wiederholt von Erdogan).

    Meine Unterscheidung sieht ja anders aus (aus persönlicher Erfahrung in meinem islamischen Umfeld): Es gibt einen (in sich allerdings bereits sehr weit differenzierten) Islam mit unterschiedlicher Inansprucnahme der "heiligen" Bücher und daneben den Kultur-Islam, dem alle diejenigen folgen, denen die Religion als solche mehr oder weniger unwichtig ist. Die letzte Kategorie ist im Wachsen begriffen – und damit auch für uns ein möglicher Ansprechpartner.

    Der "Islamismus" ist ein typisch westliches Kunstwort, das man hier überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt. Es geht mir also um eine Frage der (wenig kennzeichnenden) Nomenklatur, die ich für nicht angemessen angesichts der Realitäten in der islamischen Welt halte.

  6. Frank Berghaus sagt:

    Sigrun Stoellger kommentiert:

    " Das Glück und Wohlergehen des einzelnen Menschen und der Gesellschaft bilden den höchsten Wert, an dem sich jedes Handeln orientieren soll.
    DieWürde des Menschen, seine Persönlichkeit und sein Leben müssen respektiert werden.
    Der Mensch hat die Fähigkeit, sich zu bilden und weiterzuentwickeln.
    Die schöpferischen Kräfte des Menschen sollen sich entfalten können.
    Die menschliche Gesellschaft soll in einer fortschreitenden Höherentwicklung die Würde undFreiheit des einzelnen Menschen gewährleisten."
    Man möchte anfügen, anderen Meinungen, die nicht der eigenen entsprechen oder sich einem nicht gerade erschließen, ist argumentitiv zu begegnen!

  7. Frank Berghaus sagt:

    Sigrun Stoellger

    Genauso halten wir es. Das steht so in unseren Regeln. Aber hier ist es eine durchaus sinnvolle Erweiterung.

  8. pinetop sagt:

    # 1
    Sehr geehrter Herr Brümmer, Sie sind der Auffassung, dass es einen Unterschied zwischen Islam und Islamismus gebe. Seit dem Mordaufruf an Salman Rushdie und dem ersten Anschlag auf die twin towers lese ich Texte zum Islam mit größerer Aufmerksamkeit und größerer Intensität. Und zu Ihrer Auffassung muss ich Widerspruch einlegen.
    Ich denke nicht, dass es einen Unterschied zwischen Islam und Islamismus gibt. Aber sehr wohl zwischen Moslems und Islamisten. Moslems sind Menschen, die fünf auch mal gerade sein lassen können und die ihren Alltag mit wenig Religion gestalten. Islamisten sind Menschen, die ihre Religion – den Islam – sehr ernst nehmen und ihr ganzes Leben danach ausrichten. Von einem Islam, der kein Islamismus ist, könnten wir erst sprechen, wenn er von allen Gewaltaufrufen befreit wäre.  

  9. pinetop sagt:

    Die willkürliche Behauptung, es gäbe einen Unterschied zwischen Islam und Islamismus, ist ein beliebter Kniff von Politikern und Journalisten, um verängstigte Bürger zu beruhigen. Wenn man zwischen dem toleranten und kulturbereichernden Islam und dem bösen Islamismus unterscheiden kann, sieht die Welt nicht mehr ganz so schlimm aus.

  10. Frank Berghaus sagt:

    #9 pinetop am 2. Januar 2012 um 10:20

    Diese seltsame, ohne jede begründete Tatsache von Politikern und Journalisten vorgenomme Klassifizierung hat leider schon so weit Eingang in den (korrekten!) Sprachschatz gefunden, dass es schwer ist, dagegen mit Argumenten etwas erreichen zu können.

    Trotzdem werde ich immer wieder auf diesen Unsinn hinweisen.

  11. pinetop sagt:

    Die fünf Grundüberzeugungen des Humanismus teile ich. Allerdings nenne ich sie Liberalismus. Sehe ich da etwas schief?
    Es gibt auch Menschen, die in kultursensibler Anpassung, anderen Menschen dies verweigern wollen und diese Werte lediglich als Ausfluß eurozentristischer Arroganz begreifen können.

  12. Frank Berghaus sagt:

    #11 pinetop am 2. Januar 2012 um 13:40

    Das hat natürlich sehr viel mit Liberalismus zu tun. Ein illiberaler Humanismus ist schlicht nicht vorstellbar, weshalb er ja vor dem Einfluss von Religionen und Ideologien, die diese Liberalität unterminiern wollen, geschützt werden muss.

  13. pinetop sagt:

    Ich bin jetzt richtig wütend. Ich stehe nämlich auf dem Standpunkt, dass jeder Mensch auf dieser Welt einen Anspruch auf Freiheit und Humanität hat. Jeder Mensch hat das Recht den Islam zu verlassen, wie jener Afghane vor sieben oder acht Jahren, sogar wenn er Christ wird. Es macht mich wütend, wenn z. B. im Iran Homosexuelle aufgehängt werden. Was mich endgültig in die Raserei treibt ist, wenn mir von sogenannten Gutmenschen, meistens grüner Herkunft, fehlende Toleranz gegenüber nichteuropäischen Kulturen vorgeworfen wird.
     

  14. Amadeus Brümmer sagt:

    @pinetop:
    Es gibt etliche unterschiedliche Strömungen in vom Islam geprägten Gesellschaften, dass die Behauptung, Islam und Islamismus seien das Gleiche schlicht nicht ernstzunehmen sind.
    Der Koran wie auch die Bibel bieten viele schlechte, aber auch gute Anhaltspunkte um ein menschenfreundliches Leben zu führen und dabei kommt es eben auf die Rezeption der Menschen an.
    Eine islamistische Rezeption ist aber zum Glück nicht die einzige Lesart des Koran und daher halte ich eine Verurteilung einer Religion als prinzipiell terroristisch oder menschenfeindlich für unangemessen und langfristig gefährlich für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen.
    Humanisten, Liberale und säkulare Gläubige können und sollten im Kampf gegen religiösen Fanatismus an einem Strang ziehen und letztere sollten nicht mit Pauschalverurteilungen vergrault werden.

  15. Frank Berghaus sagt:

    #14 Amadeus Brümmer am 2. Januar 2012 um 20:34

    Niemand hier verurteilt den Islam pauschal. Das missverstehst du. Es geht nur um die schlechte Nomenklatur. Die Leute, die du meinst, laufen hier unter "Kulturmoslems". Die sind ja (neben den Ex-Moslems) sicher OK. Nur können wir nicht von uns aus Begriffe einführen, die der islamischen Welt fremd sind. Das bringt doch nichts, sondern schafft eher Unmut bei den von solcher Nomenklatur Betroffenen.

  16. Argutus sagt:

    #9 pinetop am 2. Januar 2012 um 10:20

    Die willkürliche Behauptung, es gäbe einen Unterschied zwischen Islam und Islamismus …

    Das ist ein terminologischer Betrug, der den Islam von jenen schlimmen Folgen reinwaschen soll, die sich ergeben, wenn man ihn konsequent anwendet.

    Sicherlich gibt es auch verträgliche Menschen, die sich selbst als Moslems bezeichnen, aber diese Verträglichkeit rührt auschließlich daher, daß sie Sünder oder Ketzer sind und eben keine idealtypischen Islam-Anhänger.

    Das ist ganz ähnlich wie mit den Nazis. Auch unter denen gab es viele harmlose und anständige Mitläufer, deren Verhalten sich deutlich von jenem des harten Kerns unterschied. Aber es wäre ein Etikettenschwindel, würde man nur diese eigentlich-doch-nicht-Nazis als echte Nazis bezeichnen und jene, die in konsequenter Ausübung ihrer Ideologie entsetzliche Verbrechen begangen haben, als "Nazitisten".

     

  17. Blasphemica sagt:

    #14 Amadeus Brümmer am 2. Januar 2012 um 20:34

    lieber amadeus, es sind die fundamente dieser abrahamitischen religionen, die es zu "bekämpfen" gilt !

    werder in der bibel noch im koran findest du auch nur ansatzweise stellen, die mit einem humanistischen, modernen, zivilisierten zusammenleben kompatibel sind !

    diese fundamente sind menschenverachtend, frauenfeindlich, homophob, per se separatorisch, weil sie die welt in gläubige und nicht gläubige einteilen – wenn jemand im jahr 2012 aus dem gesamten wissen und erfahrungspotential der menschheit nichts anderes als diese alten märchenbücher vorzubringen hat, dann ist er, bewusst oder unbewusst, mitschuldig für alle verbrechen, die im namen der religion heute noch begangen werden !

    es ist ausserdem nicht einzusehen, dass diese religioten mit ihrem wahn ganze gesellschaften in geiselhaft nehmen !

    ich zitiere mss : wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht !  

  18. Frank Berghaus sagt:

    #16 Argutus am 2. Januar 2012 um 20:51

    Terminologischer Betrug trifft es weit besser als meine Klassifizierung, danke!

  19. pinetop sagt:

    @ Amadeus Brümmer,
    Sie weisen auf unterschiedliche Kulturformen in islamisch geprägten Ländern hin. Das ist richtig, betrifft aber nicht die Religion im engeren Sinne, sondern vielmehr folkloristisches Beiwerk. Die Tatsache, dass der Katholizismus in Bolivien und Polen äußerst unterschiedliche Kulturformen verbindet, veranlaßt auch niemanden von den verschiedenen Katholizismen zu reden. Es ist auch bemerkenswert, dass Politiker den Islam in Deutschland willkommen heißen und gleichzeitig den Islam verschwinden lassen und von den verschiedenen Ausprägungen reden, wenn er in die Kritik gerät.
    Auch bestreite ich einen großen Interpretationsspielraum der Koransuren. Wenn jemand die Gewaltaufrufe des Korans als Bestandteil eines zu verehrenden Buchs begreifen will, ist bei mir der Ofen aus.
    Als Atheist sind für mich alle Religionen nur Narreteien. Als Liberaler muss ich überlegen, welche Religion heute die größte Gefahr für die offene Gesellschaft darstellt.

  20. Rechtspopulist sagt:

    Ich fühle mich in meiner Position bestärkt, dass der Monotheismus als politische Idee letztlich nichts anderes ist als eine Form der Entmündigung und Unfreiheit. Wenn das keine Umkehr der Werte ist – ja, was denn dann?
    Zur brutalsten Form des Monotheismus als politische Idee, dem Islam, sei angemerkt, dass sich die Koransuren wohl nur schwerlich in "islamische" und "islamistische" aufspalten lassen. Ebensowenig wird man wohl diese und jene Verhaltensweisen Mohammeds als mal "islamisch" und dann aber "islamistisch" bezeichnen können.
    Hinter dem Islam noch als Suffix "ismus" zu setzen löst das Problem nicht. Diese Vorgehensweise ist bereits selbst ein Problem.
    Manchmal sind sprachliche Eigenheiten schon beachtlich: Man nehme so etwas wie Buddhismus oder Hinduismus … Bei derartigen Religionen lässt sich nicht noch ein "Ismus" dranpflanzen. Das ist so ähnlich wie bei Hitler und dem Nationalsozialismus: Hätte der Mann Böckelmann geheißen, wäre wohl der II. Weltkrieg in Europa ausgefallen. Bei "Heil Böckelmann" hätte alles schallend vor Lachen am Boden gelegen angesichts der Lächerlichkeit. Beim sozusagen "passenden" Namen Hitler wirkte die Sache doch gleich völlig anders.
    Man könnte auch fragen: Was ist am "Islamismus" denn unislamisch? Was ist an einem Pierre Vogel unislamisch? Versteht der Mann auch nur wieder mal alles falsch?
    Der Islam ist nicht Religion. er ist ein Gesellschaftssystem, das auf Repression setzt und dabei ganze Gesellschaftssschichten, namentlich alle "Ungläubigen", diskriminiert, unterdrückt oder gar in den Tod schickt.
    Man könnte sagen Islam und Humanismus sind diametral entgegengesetzt.
    Was das Christentum betrifft, so haben wir ein gezähmtes Christentum vor uns, das aber einst ungezähmt war und darum wissen wir, was es sich seinerzeit so alles erlaubt hat.
    Man lasse die Kleriker wieder schalten und walten wie sie wollen, dann geht aber die Post ab … :-) 

  21. Rechtspopulist sagt:

    #14Amadeus Brümmer am 2. Januar 2012 um 20:34
    "Es gibt etliche unterschiedliche Strömungen in vom Islam geprägten Gesellschaften, dass die Behauptung, Islam und Islamismus seien das Gleiche schlicht nicht ernstzunehmen sind."

    Welche "Strömungen" denn?
    Hizbullah? Hamas? Boko Haram? Al Qaida?
     
    Sorry, aber das Gerede von irgendwelchen "Strömungen" ist abwegig. muslime reden selbst von DEM Islam und darin sollte man sie ernstnehmen und nicht arrogant denken, man wisse es mal wieder besser als sie selbst, so dass mann dann plötzlich gar nicht mehr weiß, dass es den Koran gibt, dass es im Islam Hadithen gibt, das Prinzip der Abrogation etc. etc. etc.
     
    Im Islam – und nicht in den Islamen – gibt es weder Demokratie noch irgendein Freiheitsbegriff. Das gesamte Gefüge versteht sich als theozentrisch – da herrscht nur einer: Allah!
     
    "Der Koran wie auch die Bibel bieten viele schlechte, aber auch gute Anhaltspunkte um ein menschenfreundliches Leben zu führen und dabei kommt es eben auf die Rezeption der Menschen an."
     
    Nein! Es kommt auf das Gesamtgefüge an, dass eine Ideologie ausmacht im Falle des Islam etwa der dort genuin enthaltene Antisemitismus sowie der Hass auf alle Nicht-Moslems.
    nie,and käme auf die Idee, den verbrechercharakter hitlers dahingehend zu relativiern, dass man plötzlich sagt: "Ja, aber der Mann hatte doch auch ganz positive Eigenschaften, wie Mut und Tatendrang sowie rednerisches Geschick und Überzeugungskraft". solche an sich positiven Eigenschaften wriken umso vernichtender, wenn sie sich in einem schädlichen Gesamtgefüge befinden.
    Seit Mohammed befindet sich der Islam im Krieg gegen alles und jedes, was dieser Ideologie zuwiderläuft. Warum ist das wohl so?
     
    "Eine islamistische Rezeption ist aber zum Glück nicht die einzige Lesart des Koran und daher halte ich eine Verurteilung einer Religion als prinzipiell terroristisch oder menschenfeindlich für unangemessen und langfristig gefährlich für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen."

    Also hilft nur schönreden, schönreden und nochmals schönreden, dazu Fakten verheimlichen, Unwahrheiten verbreiten und an angemessener Stelle tunlichst schweigen. Schließlich muss der Islam ja irgendwie als Friedensreligion akzeptiert werden, gell?
     
    "Humanisten, Liberale und säkulare Gläubige können und sollten im Kampf gegen religiösen Fanatismus an einem Strang ziehen und letztere sollten nicht mit Pauschalverurteilungen vergrault werden."
     
    Der Islam kennt keine "säkularen Gläubigen". Entweder Unterwerfung oder Kafir – beides zusammen gibt's im Islam nicht. Oder was denkst du, warum "moderne" Muslimas nur solange ohne Kopftuch herumluafen, bis der Islam herrscht? Dort nämlich, wo er herrscht, ist Schluss mit solchen Sünden.
    Das Pauschalurteil bwesteht nicht in der Darlegung von Fakten, sondern in der Faktenresistenz die in der aberwitzigen Behauptung mündet, der Islam sei ja "im Kern" oder auch "an sich" irgendwie friedlich, werde aber dummerweise nur endlos von zahllosen Deppen falsch verstanden, so dass man selbst diesen besser verstehe als ganze islamische Regierungen einschließlich Geistlichkeit.
    Der Islam war noch nie auf Respekt gegenüber anderen Weltbildern und kulten angelegt. Schon Mohammed hat Krieg geführt und gemordet – und genau das setzt sich bis heute fort.
    Das ist nun mal keine Friedensreligion.

  22. Frank Berghaus sagt:

    #21 Rechtspopulist am 3. Januar 2012 um 22:38

    Man kann ja in diesem Zusammenhang ganz interessante Feststellungen machen. Die mich umgebenden "Kulturmoslems" kennen ausser den fünf in der Schule gelehrten (friedlichen) Suren den Koran nicht. Das zählt wohl nach Erhebungen für ungefähr mindestens 80% der hiesigen Bevölkerung. Doch nun kommt's:

    Wer den  Koran wirklich liest (unter Beachtung der Abrogationsregeln) wird entweder Extremist (bis hin zum Terrorismus, wie unsere Salafisten hier) oder er wird (wenn er intelligent ist, was für die Mehrzahl meiner Freunde zählt) Ex-Moslem, Agnostiker oder Atheist. Den darüber hinausgehenden Humanismus bauen wir gerade erst auf – notabene hier in Tunesien. Die Seite "Esprit Libre" (Facebook) hat inzwischen fast 40.000 Mitglieder! Ich mische da auch gelegentlich mit ;-)

  23. Frank Berghaus sagt:

    #21 Rechtspopulist am 3. Januar 2012 um 22:38

    Ein besonders bizarres Beispiel habe ich der Familie meiner Frau. Ein Schwager von mir kam vor Jahren auf die Schnapsidee, den Koran auswendig zu lernen (weil das ja sehr hohes Ansehen bringt, besser als jede wissenschaftliche Leistung :-) ).

    Nachdem er etwa ein Drittel geschafft hatte, gab er auf und begann zu trinken. Vor dem endgültigen Alkoholismus rettete ihn nur seine neue Frau (bei der Hochzeit hatte er mich als Trauzeugen gebeten). Vielleicht hilft das ja ;-)

  24. Rechtspopulist sagt:

    #22Frank Berghaus am 3. Januar 2012 um 22:51
    Als ich dieses unsägliche Buch unter Beachtung der Abrogation (immerhin darf auch Allah seine Meinung schließlich mal ändern …) sowie der Chronologie gelesen habe, die ja aufgrund der blödsinnigen Anordnung der Suren nicht auf Anhieb sichtbar ist, bin ich aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Der Schwindel, das Gaunerhafte und Plumpe ist doch bei passender Chronologie solchermaßen offensichtlich – stets ist Allahs Wille an die Interessen Mohammeds gekoppelt.
    Banalitäten, Unsinn und Hass – so kann man das Ganze wohl am ehesten beschreiben. Es wirft letztlich kein gutes Licht auf unsere Spezies, dass solcher Quatsch weltweit einen derart gewaltigen Raum einnimmt.
    Des Kaisers neue Kleider sind ein Witz im Vergleich zu solchem Stuss.

  25. Indianerjones sagt:

    #23 Frank Berghaus am 3. Januar 2012 um 23:10
    Guten Morgen WiM, du kannst ja deinen Schwager , wenn er so gerne auswendig lernt, das Gußprodukt von Schiller empfehlen, das ist einigermaßen übersichtlich und auch noch chronologisch geordnet.:nerd:

  26. Matthias Stein sagt:

    Mir wird bei der Lektüre dieses Fadens – wieder einmal – klar, dass der Glaube von Menschen an etwas nicht fassbares, an das/den "grossen Unbekannten" an den Urgrund dessen, was diese Welt ausmacht, durch Religionsgemeinschaften, durch Organisationen missbraucht und gegen die Menschen verwendet wird.
    Es erscheint mir müßig darüber zu streiten Islam oder Islamismus, christliche Kirchen oder Evangelikale oder wie auch immer sich darstellende Religionsorganisationen einzuordnen sind.
    Allen ist gleich, dass sie:
    a) sog. heilige Bücher als "Gottes Wort" darzustellen versuchen
    b) eigene Regeln aufstellen, deren einziger Zweck es ist, die eigene Gruppe zu stärken und fremde Gruppen abzuwerten.
    c) die Menschen, die in ihren Einflussbereich geraten am liebsten unwissend halten – was die "Auslegung der heiligen Schriften" betrifft und dafür ein Exkluasivrecht für sich beanspruchen 
    d) jede individuelle Regung des eigenen Denkes, des Hinterfragens des Zweifels für ein Aufbegehren gegen die Organisation betrachten und deshalb einen "konstruierten Widersacher" als Teufel, Sheitan oder wie auch immer erfunden haben, den sie für das Verfehlen eines selbstkonstruierten Seelenheils verantwortlich machen und Menschen, die individuell denken bekämpfen – vorzugsweise in den eigenen Reihen. 
    Für mich bedeutet das, dass ich zwar über die Ursache warum Menschen nach Gründen für ihr Hiersein suchen nachdenken und (m)eine Meinung bilden kann, aber dass ich all denen, die vorgeblich Antworten, und zwar ausschliessliche und verbindliche Antworten geben, misstraue, weil mich die Erfahrung gelehrt hat, dass es kein endgültiges Wissen oder Wahrheit gibt und solche Organisationen nur endgültige, ewige und verbindliche "Wahrheiten" verkünden.
    matthias
    Im Übrigen bin ich der Meinung, daass das Konkordat und die Staatsverträge gekündigt werden müssen!

  27. uschu sagt:

    (Referenz: http://hpd.de/node/2410).
    Der Link funktioniert nicht

  28. Frank Berghaus sagt:

    #27 uschu am 12. Januar 2012 um 18:08

    Danke für die Info. Als sich das Material sammelte, funktionierte er noch. Ich weiss nicht, was die da gemacht haben, sorry, keine Absicht.

  29. Frank Berghaus sagt:

    Einen interessanten Versuch, den so genannten christlichen Humanismus mit pseudo-wissenschaftlichen Argumenten zu retten, findet sich hier: http://www.zenit.org/article-17690?l=german

  30. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Tier und Mensch sind zwar in der Tat beide Teil der Natur, aber nur der Mensch erweist sich als religiöses Wesen …. meint "zenit".

    Das ist nun aber garnicht so sicher. Hundegötter, Schweinegötter, Bärengötter, Löwengötter, Pferdegötter, Krähengötter, Schimpansengötter – wer vermag ihre Nichtexistenz zu beweisen? Was glauben Tiere über Dinge, die sie ratlos lassen?

  31. Argutus sagt:

    Das Wort "Humanismus" ist ja markenrechtlich nicht geschützt. Jeder, der mag, kann von einem christlichen, marxistischen, völkischen, islamischen oder sonst irgendeinem Humanismus schwadronieren. Das ist nicht verboten.

    Die Unterscheidung vom Humanismus im eigentlichen Sinn des Wortes fällt leicht – der braucht nämlich kein Adjektiv.

  32. pinetop sagt:

    Ich kann nichts finden, wie ich dem obigen Text widersprechen könnte. Aber die angebliche Einheit von Humanismus und Christentum wird noch lange die Gehirne vieler Mitbürger vernebeln.

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