Gott geht nicht in Rente

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Das ließen die Vatican-News am 22.6.2921 wissen! Denn das war die Botschaft des Papstes zum Tag der Großeltern. Konkret heißt es: „“Gott ist uns immer nahe – er ist ewig und geht nie in den Ruhestand, niemals.“ Er selbst sei ja auch schon im „Ruhestandsalter“ und habe vor seiner Wahl zum Papst gedacht, „dass ich nicht mehr viel Neues anfangen könne“, so Franziskus in dem Text, der mit Blick auf den kirchlichen Welttag der Großeltern und Senioren verfasst wurde. Der 84-jährige Franziskus hat diesen Welttag eingerichtet, er wird dieses Jahr am vierten Juli-Sonntag zum ersten Mal begangen.
Weiter heißt es: „Ich bin alle Tage mit euch“ (vgl. Mt 28,20b) – um dieses Wort Jesu an die Jünger kreist die Papstbotschaft. „Der Herr kennt alle unsere Leiden in dieser Corona-Zeit“ – „Dies sagt er heute auch zu einem jeden von euch. ‚Ich bin alle Tage mit dir, lieber Großvater, liebe Großmutter.‘ … Die ganze Kirche ist euch nahe. Oder sagen wir besser: sie ist uns nahe. Du bist ihr nicht gleichgültig, sie liebt dich und möchte dich nicht allein lassen!“
Das gelte gerade auch angesichts der schweren Prüfung, die die Corona-Pandemie für alte Menschen bedeute. „Der Herr kennt alle unsere Leiden in dieser Zeit. Er ist denen nahe, die die schmerzliche Erfahrung machen, bei Seite geschoben zu werden; unsere Einsamkeit – die durch die Pandemie noch verschlimmert wurde – ist ihm nicht gleichgültig.“

Soweit die Meldung der Vatican-News. Nicht erläutert wird, warum der fleißige Gott sich nicht um das menschliche Leid kümmert, also z.B. den Corona-Virus mit seiner dreifaltigen göttlichen Allmacht aus dem Verkehr zieht! Oder schöpft er mit der COVID-19-Krankheit die Bösen und/oder die Guten aus dem irdischen Leben? Die einen, um sie in der Hölle zu bestrafen, die anderen, um sie im Himmel zu belohnen und die Zwischensorte, um sie mit einer zeitlich begrenzten Fegefeuerstrafe zu belegen. Dass nur eine der drei Kategorien die Corona-Ansteckungen bekommt und daran stirbt, ist bisher schließlich nicht aufgefallen.

Aber unsereiner ist ja ehrlich! Gott wird wieder einmal freigesprochen, er kann nix für diese Krankheit, die es wirklich gibt und an der bis gestern weltweit 180.374.256 erkrankt und 3.907.694 gestorben sind, denn – wie gesagt – die Krankheit gibt’s wirklich, Gott ist jedoch bloß eine Schimäre, also eine Einbildung, ein Trugbild, ein Hirngespinst! Schimären können nix für Pandemien und können auch nicht auf Rente gehen, Gott kann maximal aus zunehmend mehr Menschenköpfen verschwinden, allerdings nicht aus eigener Gotteskraft, sondern weil Menschen ja über Religionen kritisch nachdenken können. Menschen haben dereinst Götter erschaffen und sie können sie auch entsorgen! Äpfel, Regenwürmer oder Pferde haben nie Götter gehabt, weil dazu braucht man abstraktes Denken, als Menschen ihr Denken in den frühen Stufen über den Instinkt erhoben, waren Götter die Erklärung für alle unerklärbaren und unsteuerbaren Erscheinungen, wie hier schon oft geschrieben, Blitz und Donner waren kein Produkt elektrischer Spannungen, sondern wurden vom Donnergott verursacht, der seinerzeitige alte Donnergott, in unseren Breiten „Donnar“ genannt, steckt immer noch im Wochentag „Donnerstag“, zum Blitz und Donner erklären, dazu braucht man den Donnar nimmer, auch an die heutig noch vorhandenen Götter wird zunehmend weniger geglaubt, hier wieder einmal die Götter-Umfrage-Tabelle aus der Zeitung STANDARD von 2018 (die nächste kommt vielleicht 2022):

Da ist z.B. recht lustig, dass noch fast 50% an die Jesuskreuzigung glauben (die kann ja wirklich passiert sein), aber nur noch 20 % an den Hauptlehrsatz der Christenlehre, nämlich an die Auferstehung des Jesus!
Damals war in vier Jahren der Glaube im Durchschnitt von 35 auf 25 % zurückgegangen, das wird sich wohl auch weiterhin so entwickeln…

Entnommen bei www.atheisten-info.at

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2 Gedanken zu „Gott geht nicht in Rente

  1. Von Beginn an brauchte man Götter, um die Dinge zu erklären, die man sich nicht selbst erschliessen konnte. Damit wurden sie im Laufe des Fortschritts an Wissen unvermeidlich zu Lückenbüssern mit immer engeren Freiräumen.

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