Regeln

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Anmerkung aus aktuellem Anlass (10/15): Kommentare, die beim Anklicken direkt auf eine andere site springen, werden gelöscht. Die Leser müssen die Wahl haben, wohin sie springen wollen.

1. Allgemeines

Vernunftbegabte Wesen brauchen im Grunde kein Regelwerk, an das sie sich im gegenseitigen Umgang halten sollten: Sie wissen einfach, dass man sich zivilisiert aufführt, wenn man von anderen ernst genommen werden möchte. Das schließt persönliche Diffamierungen und Diskriminierungen aus, vor allem auch Verbalinjurien, die keinerlei Nutzen bringen, aber Verletzungen hinterlassen können, die vermeidbar sind.

WAS DU NICHT WILLST, DASS MAN DIR TU, DAS FÜG AUCH KEINEM ANDERN ZU

Dieser Kinderreim darf auch für erwachsene Menschen Richtschnur sein. Und der "andere" ist sicherlich nicht deswegen ein "Dummkopf", weil er eine andere Auffassung von den Dingen hat. Argumente austauschen, auch in aller Schärfe: JA, Beleidigungen: NEIN. Statt herumzupoltern sollten andere sprachliche Mittel zum Einsatz kommen. Pointierter Wortwitz, der zum Lächeln anregt, ist dabei meist wirkungsvoller als jedes Herumgemeckere.

Wem der Kinderreim nicht genügt, hier noch einmal für Erwachsene:

QUOD TIBI FIERI NON VIS, ALTERI NE FECERIS

Da WISSEN BLOGGT sich ausdrücklich zu den Prinzipien des säkularen Humanismus bekennt, bleibt es nicht aus, dass auch religionskritische Themen auf die Agenda gelangen, die nach aller Erfahrung immer zu besonders anhaltendem Streit anzuregen scheinen. Deshalb erscheint es angeraten, zu diesen speziellen Themen die folgenden Hilfestellungen zu beachten.

Es gilt zu unterscheiden zwischen:

a) der religiösen Person
b) der Religion
c) der religiösen Institution

Zu a) Der religiösen Person hat Respekt zu gelten wie auch der unreligiösen Person, solange beide nicht an den Grundfesten unserer FDGO rütteln. Erst dann – und nur aus diesem Grunde – wird auch die Person angreifbar. Grundsätzlich ist also die Person von der von ihr vertretenen Meinung zu trennen.

Zu b) Religionen dürfen/müssen wie alle anderen weltanschaulichen Positionen auch in ihren Inhalten diskutiert werden. Die Diskussion ist so zu gestalten, dass Kritikpunkte nicht als Schmähung oder Beleidigung der hinter einer Philosophie stehenden Personen interpretiert werden können.

Zu c) Religiöse Institutionen können wie alle anderen Institutionen auch (z.B. Parteien), die in der Öffentlichkeit wahrnehmbar sind, mit den Mitteln der politischen fairen Auseinandersetzung angegangen und kritisiert werden. Gleiches gilt für die Vertreter dieser Institutionen. Hier kann kein Ausnahmerecht geltend gemacht werden.

Speziell zu den Atheisten lässt sich festhalten, dass der Atheismus eine logisch isolierte Position ist, die über die sonstige Weltanschauung oder Ethik eines Menschen keinerlei Schlussfolgerungen zulässt. Daraus folgt, dass es für die Beurteilung des Atheismus völlig irrelevant ist, was irgendwelche Menschen, die auch Atheisten waren, Gutes oder Böses getan haben.

Religionen haben jeweils eine charakteristische Ethik. So gibt es Dinge, die ein Christ tun oder lassen sollte, weil er ein Christ ist. Für den Atheisten hingegen gilt das nicht. Der handelt, wie es seinem persönlichen Gewissen entspricht, nicht im Namen des Atheismus, denn das wäre mangels einer damit verknüpften spezifischen Ethik gar nicht möglich.

Ferner ist zu beachten, dass sich natürlich kein Atheist in seinem Atheist-Sein erschöpft. Zusätzlich hat er natürlich auch noch zahlreiche Meinungen zu allen möglichen Themen, die er auch als Theist haben könnte.

2. Sperre

Die Redaktion behält sich das Recht vor, gravierende Verstöße gegen die Regeln der kultivierten menschlichen Kommunikation durch Ausschluß eines Kommentators von WB zu sanktionieren.

Eine besonders schwere Form des Fehlverhaltens, deren schädliche Folgen nachträglich nicht mehr beseitigt werden können, ist das Fremd-Outen. Dabei handelt es sich um einen nicht tolerierbaren Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von Autoren oder Kommentatoren, die entschieden haben, anonym zu publizieren oder ein oder mehrere Pseudonyme zu verwenden

Wer Kommentatoren oder Autoren von WB hier oder anderswo outet, indem er ihre Anonymität bricht, ihr Pseudonym mit dam Klarnamen verknüpft, mehrere Pseudonyme derselben Person miteinander identifiziert oder persönliche Daten preisgibt, wird (je nachdem wie mutwillig das geschah) verwarnt oder auch sofort gesperrt.

Auch ein durch die betroffene Person früher durchgeführtes Selbst-Outing berechtigt nicht zur Wiederholung der darin enthaltenen Information als Fremd-Outing. Die einzige Ausnahme sind mehrere Namen, deren Identität von Anfang an außer Zweifel stand weil sie synonym verwendet wurden.

Eine weitere Form des Fehlverhaltens, die hier nicht geduldet wird, ist das Hacken, also der unberechtigte Zugang, den sich ein Nicht-Adminstrator zu solchen Teilen des Systems verschafft, die Adminstratoren vorbehalten sind, indem er auf irgendeine Weise die technischen Sperren umgeht.

Schließlich sei als dritter Punkt noch der Identitäts-Diebstahl genannt, also das Schreiben von Kommentaren unter dem Namen eines anderen Kommentators ohne dessen Zustimmung.

3. Moderation

Kommentatoren, deren schon gezeigtes Verhalten einer sachlichen und kultivierten Diskussion nicht zuträglich war, und die deshalb das Vertrauen der Redaktion bezüglich ihrer zukünftigen Beiträge verloren haben, können zeitweise oder dauerhaft unter Moderation gestellt werden. In diesem Fall erfolgt zwar keine Sperre, aber bei jedem einzelnen Posting wird entschieden, ob es veröffentlicht wird oder nicht.

Das Vertrauen der Redaktion kann auch durch das Verhalten auf anderen Blogs verloren gehen. WB anderswo im Internet schlecht zu machen sowie die demonstrative Solidarisierung mit Personen, die WB bereits geschadet haben und deshalb hier gesperrt sind, sind diesem Vertrauen in hohem Maße abträglich. In hartnäckigen Fällen kann das auch ein Sperrgrund sein.

4. Schweige-Intervall

Wenn die Moderation über einen längeren Zeitraum nicht zu einer merklichen Verbesserung führt oder andere Gründe das ratsam erscheinen lassen, kann die Redaktion einvernehmlich einen Zeitpunkt beschließen, bis zu dem keine weiteren Postings eines bestimmten Kommentators entgegengenommen werden. Die Verhängung dieses Zustands und seine Befristung werden in einem redaktionellen Zusatz zum letzten noch veröffentlichten Kommentar bekanntgegeben.

5. Distanzierungen

Das Prinzip der Meinungsfreiheit schützt auch jene Kommentare, die der redaktionellen Linie und dem Anliegen vom WB stark widersprechen (wenn sie sachlich sind und sich persönlicher Diffamierungen und strafbarer Aussagen enthalten). Um das Ansehen von WB nicht zu gefährden, erhalten die jedoch einen Distanzierungs-Hinweis (hinter einem schwarzen Balken steht dann: "Die Redaktion distanziert sich von diesem Kommentar"). Dem kann fallweise auch eine Begründung oder sonst ein redaktioneller Text hinzugefügt werden.

Die Redaktion weist jedoch ausdrücklich darauf hin, daß das Fehlen eines solchen Hinweises allein noch nicht als redaktionelle Zustimmung zu einem Posting gewertet werden kann.

6. außerdem bitten wir zu beachten

Literaturhinweise sind willkommen, wenn sie entweder erbeten wurden oder jenen von Nutzen sein können, die sich in die jeweils besprochene Materie weiter vertiefen wollen. Keinesfalls aber ist es statthaft irgendeine Lektüre (egal ob verlinkt oder nicht) als Diskussions-Voraussetzung zu präsentieren. Alle Argumente sind explizit im jeweiligen Diskussionbeitrag zu formulieren und zwar nicht als Zitat sondern mit eigenen Worten.

 

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