Generalvikar des Bistums Speyer wird Altkatholik – Ein Kirchenfeind weniger!

image_pdfimage_print

(Michael van Laack) Eine hartherzige Überschrift zum Rücktritt und Übertritt des Speyerer Generalvikars Andreas Sturm? Nein! In der römisch-katholischen Kirche Deutschlands tummeln sich seit Jahrzehnten viele Bischöfe, Priester, Ordensleute, Diakone, Universitätsgelehrte und Pastoralmitarbeiter, die Etikettenschwindel betreiben. Sie lassen sich aus Kirchensteuergeldern und vom Staat für ihren Dienst in der katholischen Kirche gut bis fürstlich bezahlen, arbeiten aber mit Hochdruck daran, die Institution ihres Brötchengebers mit sozialistischem oder radikalliberalem Gedankengut zu verseuchen.

Häufig gelingt ihnen das auch sehr gut, aber nicht überall und – aus ihrer Sicht – vor allem nicht schnell genug. Aktuell bemühen sie sich darum, das Kreuz als Siegeszeichen durch die LGBTI-Flagge (die mit der christlichen Symbolik des Regenbogens genauso wenig zu tun hat wie die Hakenkreuzfahne) zu ersetzen. Zudem wollen sie das Bewusstsein von den 51 bis 764 Geschlechtern in die Kirche hineintragen, die priesterliche Ehelosigkeit zerstören sowie die Priesterweihe der Frau als biblisch begründet verkaufen und die Verweigerung dieser Weihe im Sinn des radikalen Feminismus als frauenfeindlich darstellen

Diener der „Lebenswirklichkeit“

Insgesamt verstehen sie sich primär als Diener weltlicher Ideologie (bei Gender, beim Kampf gegen den Klimawandel, in der Migrationsfrage und der Beurteilung des Islams, in der Frage eines EU-Zentralstaats ohne Gottesbezug, hinsichtlich der Soziallehe, der Sexualmoral, der Notwendigkeit liturgischen Betens usw. – Keinen Stein wollen diese Leute mehr auf dem anderen lassen. Alles soll hinterfragt und umgepflügt werden, um danach auf dem so behandelten neuen Glaubensboden die eigenen (Irr-)Lehren säen und den Blick auf Gott verstellen zu können.

Was diese Leute „Synodaler Weg“ nennen, ist der Versuch, 500 Jahre nach Luther weit über ihn hinauszugehen. Sie lehnen nicht nur den Primat des Papstes und die Unfehlbarkeit (ausschließlich in Glaubensfragen) ab und erklären Dogmen zu unverbindlichen mittelalterlichen bis vorkonziliaren Dokumenten, die keinen Bestand mehr hätten. Nein, sie wollen nicht weniger als Revolution!

Religionsfreie Kirche als Stütze des Staates

Eine Kirche, in der jeder Gläubige tun und lassen kann, was er mag, aber auch dazu nicht verpflichtet ist. Eine Kirche, die jeder „Gläubige“ jeden Morgen neu denkt und gegebenenfalls auch sein Gottesbild immer wieder seiner „Lebenswirklichkeit“ anpasst. Eine Kirche ohne verbindliche Moral und unverrückbare Glaubenssätze. Letztendlich ist ihr Ziel eine religionsfreie Kirche, so absurd sich das für manchen vielleicht lesen mag.

Diese Leute lehnen tief in ihrem Herzen den Glauben der Kirche komplett ab. Christus, so sagen sie, habe keine Wunder gewirkt, denn die in der Bibel geschilderten Wunder seien naturwissenschaftlich sämtlich nicht möglich und Christus wäre ja kein Zauberer gewesen. Darüber hinaus habe Darwin bewiesen, dass Gott den Menschen nicht geschaffen hat. Die Zehn Gebote seien eine Erfindung des Volkes Israel, um der Gemeinschaft eine stabile Werteordnung zu geben.

Der Liebe Gott weiß auch nicht alles. Wir schon!

Damit habe Gott ebenso wenig zu tun wie mit der Gründung der Kirche. Jene Stellen des neuen Testamentes, die sich auf dieses Ereignis beziehen (Du bist der Fels…) seien in späterer Zeit interpoliert (eingeschoben) worden, um die Gründung einer Gemeinschaft zu rechtfertigen, die sich nicht der Vielgötterei Roms unterwerfen wollte.

Bei all dem aber was sie glauben (oder besser nicht glauben), versichern sie der Öffentlichkeit immer wieder, römisch-katholische Christen zu sein; sie wollten doch nur die Restauration der verschütteten urkirchlichen Gemeinde erreichen im Geist der Erneuerungsnotwendigkeiten, die das 21. Jahrhundert vom Menschen fordere. Ihnen gehe es letztlich darum, die Strahlkraft der Kirche zu erhöhen.

Das urkirchliche Licht sei verdunkelt, das Ur-Salz schal und der Ur-Sauerteig verdorben worden, sagen sie. Verdorben durch die zweittausendjährige Kirchengeschichte. Sie seien die neuen Lichtbringer, sie würden die Herzen der Katholiken durch ihre „Reformen“ wieder mit Freude und Glaubensfestigkeit (an was auch immer) erfüllen.

Geht mit oder ohne Gott, aber geht!

Wir aber wissen, was sie sind: Feinde Christi, Feinde der Kirche, Feinde jeder Seele. deshalb sollten wir ihnen nicht nachweinen, wenn sie uns verlassen. Sie sind dort, wohin sie gehen, deutlich besser aufgehoben: Außerhalb der Gemeinschaft der Gläubigen.

Extra ecclesiam nulla salus. Der ideale Aufenthaltsort für jene, die seit Jahren Zweifel in die Herzen der Gläubigen säen und das Ansehen der Kirche in der Öffentlichkeit immer weiter verdunkeln.

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die auf „Wissen bloggt“ geboten werden? 

Dann können Sie das Engagement hier unterstützen:

Paypal

Visits: 18498 Today: 32 Total: 2830430
Mehr zum Thema: