MSM und „Freie Medien“ in der Pandemie: Ihr Geschäft ist die Spaltung der Gesellschaft!

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(Michael van Laack) WARNHINWEIS: Dieser Artikel könnte Spuren realistischer Betrachtungsweisen enthalten. – „Angst fressen Seele auf“ ist ein über Jahrzehnte viel zitiertes Wort, das irgendwann während der „fetten Jahre“ in Vergessenheit geriet. Dann aber kam Schröder, nach ihm Merkel und mit ihr kam die Angst zurück.

Die Angst vor Atomkraft, vor dem Tod des Wohlstands im Zuge des Sterbens des Euros, vor einer Überfremdung (auch schon lange kein Standardbegriff mehr) durch chaotische Migrationspolitik, vor dem Untergang Deutschlands und damit der ganzen Welt durch den Klimawandel. Und nun Corona!

Im Angstmodus gefangen

Panik in allen Gesichtern. Manche fürchten ein Szenario ähnlich des „Schwarzen Todes“ während der Pestzeit, wenn die Bürger Deutschlands, Europas, ja der ganzen Welt sich nicht in regelmäßigen Abständen gegen Corona boostern lassen. Andere fürchten, die Pandemie sei einzig und allein ein Szenario, das Huxleys schöne neue Welt vorbereiten solle: also den Great Reset, den Weg in eine totalitär geführte Weltgemeinschaft. Wieder andere fürchten sich vor erheblichen – natürlich noch nicht sichtbaren – Spätfolgen der Impfung oder vermuten gar ein Genexperiment hinter der Kampagne.

Alle – und das ist das besonders Tragische an der aktuellen Situation – führen in sich schlüssige (also gute) Gründe an, warum ihre Sicht der Dinge die einzig richtige sei. Und so ist unser Gemeinwesen in einem Käfig gefangen, dessen Stäbe aus Angst und Furcht bestehen. So z. B. Angst vor eigenem Leid und Tod, besonders ausgeprägt bei jenen, die ein Weiterleben nach dem biologischen Tod negieren; die Furcht, indirekt für den Tod Dritter verantwortlich gemacht zu werden, wenn man sich nicht impfen lässt; die Angst vor einem andauernde Kontrollverlust und der Etablierung einer Gesellschaft der Unfreien. Kurz: Die Zerstörung der Demokratie.

Spalter und Gespaltene: Alle sind allen alles geworden

Die Gesellschaft ist gespalten. Keine Frage! Aber nicht erst seit Corona. Schon weit zuvor haben Politiker jeder Couleur (JEDER!), der staatlich gelenkte ÖRR, die MSM und selbstverständlich auch die sogenannten „freien Medien“ in Fragen des Klimawandels, der Migration, Gender Mainstream usw. massiv verbal aufgerüstet und so dazu beigetragen, dass sich das System der Einteilung der Gesellschaft in Mehrheit und Minderheit, in Gute und Böse, in Täter und Opfer bis zur Perfektion entwickeln konnte.

Immer mehr Multiplikatoren gefallen sich als Brunnenvergifter

Wer wie Politik und ÖRR täglich den Druck auf die Bevölkerung erhöht, es nicht nur zulässt, sondern gar befördert, wenn Ungeimpfte im wahrsten Sinn des Wortes als Volksschädlinge diskreditiert werden, der mag zwar keinen langfristig wirkenden Spaltpilz säen wollen, aber nimmt billigend in Kauf, dass andere ihn säen. Regierung und Leitmedien hätten die moralische Verpflichtung, sich zumindest in bestimmten Fragen schützend vor jene zu stellen, die sich nicht impfen lassen wollen. Die vierte Säule der Demokratie – bereits in der Migrationskrise ihrer Rolle kaum mehr gerecht werdend – erweist sich in diesen entscheidenden Monaten als Totalausfall.

Aber auch die reichweitenstarken der sogenannten freien oder alternativen Medien (häufig Youtube-Channels oder Blogs von schon vor ihrer virtuellen Karriere bestens vernetzten Privatleuten, die es entweder noch nie nötig hatten oder wegen beruflicher Erfolge vor ihrer Zeit als Youtube-Star oder Top-Blogger eigentlich gar nicht mehr nötig haben, Geld zu verdienen bzw. durch die Erfolge in ihren jeweiligen Echokammern auf Jahre des Drucks ledig sind, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen), ziehen es vor, das Angstlevel zu erhöhen, die Spaltung der Gesellschaft zu verstetigen und ihren Lesern täglich zu bestätigen, dass ihre (und nur ihre) Haltung es verdient, Haltung genannt zu werden. Mit umgekehrten Vorzeichen spielen sie das Gut-und-Böse-Spiel der Regierung, des ÖRR und der MSM.

Die Gemeinschaft zerfällt

Bei Lesern, denen ständig eingeredet wird, dass sie (in welchem Bereich auch immer) Opfer von wem oder was auch immer sind, steigen nicht nur Gefühle wie Hilf- und Hoffnungslosigkeit. Nein, sie solidarisieren sich mit anderen „Hilflosen“. Die reichweitenstarken Medien und Multiplikatoren jeder politischer Couleur erzeugen die Illusion einer Gemeinschaft, die nicht oder nur virtuell existiert. Denn sie ist keine wirkliche Wertegemeinschaft sondern existiert ausschließlich um der Impfung willen. Die Hilf- und Hoffnungslosen scharen sich zusammen, um den staatlichen Entscheidern und den folgsamen (untertänigen?) Bürgern zu demonstrieren: Wir sind stark, wir sind viele, uns brecht ihr nicht!

Tatsächlich aber zeigt sich bei einem etwas genaueren Blick: Die virtuelle Querfront der ungeimpften oder geimpften Verteidiger der Rechte Ungeimpfter (die nur in geringem Teil identisch ist mit der Querfront auf der Straße), ist in sich tief zerstritten. Wie in allen anderen Bereichen gibt es auch hier Gemäßigte und Radikale. Letztere zeichnen jedoch das Bild der ganzen Gruppe im Außenverhältnis, also in der Wahrnehmung der Impfbefürworter, die den von der Regierung geforderten Solidaritäts-Tribut entrichten.

Dogmatiker hüben wie drüben

 „Wehe, Du erkennst auch nur irgendetwas Gutes an den Beschlüssen der MPK oder hältst die Impfstoffe auch zu nur 0.0001 % für wirksam. Dann gehörst Du nicht mehr zu uns, Du Covidiot, Du Bill Gates-Jünger, Du Oberpriester einer neuen Weltordnung“. Innerhalb dieser tatsächlich oder auch nur scheinbar die Grundrechte verteidigenden Gruppe der Hilf- und Hoffnungslosen bieten und verlangen die Multiplikatoren (die Reichweitenstarken) Arkandisziplin in Wort und Schrift.

Was sie dem Staat zurecht vorwerfen (Etablierung einer politischen Religion, die sich als Eigentümer der Grundrechte betrachtet), versuchen sie auf einem anderen Weg selbst zu erreichen. Sie verstehen sich als Fürsprecher aller Ungeimpften und erklären Geimpfte zu Trotteln, zu Sklaven, zu freiheitsverachtenden Untertanen, fordern gar Impfverbote. Vor allem aber: Jeder, der nicht auf dem gleichen Weg und mit den gleichen Mitteln die Grundrechte verteidigt, wie sie es tun, gehört nicht zur Gemeinschaft, ist kein wahrer Freiheitsfreund.

Primär geht es um Verfestigung der Spaltung

Ganz oder gar nicht, gehen oder bleiben. Diese Multiplikatoren und Reichweitenstarken erklären ihren sich hilf- und hoffnungslos fühlenden Lesern. Hütet euch vor denen, die zwar Eure Grundrechte verteidigen, aber behaupten, die Impfung hätte eine positive Wirkung hinsichtlich des Krankheitsverlaufs. Ihr Ziel ist es, Jünger einer reinen Lehre um sich zu scharen, für die sie als Freiheitshelden fungieren können.

Auf der anderen Seite das Gleiche: Stellt sich ein Politiker, Journalist, Schauspieler als Geimpfter schützend vor die Ungeimpften oder erklärt gar, selbst ungeimpft zu sein, sehen wir einen virtuellen Empörung- und Verfolgungsdruck und vor allen Dingen öffentliche Distanzierung von Freunden.

Nur wenig ist, wie es scheint

Was mich selbst betrifft. Knapp zwei Jahre und 1.000 Artikel war ich – dass darf ich gewiss, ohne gegenüber David Berger respektlos zu erscheinen, so schreiben – nicht nur hinsichtlich des Arbeitsaufkommens (Moderation des Blogs, Administration der Facebookseite und des Twitter-Accounts) der federführende Teil des Duos Berger/van Laack, kenne also Abläufe und Inneneinsichten eines reichweitenstarken Blogs ebenso gut, wie ich seine Außenwirkung einschätzen kann.

Und eben deshalb bin ich sehr traurig… Nein… Ich bin enttäuscht, wenn ich sehe, wie Reitschuster, Tichys Einblicke, PI-News, Journalistenwatch und andere aus dem Kreis des 2018 gegründeten und mittlerweile toten „Vereinigung der freien Medien“ und über ihn hinaus in diesen Wochen und Monaten das Thema Corona vor allem aus monetären Gründen hypen, ihre Blasen (treue Leser) täglich wie Dealer mit neuem Stoff versorgen und an den Ängsten und Sorgen einer vom Staat und den MSM ohnehin schon genug gestraften weil geächteten Gruppe endlich mal wieder so viel verdienen, wie seit dem Höhepunkt der Migrationskrise und des islamischen Terrors nicht mehr. Sie – so suggerieren leider manche „freie“ Medien – haben Merkels Erbe angetreten. Nun sind sie die letzten Verteidiger eines freien Deutschlands, gar der freien Welt.

Ein Interesse daran, dass die Coronakrise endet, haben sie allerdings genauso wenig wie Impfstoff- und Maskenhersteller. Das weitere Anheizen der negativen Stimmung, der Unzufriedenheit, des Gefühls der totalen Unfreiheit und des Ausgegrenzt-Seins ist ihr Kapital. Die Bundesregierung, die MSM und die freien Medien: Alle haben ihr jeweils eigenes Interesse daran, dass Deutschland den Krisenmodus (sei es bei Corona, dem Klimawandel, der Migration) nicht mehr verlässt. Ihre Intentionen sind unterschiedlich, ihr Ziel dasselbe: die Manifestation der Spaltung der Gesellschaft. Denn sie alle leben davon recht gut, ob sie es müssen oder freiwillig tun.

Viele Leser hüben wie drüben suhlen sich in der Spaltungs-Depression

Was ich in den vergangenen Jahren in der Blogarbeit leider immer wieder feststellen musste: Objektive Artikel will fast niemand lesen. Kurze knackige populistische Geschichten oder aber mit mäßig entstellten Wahrheiten gespickte Systemkritik, gern auch mal nur ein Youtube-Video mit dem kurzen Begleittext „Das ist toll!“ als Artkel tarnen… und schon klicken die Lemminge. Denn wenn Blogger X oder Youtuber Y – die unsere Freiheit verteidigen, weil wir hilf- und hoffnungslos sind – dies und das toll finden, muss es toll sein.

Wer sich auf diesen Pfaden bewegt, kann eines erhöhten Spendenaufkommens sicher sein und das wärmende Licht seiner Echokammer-Öffentlichkeit genießen. Doch wehe, man schreibt als Autor eines „freien“ Mediums etwas, dass die jeweilige Blase oder die einzige Partei mit „Mut zur Wahrheit“ nicht lesen will oder das wichtige Player (zumeist Graue Eminenzen) im Umfeld nicht goutieren: Dann kennen alle bisherigen Schulterklopfer keine Freunde mehr, dann ist ganz schnell Ende Gelände mit Freiheit der Meinung und liberalkonservativem Verständnisgelaber.

Auf Philosophia Perennis war das nicht so, als ich dort noch mitarbeitete. Doch scheint mir, auch dort hat sich der Wind ein wenig gedrehtt, die Segel wurden voll in den Coronasturm gesetzt, um weit oben auf der vierten Empörungswelle mitschwimmen zu können. Auf der anderen Seite habe ich natürlich vollstes Verständnis für David: Wie ich macht er aus seinen Überzeugungen keinen Hehl; und ums Geld geht es ihm ganz sicher nur insoweit, als dass er die jährlichen Kosten für den Blog gedeckt sehen möchte.

Nestbeschmutzer? Nennt mich so, wenn Ihr wollt!

Nein, das Leben ist kein Ponyhof. Aber wir reichweitenstarken Blogger sind auch nur selten das, was wir zu sein vorgeben: Kümmerer und Kämpfer für Einigkeit und Recht und Freiheit. Und Ja, die Politik, der ÖRR, die anderen MSM und die Kirche haben versagt in der Pandemie. Aber wir liberalen, konservativen und rechten Blogger versagen auch. Viele aus von unseren Reihen wollen nicht heilen, die Spaltung der Gesellschaft nicht beenden. Denn der status quo ist ihr Lebenselexier. Oder wie mein Urgroßvater immer sagte: „Mach den Menschen niemals zu viel Mut, gib ihnen nicht zu viel Hoffnung. Denn dann brauchen sich Dich irgendwann nicht mehr.“

Und ja: das ist in gewisser Weise ein Nestbeschmutzer-Artikel. Aber ich kann – das wissen jene Leser, die mich auf PP über die Jahre verfolgt haben – aus meinem Herzen keine Mördergrube machen. Schon gar nicht in einer der tiefsten Krisen, die unser Vaterland seit vielen Jahrzehnten erlebt.

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