Wort zum Sonntag, den 9.5.2021

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Jh 15,9-17: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf, dass ihr einander liebt.

Es ist immer wieder lustig, wenn man Bibeltexte liest, in denen die heilige Dreifaltigkeit keine Rolle spielt. Kann auch gar nicht sein, weil der Jesus hat ja noch nichts gewusst davon, dass er die zweite Falte in einem dreifaltigen allmächtigen Gott ist, weil diese Lehre wurde – wie auch in Wikipedia steht – „seit Tertullian durch verschiedene Theologen, wie besonders Basilius der Große, und Synoden zwischen 325 (Erstes Konzil von Nicäa) und 675 (Synode von Toledo) entwickelt“. Der Jesus selber war noch keine Falte in einem allmächtigen dreifaltigen Gott! Er folgte gemäß der Bibel bloß den Befehlen seines Vaters!

Aber das nur nebenbei, wie resümiert heute der Herr Bischof von Wien seine Predigt? Der Schönborn schließt so: „Freundschaft mit Jesus: Das ist zuerst ein Geschenk, ein Angebot Jesu. ‚Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.‘ Freundschaft kann man nicht fordern. Sie kann nur wachsen, reifen, sich bewähren. Die Initiative geht von Jesus aus. Er hat seinen Jüngern seine Freundschaft dadurch gezeigt, dass er sich ihnen ganz anvertraut hat: ‚Ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.‘ Nur dem Freund vertrauen wir das Persönlichste aus unserem Leben an. Nichts schmerzt mehr, als wenn dieses Vertrauen verletzt wird. Ob dann die Freundschaft wiederhergestellt werden kann? Petrus hat das erlebt, als er Jesus in der Nacht der Gefangennahme dreimal verleugnet hat. Seine bitteren Tränen zeigen, wie sehr es ihn geschmerzt hat, dass er den besten Freund aus Feigheit verleugnet hat. Deshalb gehört Versöhnung unter Freunden zu den freudigsten Momenten. Da erst wissen wir, wie kostbar die Freundschaft ist.“

Die Erwählung der Katholiken erfolgte geschichtlich nicht durch den Jesus, sondern durch die zwangsweise Einführung der christlichen Religion als Staatsreligion des Römischen Reiches durch das Dreikaiseredikt von 380! Aber das kennen die regelmäßigen Besucher dieser Site eh schon längst, laut Textzähler kamen „Dreikaiseredikt“ und „380“ bisher zusammen in einer html 41mal vor, jetzt sind’s 42mal! Und jetzt noch eine Wiederholung: Meinereiner ärgert sich immer noch darüber, dass seinerzeit vor 74 Jahren das katholische Taufen von Kindern noch allgemeine Bürgerpflicht war und meinereiner darum zwölf Jahre lang den Religionsunterricht besuchen und jede Schulwoche zwei Religionsstunden lang lügen und heucheln musste! Und der Ärger darüber motiviert meineneinen immer noch dazu, diese Site zu betreiben, Amen, so ist es!

PS: Die Formulierung „lügen und heucheln“ kommt auf dieser Site 38x vor!

PPS: Heute war es schon die 600. Predigt, das erste Atheisten-Wort zum Sonntag erschien am 4. Juli 2010, anfangs geschah das eher noch unregelmäßig…

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