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Wort zum Sonntag, den 18.4.2021

Lk 24,35-48: Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Als sie es aber vor Freude immer noch nicht glauben konnten und sich verwunderten, sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen. Dann sagte er zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht. Darauf öffnete er ihren Sinn für das Verständnis der Schriften. Er sagte zu ihnen: So steht es geschrieben: Der Christus wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem Namen wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden. Angefangen in Jerusalem, seid ihr Zeugen dafür.

Salem aleikum! Das kennt meinereiner seit er als Bub Karl May gelesen hat! „Der Friede sei mit Euch“ auf arabisch! D.h. auf Wikipedia steht das als üblicher arabischer Gruß so: „as-salāmu alaikum – der Frieden auf euch!“ Auf jüdisch heißt dieser Gruß laut Wikipedia so: „Shalom aleichem“, da hatte man wohl gemeinsame alte Sprachwurzeln. Wenn man bei uns religionsfrei grüßt, sagt man „Guten Morgen“, „Guten Tag“, „Guten Abend“ – ein direkter Friedenswunsch ist da nicht dabei, aber ein guter Tag wird ja auch ein friedlicher Tag sein müssen!

Aber das nur nebenbei, was summiert heute der Herr Schönborn predigtmäßig auf? Er schreibt zusammenmfassend: „Wir sehnen uns alle nach Frieden, aber nur selten gelingt es uns, in Frieden zu leben. Gewiss, wir haben in Österreich seit 75 Jahren keinen Krieg. Im Vergleich zu anderen Ländern haben wir geordnete Verhältnisse. Und das ist die Voraussetzung für sozialen Frieden. Aber an Streit und Hass, an Neid und Eifersucht fehlt es trotzdem nicht. Wir wissen, wie schwer es sein kann, Frieden in eine zerstrittene Familie zu bringen, und welcher Segen es ist, wenn Versöhnung gelingt. ‚Christus ist unser Frieden‘, sagt der Apostel Paulus: ‚Er hat in seiner Person die Feindschaft getötet.‘ An Jesus kann ich anschaulich sehen, wie der Weg zum Frieden aussieht. Jesus beginnt einfach damit, dass er auf völlig berechtigte Vorwürfe verzichtet. Deshalb berührt es mich so sehr, dass er bis heute mit diesem Gruß in unsere Mitte tritt: ‚Friede sei mit euch‘.“

Ja, da heuchelt er wieder durch die Gegend, der Herr Bischof! Er sollte dabei doch zum Beispiel auch an den „Dreißigjährigen Krieg“ denken, der tobte von 1618 bis 1648 zwischen der Katholischen Liga und der Protestantischen Union, der 30jährige Krieg forderte an Gefallenen und durch Kriegsfolgen Umgekommene – gerechnet auf die damalige Bevölkerungszahl – mehr Menschen als der erste und zweite Weltkrieg zusammen! Die europäische Bevölkerung wurde damals aus religiösen Gründen um mehr als ein Drittel dezimiert! Oder die anderen Bräuche in den Zeiten als die katholische Kirche Europa beherrschte und die Unterwerfung für alle Menschen Pflicht war, Ungläubige und sogenannte „Hexen“ in Massen exekutiert wurden, wo war da der Friede? In der Asche der Scheiterhaufen? Es dauerte bis tief ins 20. Jahrhundert bis die katholische Allmacht endgültig gebrochen und damit gesellschaftlicher Friede überhaupt erst denkbar wurde! Der Jesus hat durch die Jahrhunderte nicht die Feindschaft getötet, sondern in seinem Namen wurden seine angeblichen und wirklichen Feinde verfolgt! Der Friede des Jesus war nur ein Friede für die Jesusgläubigen! Aber heutzutage kann uns der Jesus gern haben, wir ihn aber nicht…

Entnommen bei www.atheisten-info.at