AfD-Wähler sollten Hans-Georg Maaßen die Erststimme geben

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(Michael van Laack) Laut einer Forsa-Umfrage tendieren im Wahlkreis 196 (Suhl – Schmalkalden-Meiningen – Hildburghausen – Sonneberg) aktuell 30 % der AfD-Stammwähler dazu, mit der Erststimme nicht ihren Direktkandidaten Jürgen Treutler sondern den von Angela Merkel aus dem Amt geputschten und in weiten Teilen des eigenen Partei-Establishments verhassten ehemaligen Präsidenten des Verfassungsschutzes – Hans-Georg Maaßen – zu wählen.

Und das ist auch gut so! Denn es ist die einzige Antwort, die ein Patriot in diesen Tagen auf das skandalöse Verhalten hochrangiger CDU-Kader geben kann. 30 % AfD-Stimmen für Maaßen sind allerdings noch nicht genug, denn in den Umfragen liegt der ehemalige Biathlonstar und Bundestrainer Frank Ullrich vorn, der für die SPD kandidiert. Von Politik versteht dieser Mann ungefähr so viel, wie ein Friseur von einer Operation am offenen Herzen.

Die CDU ist der Erzfeind der AfD

So betrachtet sollte es jedem AfD-Wähler oder gar Mitglied ein Gräuel sein, auf dem Wahlzettel bei der CDU ein Kreuz zu machen. Zumal Spitzenkandidat und Möchtegern-Kanzler Armin Laschet erst jüngst in mehreren TV-Runden und Interviews sein Mantra wiederholt hat, dass die CDU mit der AfD nicht koalieren, nicht kooperieren, nicht einmal reden werde.

Deshalb kommt für Bürgerliche und Patrioten nur die AfD infrage. Eigentlich! Doch bei Hans-Georg Maaßen sollten diese Wähler eine Ausnahme machen. Zum einen, um ein Zeichen zu setzen, dass sie nicht vergessen haben, unter welch schäbigen Umständen er aus dem Amt geputscht wurde.

Zum anderen, um in diesem Wahlkreis zu demonstrieren: Als Patrioten lassen wir es nicht zu, dass ein Mann auf offener Bühne demontiert und diskreditiert wird, dass man ihn die Nazi-Ecke stellt, seine politische Karriere (ja beinahe schon seine Biografie zerstört), weil er des wagte, die Bundeskanzlerin der Lüge zu überführen.

Laschets Zukunftsteam würde SPD wählen

Zwar äußerte sich mit Bildungsministerin Karin Prien nur ein Mitglied aus Laschets Zukunftsteam dergestalt, dass sie Maaßen nicht wählen würde, wenn sie in seinem Wahlkreis gemeldet wäre, aber die ausbleibende negative Reaktion auf ihre subtile Empfehlung, in diesem Fall eher der SPD die Erststimme zu geben, zeigt Einverständnis durch Stillschweigen.

Laschet erklärte sogar, diese Empfehlung zur Wahl des Kandidaten einer anderen Partei stelle für ihn keinen Grund dar, Karin Prien aus seinem Zukunftsteam zu entfernen. Augenscheinlich ist für ihn und die CDU insgesamt parteischädigendes Verhalten mittlerweile ein strategisches Tool bei der Bekämpfung von als Merkel-Kritiker identifizierten „Parteifreunden“.

Erststimme für Maaßen als Zeichen des Widerstands

Die AfD argumentiert im Bundestagswahlkampf immer wieder zu Recht, dass eine Zweitstimme für kleine Parteien (wie z. B. die Freien Wähler) eine verschenkte Stimme ist, wenn man sich von CDU und CSU abwenden will, weil diese Parteien keine Chancen haben, in den Bundestag zu kommen. So gehen der AfD wertvolle Stimmen verloren in ihrem Bestreben, auch im neuen Bundestag wieder als starke Oppositionskraft vertreten zu sein.

Das gleiche Argument lässt sich in der besonderen Situation im Wahlkreis 196 auf die Erststimme anwenden. Jede Stimme für den AfD-Direktkandidaten Jürgen Treutler ist eine verlorene Stimme. Denn er hat keine realistische Chance auf Platz 1. Aber in diesem Wahlkreis kandidiert einer der wenigen noch verbliebenen echt konservativen und dem Vaterland verbundenen CDU-Mitglieder.

Erststimme für Maaßen auch Zeichen der Solidarität

Er repräsentiert jene CDU, die wir sahen, bevor die Gründung der AfD im wahrsten Sinne des Wortes NOTwendig wurde. Ihn gilt es zu stärken gegen jene sich nur noch Demokraten nennenden Unionspolitiker-Gestalten, die auch im nächsten Deutschen Bundestag wieder zu Hunderten vertreten sein werden.

Und mit dem Erststimmen-Kreuz für Hans Georg Maaßen würden die AfD-Wähler in Suhl noch ein weiteres Zeichen setzen: Dass sie es ernst meinen mit ihrem Patriotismus, ihrer Vaterlandsliebe. Sie würde demonstrieren, dass sie im entscheidenden Moment bereit sind, über den eigenen Parteischatten zu springen und jenem Kandidaten ihre Stimme zu geben, der um der Wahrheit willen seine Karriere aufs Spiel gesetzt und das Partei-Interesse dem Wohl des Vaterlandes untergeordnet hat.

Zuerst das Land, dann die Partei, dann die Person. Leider ist dieses Denken heute nicht nur nicht mehr selbstverständlich, sondern zur Rarität geworden. Und jene, die sich diesem Denken und entsprechenden Handeln verpflichtet fühlen, werden von den sich selbst als „anständig“ und „aufrecht“ bezeichnenden Vertretern des Establishments mit zunehmender Verve und Härte bekämpft. Denn sie gefährden die Etablierung jener politischen Religion, die sich gern „unsere Demokratie“ nennt.

Eine Erststimme für die Vernunft

Denn auch nach seinem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt nahm und nimmt Maaßen kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, vor jenen zu warnen, die uns alle zu gehorsamen Gliedern eines bunten (linken) Multikuti-Staates umerziehen wollen und die äußeren und inneren Feinde Deutschlands klar zu benennen.

Einmal mehr geht er in diesen Wochen „All-In“, riskiert bei einer Niederlage den Verlust des Restes seiner Reputation. Ihm in dieser Situation seine Stimme zu verweigern, wäre ein klares Zeichen dafür, dass wir Konservative, Bürgerliche und Patrioten in puncto Solidarität kein bisschen besser sind als die Unionsparteien und alle anderen Linksgrünen. Hans-Georg Maaßen ist eine der wenigen Stimmen der Vernunft in der CD. Deshalb will Merkels Entourage ihn endgültig zum Schweigen bringen. Denn Vernunft leitet den inneren Kreis der Macht – dem Maaßen einst selbst angehörte – schon lange nicht mehr.

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