Wunderheilungen

image_pdfimage_print

Wort zum Sonntag, den 14.2.2021: Mk 1,40-45: Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du mich rein machen. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an und sagte zu ihm: Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis. Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte, sodass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

Der Jesus verbietet das Weitererzählen seiner Wundertaten! Wozu wundertätigt er dann, wenn nicht aus Reklamegründen? Natürlich hat der Prediger Jeschua ben Josef keine Wunder tun können, er war ja kein allmächtiger Gottessohn, sondern der Sohn eines Zimmermannes! Und seine Wunderreklame wurde eben so wie oben geschildert verbreitet, Anhänger erzählten Wundergeschichtchen und die Leute sollten das glauben! Die katholische Kirche hat das ja durch die Jahrhunderte auch so gemacht, das mit den Wundern hat sich erst in den letzten Jahrzehnten aufgehört, im einst wundervollen Pilgerort Lourdes gibt’s z.B. seit den 1980er-Jahren keine kirchlich offiziell anerkannten Wunder mehr.

Aber das nur nebenbei, was predigt heute der Herrn Schönborn? Er bekennt sich zur christlichen Wunderreklame, er schließt nämlich so: „Vielleicht hilft uns die Geschichte dieses wunderbar Geheilten besser zu verstehen, warum Gott immer wieder Einzelnen diese Gnaden schenkt: ‚Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte.‘ Nicht alle Kranken werden durch ein Wunder geheilt, aber alle sollen erfahren, dass es Wunder gibt. Die Wirkung dieser Heilung war gewaltig: Jesus muss sich verbergen, denn ‚die Leute kamen von überallher zu ihm‘. Das Zeugnis des Geheilten führt viele Menschen zu Jesus. So ist es bis heute. Wer von Jesus berührt worden ist, wer seine Barmherzigkeit erfahren hat, den wird es drängen, anderen davon zu erzählen, auch ohne selber eine Wunderheilung erhalten zu haben.“

Also meinereiner hat noch nie einen getroffen, den der Jesus geheilt oder berührt hätte. Solche Leute bräuchten ja eine psychische Behandlung! Der Schönborn schraubt jedenfalls seinen Jesus herunter, der braucht keine Wunder mehr tätigen, es genügt wenn sich wer einbildet, von Jesus barmherzig berührt worden zu sein! Warum bringt der Herr Kardinal kein einziges Beispiel dazu? Hat ihn der Jesus nicht barmherzig berührt und ihn dann auf den Weg zum Priester, Bischof und Kardinal geführt? Oder denkt er sich selber auch, dass ihm das kaum wer glauben würde? Amen.

Entnommen bei www.atheisten-info.at

Visits: 5253 Today: 49 Total: 800683
Mehr zum Thema:

Ein Gedanke zu „Wunderheilungen

  1. Der weitbekannte biblische Tatsachenbericht von Jesus und dem Aussätzigen hat mit wieder einmal das Herz -und damit die Seele- berührt. Der Aussätzige war natuerlich Unrein, gewissermaßen verdient, denn sonst haette Gott ihn nicht mit einem Aussatz befleckt. Der Allwissende hatte wohl Vertrauen in die Glaubenstiefe des Befleckten. Gott wollte bestimmt wieder mal einen seiner wundersamen Versuche durchführen, um zu sehen, wie weit er gehen kann mit Leid und Schmerz bevor eines seiner Versuchskaninchen komplett vom Glauben abfällt und lieber drei und einhalb Ewigkeiten in der Hölle verbringt als noch einen weiteren Tag Gottes Quälereien hinzunehmen.
    Es war ein himmlischer set-up: Gott ließ den verzweifelten Aussätzigen sich selbst, also Jesus, über den Weg laufen, der, wie erhofft, beim Anblick solch himmlischer Pracht und Macht vor Jesus niederfiel und Heilung/Reinigung erheischte. Der Allwissende liess den Aussätzigen dann nicht mehr lange zappeln, denn er hatte ja dessen Glaubenstiefe herausgefunden. Das war ja das Ziel des Experiments. Gott entfernte die Sünde (den Aussatz) und machte den Mann rein.

    Ich träume in meiner engen, schlichten, kalten und durchaus unbequemen Klosterzelle sehr häufig von Erlebnissen des Heilands im heiligen Land. Die ehrwürdige Schwester Oberin versicherte mir, dass besonders die ganz frommen und wundersamen Träume ganz gewiss auf himmlischer Eingabe beruhen, und dass ich sie zur Erbauung meiner frommen Mitschwestern und anderer Menschen fleissig weiter erzählen soll. Jesus hat auf Erden unzähligen Millionen Menschen auf vielerlei Weisen geholfen, und die Geschichte berichtet nichts davon, weil fast alle der von Jesus Berührten gehorsam waren und über ihre Heilung schwiegen.
    Auch ich gehöre zu diesen verschwiegenen Menschen. Nie werde ich erwähnen, dass ich einmal für einen Moment einen geradezu ketzerischen Zweifel an der Unfehlbarkeit an einem der heiligen Väter hatte. Ich geisselte mich, trank zur Buße das Weihwasserbecken leer, und schnüffelte ein ganzes Kilo Weihrauch. Ich ward gerettet (gereinigt).

    Es ist ein Glaubensverfall, dem sich seuchenhaft verbreitendem Atheismus zu beugen. Der Glaube an Wunderheilung hat früher nicht geschadet. Dieser Glaube kann somit auch heute nicht schaden. Wir müssen auch ein bisschen wissenschaftlich denken und uns vor der Wirksamkeit anderer Heilmethoden nicht verschliessen. Ich denke da an das Gebet, Reliquien, Handauflegen, Heilsteine, und natuerlich auch an die wundersame Wirksamkeit der Globuli. Nicht zu vergessen das fantastische Mega Placebo Forte.

Schreibe einen Kommentar