Immanuel Kant *22.4.1724

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Da unser Blog, wie schon aus dem Namen hervorgeht, sich in ganz besonderer Weise dem aufgeklärten Wissen verschrieben hat, liegt es nahe, gelegentlich Bezug zu Denkern herzustellen, die dies ebenfalls als Motto ihres Wirkens in der Geistesgeschichte getan haben.

Da trifft es sich gut, dass wir heute – nur fünf Tage nach unserem Start – des Geburtstags eines Mannes gedenken können, der wie kaum ein anderer das kritische Denken einer ganzen Philosophenepoche befruchtet und beeinflusst hat. Es ist hier nicht der Ort, sich mit seinem Hauptwerk, der „Kritik der reinen Vernunft“, philosophisch auseinanderzusetzen, das sei für später vorbehalten, doch möchten wir nicht versäumen, einen großen Aufklärer zu ehren, dem der freie menschliche Geist fernab aller Dogmen und geistigen Beschränkungen das höchste Gut darstellte. Zwei Zitate sollen dies dokumentieren:

 „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere au de! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung."

"Wer einmal Kritik gekostet hat, den ekelt auf immer alles dogmatische Gewäsche an".

Schwierig vorstellbar, dass dieser Mann immer wieder von den verschiedenen Religionen und Konfessionen als „einer der ihren“ eingespannt wurde und wird. Kaum jemand in seiner Zeit könnte den etablierten Organisationen der religiösen Kulte ferner stehen als dieser Vordenker der geistigen Freiheit.

Mehr biographische Einzelheiten entnehmen Sie bitte http://hpd.de/node/1693

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Eine Antwort auf Immanuel Kant *22.4.1724

  1. In Kant's Schrift « BEANTWORTUNG DER FRAGE: WAS IST AUFKLÄRUNG ? » steht kurz nach den meist — und auch in diesem WB-Beitrag — zitierten Eingangsworten ein Satz, der, vielleicht, weil er einige wenige aus heutiger Perspektive problematische Worte enthält die ich in dem Zitat unten ausgespart habe, (leider) wohl kaum beachtet wird:

    Daß der bei weitem größte Teil der Menschen […] den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte, dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben.

    Eckhardt Kiwitt, Freising

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