Feueralarm von R. Kiefer

FeueralarmFeueralarm 2010:
100 Menschen laufen raus und sind froh, dass sie aus der Gefahrenzone kommen.

Feueralarm 2020:
60 Leute laufen raus und sind froh, dass sie aus der Gefahrenzone kommen.

5 Leute erklären, dass der Feueralarm nur ein Geräusch ist. Und Geräusche gab es schon immer. Und wir leben noch.

3 Leute verklagen den Staat, weil sie die Musik auf ihren Kopfhöhrern kaum noch verstehen.

5 Leute finden, dass nur weil jetzt Rauch da ist und gerade ein brennender Kollege am Fenster vorbeigefallen ist, man nicht vergessen sollte, dass es auch schonmal Fehlalarme gab. Und fordern andere auf, sitzen zu bleiben, bis geklärt ist, ob wirklich Leute sterben.

1 Kollege erklärt, dass nur weil ein brennender Kollege am Fenster vorbeigefallen ist, nicht sicher ist, ob dieser nicht irgendwann sowieso gestorben wäre.

4 Leute weisen darauf hin, dass sie Feuerwehr ganz schön teure Autos hat und fragen einfach mal ohne Hintergedanken, wem dieser Feueralarm wohl nützt. Sich jetzt retten zu lassen, würde schließlich bedeuten, sich dem korrupten System zu unterwerfen.

2 Leute weisen darauf hin, dass es seit 2012 in einer Firma von George Soros einen Brandschutzplan gibt, der auch vorsieht, dass man flüchtet, die Feuerwehr gerufen wird und Löschmittel eingesetzt wird. Zufall?

4 Leute erläutern wortreich das Gedächtnis des Wassers. Die Feuerwehr, die uns mit Wasser benetzt, ist nur ein Handlanger der Eliten, die uns damit homöopathisch impfen.

6 Leute weisen darauf hin, dass die Ausbildung der Azubis nicht unterbrochen werden darf, um die Evakuierung durchzuführen. Außerdem darf der Geschäftsbetrieb nicht leiden!

Der Hilfskoch aus der Kantine setzt sich an die Spitze einer Bewegung, die Flüchtende mit Benzin bespritzt, um darauf hinzuweisen, dass sie gerade Ihres Grundrechtes auf langsames Gehen beraubt werden.

3 Leute weisen darauf hin, dass beim letzten Großbrand auch so eine Panik verbreitet wurde, ausnahmslos alle rausgerannt sind, rausgetragen wurden und einige sogar von Feuerwehrleuten abgeseilt wurden.
Und da sei am Ende keiner gestorben und nur 3 im Krankenhaus gewesen.
Sowas ist nie gefährlich.

2 Leute weisen darauf hin, dass täglich Leute an Krebs, Aids und Hunger sterben und da auch kein Alarm erklingt

3 Leute schreiben ein Buch, dass die Idee der Gewebsschäden durch Hitze ein Konstrukt aus dem Mittelalter sei, Feuer noch nie unter dem Elektronenmikroskop beobachtet wurde und die Kochschen Postulate für Feuer nie nachgewiesen wurden.
Sie werden reich.

2 Leute merken an, dass Brandmelder gar nicht zum Nachweis von Feuer geeignet sind.

(Geklaut aus einem FB-Post)




USA: Ungültig getaufter Priester!

Darüber berichtete kath.net am 24.8.2020, es heißt dort konkret: Taufe

"Anfang dieses Monats hatte die Vatikanische Kongregation für die Glaubenslehre eine wichtige 'Lehrmäßige Note' herausgegeben, in der die Kirche auf der ganzen Welt darauf hingewiesen wurde, dass Taufen nicht gültig sind, bei denen ein bestimmtes Wort oder bestimmte Wörter geändert wurden. Insbesondere die Aussage 'Wir taufen dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes' bedeutet nicht das Sakrament der Taufe. Vielmehr müssen die Geistlichen zulassen, dass Jesus durch sie spricht und sagt: 'Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.' Bei dieser Klarstellung wies die Kongregation auf das Zweite Vatikanische Konzil hin, bei dem festgestellt wurde, dass niemand, 'selbst wenn er Priester wäre, nach eigenem Gutdünken in der Liturgie etwas hinzufügen, wegnehmen oder ändern' darf."

Schauen wir uns das biblisch an: In der Bibel steht das unter Matthäus 28,18-20 so: "Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. 19 Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie, alles zu halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis an der Welt Ende." (nach der historischen Fassung von 1912)

In der Einheitsübersetzung von 2016 lautet diese Stelle jedoch so: "Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. 19 Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt."

Das ist interessant! Laut Einheitsbibel muss auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft werden! Heißen die Leute dann mit Vornamen "Vater, Sohn, Heiliger Geist"?

Hier der Vers 19 auf Griechisch poreuthentes oun mathêteusate panta tha ethnê baptizontes autous eis to onoma tou Patros kai tou Huiou kai tou Hagiou Pneumatos und Latein: euntes ergo docete omnes gentes baptizantes eos in nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti. In beiden Texten steht "im Namen des Vaters…."

Aber um falsche Übersetzungen in der Einheitsbibel ist es nicht gegangen, sondern bloß darum, dass nicht von "wir" getauft werden darf, sondern vom "ich" getauft werden muss! Im weiteren kath.net-Bericht geht es dann darum, dass ein Priester sein Taufvideo sah, den Sprechfehler wahrnahm, sich an seinen Bischof wandte und der veranlasste, dass der Priester neu getauft, gefirmt und auch nochmals zum Priester geweiht werden musste.

Für den katholischen Weg in den Himmel braucht man die Taufe, darum schließt die Stellungnahme des Bischofs so: "Es ist die Pflicht der örtlichen Kirche, dafür zu sorgen, dass jeder, der ihr anvertraut wird, den vollen Nutzen und die Gewissheit hat, die sich aus dem gültigen Empfang der Sakramente ergeben, die uns gegeben wurden, um uns auf dem Weg zum Himmel so sicher wie möglich zu halten."

Zusätzlich lustig ist der Einleitungssatz im Vers 19: "Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern". Aber wenn die Jünger dann gemeinsam als Wir-Gruppe getauft haben, dann waren die Taufen ungültig und die Betroffenen waren gar keine Christen, die in den Himmel kommen durften…

Da ist es wahrlich ein Glück, dass Verstorbene kein ewiges Leben haben, sondern im Zustand der Nichtexistenz sind. Weil Nichtmehrexistierenden kann das ja völlig wurscht sein…

Und meinereiner hat ja nur eine kleine Gaudi dazu gemacht…

 

Entnommen bei www.atheisten-info.at ( Erwin Peterseil).




Vrône Lîcham

Ich werde mir sicherlich nicht die Mühe machen, aufwändige Recherchen zu einem überflüssigen Fest zu unternehmen, von dem selbst kaum noch ein Katholik weiß, worum es wirklich geht. Die meisten lässt es eh kalt und die wenigen, die es noch begreifen und mitmachen, verhelfen einmal mehr dazu, katholischen Pomp penetrant in die Öffentlichkeit zu tragen. Die klug gewählte Jahreszeit und der geschickt ausgesuchte Wochentag für das Brimborium (neudeutsch: event) bringen allerdings stressgeplagten Arbeitnehmern unter Einschluss des „Brückentags“ einen willkommenen Kurzurlaub bei meist gutem Sommerwetter. Während sich die Beinharten mit den Monstranzen abschleppen und mit den prunkvollen Baldachinen aus 1001 Nacht, liegen sie genüsslich in den Isarauen, sitzen in den Biergärten und lassen den „lieben Gott“ einen guten Mann sein. Da es ja auch googlefaule und weniger exzellent mit katholischen Interna vertraute Humanisten geben soll, sei hier auf die Wikipedia verwiesen, die wenigstens einige der notwendigen Fakten liefert. Ein Dankeschön an Juliana von Lüttich für diesen Tag, den ich sicherlich irgendwo in einer gemütlichen Restauration mit Handkäs und Musik und einem Bempel Äppelwoi an den Ufern des Mains verbringen werde.

Wikipedia: Das Fronleichnamsfest ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. Die Bezeichnung Fronleichnam leitet sich vom mittelhochdeutschen vrône lîcham „des Herren Leib“, ab (vrôn „was den geistlichen oder weltlichen Herrn betrifft“ und lîcham „der Leib“). In der Liturgie heißt das Fest „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, regional wird es auch „Prangertag“ oder „Blutstag“ genannt. Im Englischen und in anderen Sprachen trägt das Hochfest den Namen „Corpus Christi“.

Fronleichnam wird am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest begangen (am 60. Tag nach dem Ostersonntag) und fällt somit frühestens auf den 21. Mai und spätestens auf den 24. Juni. Der Donnerstag als Festtermin steht in enger Verbindung zum Gründonnerstag und der damit verbundenen Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus selbst. Wegen des stillen Charakters der Karwoche erlaubt der Gründonnerstag keine prunkvolle Entfaltung der Festlichkeit. Aus diesem Grund wurde das Fest Fronleichnam bei seiner Einführung auf den Donnerstag der zweiten Woche nach Pfingsten gelegt. In Ländern, in denen Fronleichnam kein gesetzlicher Feiertag ist, kann das Hochfest auch am darauffolgenden Sonntag gefeiert werden.

Das Fest der leiblichen Gegenwart Christi im Altarssakrament wurde erstmals 1246 im Bistum Lüttich gefeiert und 1264 von Papst Urban IV. durch die Bulle Transiturus de hoc mundo zum Fest der Gesamtkirche erhoben. Unter anderem schrieb Urban IV.: „Wir haben es daher, um den wahren Glauben zu stärken und zu erhöhen, für recht und billig gehalten, zu verordnen, dass außer dem täglichen Andenken, das die Kirche diesem heiligen Sakrament bezeigt, alle Jahre auf einen gewissen Tag noch ein besonderes Fest, nämlich auf den fünften Wochentag nach der Pfingstoktav, gefeiert werde, an welchem Tag das fromme Volk sich beeifern wird, in großer Menge in unsere Kirchen zu eilen, wo von den Geistlichen und Laien voll heiliger Freude Lobgesänge erschallen.“

Das vierte Laterankonzil hatte 1215 die Wandlung der eucharistischen Gestalten mit der Transsubstantiationslehre präzisiert und zum Dogma erhoben. Katholiken glauben, dass in der Heiligen Messe die eucharistischen Gestalten durch die Wandlung wahrhaft zum Leib und Blut Christi werden und Christus darin gegenwärtig ist und bleibt.

Die Anregung zu dem Fest soll auf eine Vision der heiliggesprochenen Augustiner-Chorfrau Juliana von Lüttich im Jahre 1209 zurückgehen. Diese berichtete, sie habe in einer Vision den Mond gesehen, der an einer Stelle verdunkelt war. Christus habe ihr erklärt, dass der Mond das Kirchenjahr bedeute, der dunkle Fleck das Fehlen eines Festes des Altarssakraments. Aus der Einführungsbulle Transiturus hoc mundo geht aber auch hervor, dass Papst Urban IV. als primären Einführungsgrund des Festes den siegreichen Triumph über die Ketzerei favorisierte, die die Transsubstantiation geleugnet hatte.

Für das Fest entstand ein eigenes Mess-Proprium und Stundengebet, für das Thomas von Aquin als Autor gilt, ebenso wie für die Hymnen, die den Charakter des Fests entscheidend geprägt haben: Panis angelicus, Pange lingua, Adoro te devote, Verbum supernum prodiens und die Sequenz Lauda Sion.

Die erste Fronleichnamsprozession in Bayern fand 1273 in Benediktbeuern statt. Mit einer Sakramentsprozession wurde das Fest erstmals 1279 in Köln begangen. Ihren Höhepunkt an festlicher Gestaltung erreichte die Fronleichnamsprozession im 17. und 18. Jahrhundert. In München zog die Prozession zwischen den Stadtmauern hin, und die vier Evangelien wurden an den vier Stadttoren Schwabinger Tor, Isartor, Sendlinger Tor und Karlstor verlesen.

 




Männertagsgedanken

Wie weise unser Fliegendes Spaghettimonster die Welt geordnet hat, zeigt sich an diesem Feiertag, den Es für uns schuf. Da hat es  zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 

Erstens zeigt es so, wie wichtig Ihm Gleichberechtigung ist. Nicht nur uns Frauen gebührt ein Tag der besonderen Ehre, sondern auch den Männern. Die ziehen, mit frischem Grün am feinen Outfit, in Gruppen durch die Landschaft und haben ihre Verpflegung direkt am Mann. Ein Verhalten, das schon zur Tradition geworden ist. Wenn diese Tradtition sich immer mehr dahin ändert, dass nicht nur Männer, sondern ganze Familien an diesem Tag unterwegs sind, zeigt das nur, wie sehr Sein Wunsch nach Gleichberechtigung von den Menschen akzeptiert wird. 

Weiterhin hat Es es mit diesem Tag auf´s Vortrefflichste verstanden, Theorie und Praxis zusammen zu führen. Ist doch dieser Tag für uns Pastafari ein willkommener Anlass,  mal wieder eine größere Wartung am Biervulkan vorzunehmen und die Stripperfabrik auf Vordermann zu bringen.

Ich bin sicher, euch fällt noch mehr ein, warum  dieser Feiertag gewürdigt werden muss. 

Regelrecht entsetzt war ich hingegen, als ich gerade aus der Presse erfahren musste, wie eine verirrte Truppe Abergläubiger versucht, diesen Tag zu nutzen, um ihre, zwar lustigen, aber doch so an den Haaren herbeigezogenen Lehren unter das Volk zu bringen. 

Christen, so nennen sie sich, tun so, als wäre heute ihr Feiertag. Deshalb haben sie sich eine irre Geschichte ausgedacht und behaupten, ihr Namensgeber, der Göttersohn Jesus Christus, ist zurückgekehrt zu seinem Vater in den Himmel. Genau 39 Tage nach dem Passtahfest. Das fällt immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond,  also frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April. Nach dem Neuen Testament der Christen (das alte hatte ihr Gott wohl geändert, weil sein Sohn nicht ganz so wollte wie der Vater) hat Jesus da den Tod überwunden. Muss ihn viel Überwindung gekostet haben, wieder ins Vaterhaus zurück zu kehren. Über einen Monat hat er mit sich gerungen. Auch das zeigt klar das gestörte Verhältnis zwischen Vater und Sohn. Dann, an einem Donnerstag, zwischen dem 30. April und 3 Juni, soll er sich ins Hotel "Papa" aufgemacht haben. Wohl auch, weil er inzwischen von dem geänderten Testament erfahren hatte und nun die Angst da war, völlig enterbt zu werden.

So richtig toll muss der Empfang dann auch nicht gewesen sein. Noch ganze 40 Tage, nachdem er wieder bei Papi eingezogen war, hat es ihn sehr zu seinen alten Kumpels, altmodisch Jünger genannt, gezogen. Immer wieder hat er sich mal bei ihnen blicken lassen. Hat wohl mehr Spaß gemacht, mit denen um die Häuser zu ziehen als Harfe spielen zu lernen. Dann hat er aber doch klein bei gegeben. Zur Belohnung soll er im Himmel auf den Platz zur Rechten Gottes erhoben worden sein, nahm dann also, wie in der Antike üblich, den Platz des Thronfolgers bzw. Ehrengastes ein. Ich vermute ja eher, der Alte wollte so seinen Sprößling ein bisschen unter Kontrolle halten und vom schädlichen Einfluss der Peers, vor allem der lockeren Maria Magdalena, fernhalten. Jahwe wollte ja die schwer erkämpfte Position als Sologott nicht wieder durch ne Unmasse von Enkeln abgeben.

Klar, die Christens behaupten da etwas anderes: "Ihn, der sich selbst erniedrigt hat und gehorsam geworden ist bis zum Tode am Kreuz, hat Gott über alle erhöht und ihm einen Namen gegeben, der größer ist als alle Namen Das läuft also eher darauf, dass Papa Sohni für seinen Gehorsam belohnt hat. Recht verworren sind auch die Vorstellungen, wie der Sohnemann wieder zurück ins Elternhaus geholt wurde.

Bis heute wird debattiert über das Verhältnis von Auferstehung und Himmelfahrt Christi. Sicher gibt es wichtigere Themen, aber man kann ja mal. Die Traditionalisten sind nicht der Meinung, dass die Auferstehung Jesu Christi am Passtahsonntag erfolgte. Er soll nach seinem Kreuzestod am Garfreitag  in ein Jenseits hinabgestiegen sein, das Reich der Toten. Die Höllenfahrt Jesu soll nicht all zu lange gedauert haben, denn am dritten Tage soll er bereits wieder zu den Lebenden auferstanden sein. Als Himmelfahrt zählt der Aufstieg in ein in der Höhe befindliches Jenseits 40 Tage nach der Auferstehung, ohne zu sterben. 

Damit es aber nach wie vor spannend bleibt, verkünden die modernen Theologen die Gemeinsamkeit von Auferstehung und Himmelfahrt. 

Lirum larum Löffelstiel … wie herum auch immer … es wird als Sieg angesehen, dass olle Jehova seinen Sohn erfolgreich von den Peers getrennt hat, als Triumph über alle Jugendgruppen dieser Welt. Ein krasses Beispiel, wie Aberglauben eine ganz normale, wenn auch gestörte, Vater – Sohn – Beziehung ins esotherische abgleiten lässt.

Was können wir glücklich sein, hier im Besitz der unverfälschten, reinen Wahrheit zu sein und so über diesen Unsinn herzlich lachen zu können.

RAmen

Eure Elli S.

 

Die Meinung des Gastautors muss nicht der Redaktionsmeinung entsprechen.

 

Weitere Arbeiten desselben Autors siehe hier.

Zuerst erschienen bei http://fsm-uckermark.blogspot.de/2012/05/das-wort-zum-freitag_17.html

 




Göttliche Hilfe für Polen

MariaAus einer Kath.net-Meldung vom 30.4.2020: "Während der schwierigen Zeit der Corona-Epidemie wird der Präsident der polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Gądecki, am 3. Mai in Jasna Góra Polen dem Allerheiligsten Herzen Jesu und der Heiligen Jungfrau Maria, Königin von Polen, anvertrauen."

Na, da kann unsereiner schon am 2.5. mittags gespannt sein, wie rasch die Gottesmutter und ihr Sohn Polen von der Corona-Pandemie erlösen werden! Momentan ist die Lage in Polen so: 13.105 Infizierte, 651 Verstorbene, 774 Genesene. Für Österreich schauen jetzt die Zahlen so aus: 15.470 Infizierte, 589 Tote und 13.092 wieder Genesene. Haben da die österreichischen Bischöfe auch was gemacht? Vielleicht heimlich und undercover die göttliche Mutter und ihren Sohn um rasche Genesungshilfe und Bremse bei den Todesfällen gebeten?

Polen hat gut viermal so viele Einwohner wie Österreich, aber deutlich weniger Infizierte. Oder ist Polen ein Spätstarter? Der erste Krankheitsfall wurde dort am 4.3. festgestellt, den ersten Todesfall gab es am 12.3., in Österreich waren das der 26. Februar und ebenfalls der 12.3. – in Polen waren es 22 Tage vom ersten Kranken bis zur Überschreitung der Tausendergrenze und 50 Tage bis zum Tag mit über 10.000 Infizierten, in Österreich waren es 21 und 35 Tage, Polen hat also eine vergleichsweise verzögerte Verbreitungsrate. Was wohl auch mit dem geringeren polnischen Bruttoinlandsprodukt (pro Kopf 30% von Österreich) zusammenhängt, es also wohl deutlich weniger Mobilität gibt.

In den ersten 30 Tagen hat in Polen die tägliche Zuwachsrate im Schnitt 120 Personen betroffen, in Österreich waren es fast 360, die zweiten 30 Tage brachten in Polen 335 Personen, in Österreich nur noch etwas über 130. Es kommt also offenbar sehr deutlich auch auf die jeweiligen lokalen Verhältnisse an, auch die Ermittlung der Erkrankten wird auf verschiedene Art ablaufen und daher darf daran gezweifelt werden, dass die offiziellen Länderzahlen jeweils direkt vergleichbar sind…

Aber das nur nebenbei, Polen wird ja jetzt bischöflich dank der eingeleiteten Gotteskomplizenschaft gerettet werden! Oder vielleicht doch nicht?

 




Liebes Virus …

800px-Arnold_Böcklin_-_Die_Toteninsel_III_(Alte_Nationalgalerie,_Berlin)

Du plagst uns nun schon seit einigen Monaten, und jetzt möchte ich Dir einen Vorschlag machen, der für beide Seiten von Vorteil sein wird — eine Win-Win-Situation.

Schau mal, liebes Virus, es gibt viele kleine, aber herrliche Inseln, die unbewohnt sind, mit palmengesäumten Stränden, üppigen grünen Hügeln und wunderschönen Wasserfällen und kleinen Seen und Bächen. Dort ist es das ganze Jahr über angenehm warm, und es gibt auf diesen Inseln und auch in deren näheren und weiteren Umgebung niemanden, der Dir an den Kragen will.

Hier, wo Du dich jetzt aufhältst, wollen Dir einige Leute den Garaus machen. Die suchen nach einem Stoff, der Dich zur Strecke bringen soll — und die haben auch schon erste kleine Erfolge erzielt, setzen Antikörper ein, die Dir nicht bekommen.

Auf der Insel hingegen, die ich Dir vorschlage und als Domizil empfehle, könntest Du vor Dich hin grassieren und epidemieren so lange Du willst. Du würdest damit niemandem zur Last fallen, hättest aber auch nichts zu befürchten.

Nun, liebes Virus, was hältst Du von der Idee?

+ + +

Ergänzung (16.4.2020, 12:08 Uhr):

Hatte soeben Gelegenheit, mich kurz mit dem Virus zu unterhalten. Es schien nicht abgeneigt, hat aber um ein wenig Bedenkzeit gebeten.

_____
Beitragsbild: Arnold Böcklin – Die Toteninsel III (Wikipedia.org)
commons.wikimedia.org/wiki/File:Arnold_Böcklin_-_Die_Toteninsel_III_(Alte_Nationalgalerie,_Berlin).jpg


Eckhardt Kiwitt
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Übers Freitagsfasten

Cordon-bleu-2US-Bischöfe lockern Fastengebot für Fleisch

Das meldete religion.ORF am 1.4.2020 – es ist aber kein Aprilscherz!

Es heißt dort: " Einige römisch-katholische US-Diözesen haben verlautbart, ihren Gläubigen wegen der Coronavirus-Krise das Essen von Fleisch am Freitag in der Fastenzeit zu erlauben. Bischöfe reagieren damit auf die Einschränkungen bei der Lebensmittelversorgung. (…) Dazu gehört unter anderem die Schwierigkeit, Fisch zu kaufen."

Ja, das ist eine traditionelle und ungeheuer erfolgreiche Großheuchelei der katholischen Kirche! Weil der Jesus freitags gekreuzigt worden sein soll war früher freitags ein Fasttag! Und weil die Kleriker nicht jeden Freitag Hirsebrei fressen wollten, erklärte die katholische Kirche das Fleisch der Fische zum Nichtfleisch und zur Fastenspeise, fettgefressene Prälaten konnten somit freitags fette Karpfen fressen!

Der Fasttag an jedem Freitag wurde von der katholischen Kirche schon in den 1960er-Jahren abgeschafft, geblieben sind die fleischfreien Freitage nur in der Fastenzeit vom Aschermittwoch bis Ostersamstag, 2020 also die sieben Freitage vom 26.2. bis zum 11.4.

Wie viele Katholiken werden sich noch um die Fastenzeit kümmern? Vielleicht die Übergewichtigen?

Was ist von dieser katholischen Fleischheuchelei geblieben?
Hier das Menü vom Freitag, den 3.4. eines willkürlich im Net ausgesuchten Lokals: "Klare Lauchsuppe, Fischfilet gebacken mit Petersilienerdäpfel, Salat". Und ebenso zufällig erwählt eine Betriebskantine: "Backerbsensuppe, Nudel mit Wildlachs und Salat, Dessert".

Meinereiner ißt gerne Fisch, er schmeckt ihm!
ABER NIEMALS AM FREITAG!
Da gibt's Cordon bleu!




Der Würfelmond — eine ernste Kurzsatire

Kugel-Wuerfelmond_BeschriftungIch glaube [*], dass der Mond ein Würfel ist.

Außerdem glaube ich, dass jeder, der dies ebenfalls glaubt, eine Chance hat, ins Paradies zu gelangen, während jeder, der dies nicht glaubt, in die Hölle kommt.

Nun hat jeder die freie Wahl.

Niemand wird zu irgendetwas genötigt [*]. Niemandem wird ein Schaden zugefügt. Es wird damit kein Machtanspruch erhoben.

~ ~ ~

Kugel-Wuerfelmond_Beschriftung

Es mag absurd erscheinen, zu glauben, dass der Mond ein Würfel sei.
Nun denn …

… dass er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben lässt: Das ist mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, […], es sei denn, der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht erstickt.
_____
Voltaire in einem Brief an Friedrich den Großen, in dem er sich über den Islam-Erfinder Mohammed äußert.
(Correspondance II. 1739–1748)

Ähnlichkeiten mit manchen Religionen sind (k)ein Zufall.

_____
[*] Vgl. Artikel 4 Satz 1 GG (Freiheit des Glaubens …), sowie § 240 StGB (Nötigung)


Eckhardt Kiwitt
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Weitere Gottesentschärfung

BeteLaut Papst soll das bekannteste Christengebet, das "Vaterunser" jetzt umgebaut werden, die Zeile "…und führe uns nicht in Versuchung" soll umgetextet werden, weil sich diese Zeile ja an den angebeteten göttlichen Vater wendet und der darf doch seine Schäfchen nicht in Versuchung führen. Das griechische Wort πειρασμόν hat allerdings die Hauptbedeutung "Versuchung", aber auch in der Richtung von "Versuch" also von Test und Experiment.

Dass der Vatergott die Menschen in Sündenversuchung führt, das darf nimmer sein! Aber schauen wir einmal in der Bibel unter "Versuchung" nach!

Da ist z.B. bei Paulus im 1. Korinther 10,13 zu lesen: "Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu, er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so dass ihr sie ertragen könnt." Der Paulus entschärft also die Zeile im Vaterunser, Gott versucht, aber er überfordert die Versuchten nicht.

Aber nehmen wir das schöne Musterbeispiel des Hiob, den der Teufel mit Zustimmung Gottes verfolgen und versuchen darf. Dazu steht ein Dialog zwischen Gott und dem Teufel in der Bibel, Hiob 1, 8-12: "Da sprach der Herr zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Denn seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenen Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet! Der Satan aber antwortete dem Herrn und sprach: Ist Hiob umsonst gottesfürchtig? Hast du nicht ihn und sein Haus und alles, was er hat, ringsum eingehegt? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und seine Herden breiten sich im Land aus. Aber strecke doch einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat, lass sehen, ob er dir dann nicht ins Angesicht absagen wird! Da sprach der Herr zum Satan: Siehe, alles, was er hat, soll in deiner Hand sein, nur nach ihm selbst strecke deine Hand nicht aus! Und der Satan ging vom Angesicht des Herrn hinweg."

Und dann verliert Hiob all seine Besitztümer, seine Familie und seine Knechte. Alles kaputt, alle tot! Aber der Hiob reagiert darauf nicht gottfeindlich, Vers 20-22: "Da stand Hiob auf und zerriss sein Gewand und schor sein Haupt, und er warf sich auf die Erde nieder und betete an. Und er sprach: Nackt bin ich aus dem Leib meiner Mutter gekommen, nackt werde ich wieder dahingehen. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gelobt! Bei alledem sündigte Hiob nicht und verhielt sich nicht ungebührlich gegen Gott".

Danach debattiert der Teufel wieder mit Gott und meint, dem Hiob selber sei ja nichts passiert, daraufhin darf der Teufel im Auftrag Gottes den Hiob foltern: Hiob 2, 7-10: "Da ging der Satan vom Angesicht des Herrn hinweg; und er plagte Hiob mit bösen Geschwüren von der Fußsohle bis zum Scheitel, 8 so dass Hiob eine Scherbe nahm, um sich damit zu kratzen, während er mitten in der Asche saß. Da sprach seine Frau zu ihm: Hältst du immer noch fest an deiner Tadellosigkeit? Sage dich los von Gott und stirb! Er aber sprach zu ihr: Du redest so, wie eine törichte Frau redet! Wenn wir das Gute von Gott annehmen, sollten wir da das Böse nicht auch annehmen? – Bei alledem versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen."

Gott tritt somit mit Hilfe des Teufels als Zerstörer, Serienmörder und Folterer auf, der Hiob fällt aber nicht von Gott ab. Er jammert dann darüber, dass er überhaupt geboren worden sei, debattiert mit Freunden und Predigern, sein Gott bleibt ihm jedoch heilig, aber er fühlt sich immerhin von Gott grundlos bedrängt. Das ging so dahin bis zum Endkapitel 42, dort heißt es in den Versen 10-17: "Und der Herr wendete Hiobs Geschick, als er für seine Freunde bat; und der Herr erstattete Hiob alles doppelt wieder, was er gehabt hatte. Und alle seine Brüder und alle seine Schwestern und alle seine früheren Bekannten kamen zu Hiob und aßen mit ihm in seinem Haus; und sie bezeugten ihm Teilnahme und trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der Herr über ihn gebracht hatte, und schenkten ihm ein jeder eine Silbermünze und einen goldenen Ring. Und der Herr segnete das spätere Leben Hiobs mehr als sein früheres; er bekam 14.000 Schafe, 6.000 Kamele, 1.000 Joch Rinder und 1.000 Eselinnen. Er bekam auch sieben Söhne und drei Töchter. Und er gab der ersten den Namen Jemima, der zweiten den Namen Kezia und der dritten den Namen Keren-Happuch. Und es wurden im ganzen Land keine so schönen Frauen gefunden wie Hiobs Töchter; und ihr Vater gab ihnen ein Erbteil unter ihren Brüdern. Hiob aber lebte danach noch 140 Jahre und sah seine Kinder und Kindeskinder bis in das vierte Geschlecht. Und Hiob starb alt und lebenssatt."

Aber Gott hat sich ja seit den Hiobszeiten stark verbessert! Sowas darf er heutzutage nimmer machen, rechtschaffene und gläubige Leute durch Lebensterror in die Versuchung zu führen, gegen Gott zu sein! Erzbischof Bruno Forte erläuterte auf Radio Vatikan: "Dass Gott uns irgendwie eine Falle stellt, ist eine absolut nicht hinnehmbare Vorstellung." Das Duo Gott & Teufel hat dann wohl auch keinen Hiob gefoltert! Natürlich nicht, es gibt ja schließlich keinen Gott und der Hiob ist auch nur eine Sagenfigur!

Der Papst will jedenfalls nun so einen Vaterunsertext: "Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und lass uns nicht in Versuchung geraten, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen."

Verdammen darf der Christengott nimmer, versuchen darf er auch nimmer, dass er sich endlich auch um das Theodizee-Problem kümmert, ist bisher noch nicht im Gespräch, klar, weil um das Böse auf Erden nicht mehr zuzulassen, dazu bräuchte es ja einen existierenden Gott, den gibt's aber nicht…

Epikur hat das schon vor rund 2300 Jahren so formuliert: "Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht: Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft, oder er kann es und will es nicht: Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist oder er will es nicht und kann es nicht: Dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott, oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt: Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?"

Das Theodizee-Problem ist nicht lösbar. Ist Gott gut, dann müsste er sich um das Böse kümmern und es verhindern oder zumindest die Guten, also seine Anhänger davor schützen.
Aber Krankheiten, Erdbeben oder Flugzeugabstürze fragen nicht nach der Religion. Gott hilft höchstens zufällig, so wie eine geworfene Münze auf Zahl oder Wappen fällt, die religiösen Folgen davon sind auf dem nebenstehenden Schema zu sehen. Und dieses Schema beweist auch die reale Gottlosigkeit der Welt, Gottvertrauen müsste sinnvoll sein, dazu dürfte es jedoch diese Ja-Nein-Varianten gar nicht geben.

Ja eben, es gibt ihn nicht und es ist darum auch egal, ob Gott die Menschen in Versuchung führt oder nicht!
Und unsereiner kommt eh nicht in die Verlegenheit, das Vaterunser beten zu müssen…

 

Entnommen bei www.atheisten-info.at ( Erwin Peterseil).




Wenn es IHN nicht gäbe…

– Gott zum Gruße, Merkwürden. Was spricht dafür, dass es ihn gibt?
– Alles, mein Sohn.
– Gewiss bin ich zweier Menschen Sohn, nichts spricht indes dafür, dass Ihr einer davon seid. Aber zur Sache: Eure Antwort scheint mir ein wenig allgemein. Ich könnte entgegnen: Wenn alles für seine Existenz spricht, spricht letztlich nichts dafür. Ich fürchte, so kommen wir nicht weiter.
– Du armseliger Wicht in deiner religiösen Unmusikalität verlangst nach Beispielen? Bitte sehr: Ohne Gott gäbe es keine Moral. Wir wüssten nicht, was Gut und Böse ist.
– Wissen wir das denn?
– Was für eine Zukunft hätte unsere Seele ohne Gott? Ohne die verheißene Unsterblichkeit verschwände sie mit dem Dahinscheiden unseres Körpers.
– Himmel oder Hölle – welch Alternative!
– Wo wäre unsere eigene Schöpferkraft ohne die Inspiration des Schöpfers? Woher käme die Kreativität eines Botticelli, eines Michelangelo, eines Beethoven, Mozart …
– … John Lennon …
– … meinetwegen auch dessen. Wir können sie nur als göttlichen Ursprungs erklären.
– Fehlt es mir deshalb an Talent?
– Ohne Gott hätte unser Leben doch gar keinen Sinn.
– Welchen hat es denn?
– Das Wahre und Gute, letztlich Gott selbst zu erkennen, diese Fähigkeit macht doch die wahre Natur des Menschen aus, wie es unser Heiliger Vater so trefflich formulierte.
– Der Mensch braucht Gott, um Gott zu erkennen? Sowas nenn ich Tautologie. Sagen wir’s einfacher: Der Mensch ist, dank seines fabelhaften Gehirns, als einziges Tier in der Lage, sich Götter auszudenken.
– Pfui Deibel. Dich sollte man …
– … auf den Scheiterhaufen?
– Geht ja leider nicht mehr. Aber du bist ein treffendes Beispiel: Wie sollte man die Menschen überhaupt lenken und leiten ohne den gemeinschafts- und sinnstiftenden Glauben an Gott!
– Bis zur Selbstaufgabe?
– Wenn jeder selber anfängt zu denken, wo kommen wir denn hin?!
– In die Selbstbestimmung?
– Verstehst du denn nicht, wir brauchen IHN einfach! Gäbe es IHN nicht …
… müsste man ihn glatt erfinden! Keine weiteren Fragen, Euer Merkwürden.

 

Original: http://dubiator.wordpress.com/2013/01/09/wenn-es-ihn-nicht-gabe/#more-1106

 

 

Die Meinung des Gastautors muss nicht der Redaktionsmeinung entsprechen.

 

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Finnland: Polizei ermittelt wegen Bibelzitat

Päivi RäsänenUnter diesem Titel berichtete kath.net am 8.9.2019 das Folgende:

In Finnland ermittelt die Polizei gegen eine christliche Politikerin, weil diese ihre Kirche wegen einer Unterstützung für eine Pride-Parade kritisiert. Dies berichtet PRO Magazin. Was ist passiert? Die finnische Politikerin Päivi Räsänen und ehemalige Innenministerin, die seit 1995 in Parlament sitzt, hatte aus dem Römerbrief Vers 1,27 zitiert, in der Homosexualität als Sünde bezeichnet wird.
"Wie passt es mit der Grundlage der Kirche, der Bibel, zusammen, Schande und Sünde zum Stolz zu erheben?", schrieb sie auf Twitter und zeigte sich besorgt, wenn Bibelzitate auch nur für 'einigermaßen' illegal gehalten werden. "Ich hoffe, dass dies nicht zur Selbstzensur unter Christen führen wird."

Soweit die Meldung. Ja, in der Bibel steht was anderes, als heute in den Medien üblich ist, hier der Römerbrief-Vers 1,27: "Ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander. Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung."
Dazu hier noch im Vers Römer 1,32 die christliche Zusammenfassung über diesen gebührenden Lohn: "Sie erkennen, dass Gottes Rechtsordnung bestimmt: Wer so handelt, verdient den Tod. Trotzdem tun sie es nicht nur selber, sondern stimmen bereitwillig auch denen zu, die so handeln."

Ja, was macht dann die Polizei in Finnland? Ermittelt sie auch gegen den Christengott? Weil der Homos mit dem Tode bedroht? Das steht doch ganz eindeutig in seiner alten alttestamentarischen Offenbarung! Siehe Leviticus 20,13: "Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen, beide werden mit dem Tod bestraft, ihr Blut soll auf sie kommen."

Das wird ein Problem für die finnische Polizei! Die Religionsfreiheit müsste es ja gestatten, solche göttliche Botschaften öffentlich zu verkünden. Wenn Gott gegen Homos Gräueltaten anordnet, dann müssten Gläubige diese Drohbotschaft verkünden dürfen! Und wenn die Zustimmer zum homosündigen Verhalten den Tod verdienen, dann müssten den Tod doch auch die verdienen, welche gesetzlich Homosünden gestatten! Die Alternative wäre es, in der Bibel solche Gräuelstrafen wegzuzensieren!

Oder man nimmt die Volxbibel von Martin Dreyer, einem freikirchlichen Theologen, der die Bibeltexte volkstümlich vereinfachte, dort heißt der Römer-1-32-Vers so: "Sie haben längst kapiert, dass das total uncool ist und dass Gott auf so was überhaupt keinen Bock hat (er wird ihnen sogar dafür die Todesstrafe verpassen, das hat er klar gesagt). Trotzdem finden sie es ganz toll, wenn andere genauso krank draufkommen wie sie." Und Leviticus 20,13 heißt dort: "Wenn zwei Männer rumschwulen und miteinander Sex haben, ist das total ätzend. Sie kriegen die Todesstrafe. Auch diese üble Tat muss richtig bestraft werden."

Das könnte die finnische Politikerin verwenden, allerdings wäre dringend zu empfehlen, den 2. und 3. Satz im 13er-Vers wegzulassen, weil sonst wäre das dann das, was in Österreich "Verhetzung" heißt! Und das ist vermutlich auch in Finnland strafbar, allerdings nicht mit dem Tode, aber das Strafgesetzbuch ist heutzutage ja glücklicherweise in unseren Breiten keine göttliche Botschaft mehr…

 

Entnommen bei www.atheisten-info.at ( Erwin Peterseil).




Flatrate für Schwarzbeter

flatrateBruder Spaghettus zieht Bilanz:

Der Zustrom zu unserer Kirche hält unvermindert an. In nicht einmal einem Monat konnten wir die Zahl der Mitglieder um mehr als 6% steigern. Welche andere Kirche könnte nur annähernd Ähnliches verzeichnen?
Was aber ist die Grundlage für diesen unglaublichen Erfolg?
An erster Stelle natürlich unsere unglaublich überzeugende Lehre, die besten Jenseitsversprechungen weltweit, die Gott-zurück-Garantie und unsere flauschigen moralischen Standards.
Es könnte aber sein, das dies nicht die einzigen Gründe sind. Einen neue Kirchensteuerreform droht alle Bundesbürger abzukassieren…wenn man nicht Pastafari ist. 
Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen wurde uns eine Information zugespielt, die wir nachfolgend im Originalwortlaut wiedergeben.
Allerdings nicht, ohne nochmals auf unsere immer wieder erhobene Forderung, alle Kirchen in Deutschland gleichberechtigt zu behandeln, hinzuweisen.

Nein, Brüder und Schwestern, ihr müsst nun nicht fürchten, auch wir wollen euch so abzocken, wie die Amtskirchen ihre Mitglieder. Unser Forderung nach Gleichstellung aller Kirchen und Religionsgemeinschaften in Deutschland bezieht sich nach wie vor auf den einzig wirklich möglichen Weg, Gleichberechtigung auf unserer Ebene. 

Weg mit den Kirchenprivilegien, weg mit dem Status der KdÖR und alle vereint unter dem Dach des Vereinsgesetzes. 🙂 

"Kirchen arbeiten an großer Kirchensteuerreform

Auch Betflat-Rate im Gespräch

Die großen Rundfunkanstalten und die GEZ haben es vorgemacht, nicht nur die tatsächlichen Radiohörer und Fernsehzuschauer müssen künftig zahlen, sondern jeder, der eine Wohnung bewohnt. Man geht davon aus, dass durch die Vielzahl der Empfangsmöglichkeiten jeder in irgendeiner Form Radio oder Fernsehen konsumiert.

Die Idee ist bestechend, auch wenn sich zur Zeit Widerstand gegen die beschlossene Neuregelung des Rundfunkbeitrags breit macht.

Eine überkonfessionelle Arbeitsgruppe, die seit Jahren Alternativen zur Kirchenfinanzierung jenseits des staatlich unterstützten Kirchensteuereinzugs durch die Finanzämter diskutiert, ist nun einen Schritt weiter. Das neue Rundfunkbeitragsmodell soll Vorbild für die neue Kirchensteuer werden – die allerdings nicht mehr so heißen soll.

Die kirchlichen Finanzexperten sehen in den zunehmenden Kirchenaustrittswellen eine Gefährdung der nachhaltigen Einnahmequellen der Kirchen in Deutschland. Sie gehen weiter davon aus, dass ausgetretene Gläubige mit dem formalen Austritt nicht ihre Neigung regelmäßig zu beten abgelegt haben. Außerdem nimmt der Kreis der Fachleute an, dass auch Menschen, die nie einer der Kirchen angehörten, einfach „wild“ beten und somit in parasitärer Weise eine Urheberrechtsverletzung begehen. Schließlich, so die Experten der Arbeitsgruppe, haben die Kirchen über Jahrtausende die religiösen Theorien erarbeitet und professionalisiert. Es sei überhaupt nicht einzusehen, dass Menschen hingehen und dieses religiöse Konstrukt einfach für sich übernehmen um damit ihr Seelenheil finden. Das sei eine Urheberrechtsverletzung par excellence.

Der Vorschlag der interkonfessionellen Arbeitsgruppe basiert auf dieser Einschätzung und sieht eine sogenannte Basis-Betabgabe für jede Wohnung vor. Die Höhe der Abgabe soll so bemessen sein, dass die derzeitige Höhe der Kirchensteuer dadurch mindestens erreicht wird.

Also 10 Mrd. Euro geteilt durch die Zahl der Wohnungen in Deutschland.

Damit wäre gleichzeitig die Ungerechtigkeit beseitigt, dass gut Verdienende für ihren Glauben mehr bezahlen, als wenig oder nicht verdienende Menschen. Es sei nicht einzusehen, so die Arbeitsgruppe, dass die Nutzung der Religion unterschiedlich bewertet wird. Erste Rückkoppelungen mit Parteien haben denn auch ergeben, dass diese Neubewertung der Religionsnutzung von der sonst kirchenkritischen FDP positiv aufgenommen wird.

Die Arbeitsgruppe geht aber noch einen Schritt weiter. Die Basis-Betabgabe sei ein sehr fragiles Konstrukt und würde bei sinkendem Wohnraumbestand ebenfalls sinken, wenn nicht durch Erhöhungen – die man aber ausschließen möchte – gegengesteuert würde.

Deshalb haben die Kirchen eine Kooperation mit Google vor. Im Internetzeitalter müßte es doch möglich sein, die tatsächliche Betfrequenz in jeder Wohnung zu erfassen – dabei setzt man auf Freiwilligkeit aller Betenden. Drei Gebete pro Wohnung und Tag sollen kostenfrei und mit der Basis-Betabgabe abgegolten sein. Jedes weitere Gebet muss über den von Google entwickelten elektronischen Betstock angemeldet und extra bezahlt werden. Die Kirchen erhoffen sich insbesondere in Krisenzeiten erhebliche Mehreinnahmen, die zwar nicht konstant fließen, aber durch ein gezieltes öffentlichkeitswirksames Krisenmanagement steuerbar sind. Dazu sollen Kooperationen mit allen Parteien intensiviert werden. Der Gedanke, der dahinter steht ist schlicht. Würden die Parteien z.B. eine noch schärfere Agendareform auch nur ankündigen, stiege die Betfrequenz deutlich und im Klingelbeutel rappelt es.

Seit einigen Wochen ist das Szenario schon bekannt und so nimmt es nicht wunder, dass sich auch der CCC (Caos Computer Club) dazu zu Wort meldete. Die Anmeldung von Gebeten einzelner Gläubiger über das Internet und dazu noch über die Datenkrake Google sei „no go“. Die Idee sei zwar bestechend, jedoch aus datenschutzrechtlichen Gründen so nicht umsetzbar.

Mit solcher Kritik hatte die interkonfessionelle Arbeitsgruppe wohl gerechnet, denn jetzt kommt die Betflatrate ins Spiel. Gegen eine Betpauschale, deren Höhe noch nicht festliegt, entfällt die fragwürdige Einzelgebetserfassung und Beten ohne Beschränkung wird zum Festpreis möglich.

Dass auch Laizisten, Atheisten und Agnostiker diese Neuregelung nicht so ohne weiteres akzeptieren wollen, dürfte klar sein. Schon gibt es Facebookseiten und Blogs, die eine breite Protestbewegung aufbauen wollen.

Nach Skandalen mit sexuellem Mißbrauch von Schutzbefohlenen in Sakristeien und Kinderheimen, nach der Offenlegung von schwulen Netzwerken im Vatikan und dem daraus resultierenden Papstrücktritt, droht den Kirchen nun neues Ungemach.

Schon gibt es gemeinsame Aktionen von GEZ-Abgezockten mit Atheisten.

Ralf Michalowsky, Sprecher der Laizisten in der LINKEN NRW: „Diesen Religionstechnokraten kann man eines nicht absprechen, Kreativität. Die legen sie besonders dann an den Tag, wenn es ums Geld geht. Davon kann die Kirche nie genug kriegen. Irgendwann wird sie hoffentlich an ihrer Gier ersticken!“"

Quelle: http://fsm-uckermark.blogspot.com/2013/03/das-wort-zum-freitag.html

flatrate_mit_gott

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Vatikan: „Familien müssen missionarischer werden“

Motu PropeioJa, der Vatikan hat wieder eine neue Idee, wie der katholische Glaube verbreitet werden könnte! Für 2012 gab es noch den Plan des Vatikan, dass die katholische Kirche das selber mittels einer Neuevangelisierung Europas macht, in einer Reihe von Großstädten sollte das in der Fastenzeit 2012 gestartet werden. Gestartet wurde nichts, vom im Vatikan dafür eingerichteten Amt für die Neuevangelisierung, gab's seit 2013 nichts mehr zu sehen, zu hören oder zu lesen! Hier ein Screenshot dieser Site vom 26.8.2019:

Die Vatikanbotschaft von Vatikan-News vom 25.8.2019 heißt es:
Katholische Familien sind dazu berufen, die Liebe Gottes zu verkünden, müssen für diese Aufgabe aber noch mehr Bewusstsein entwickeln, wobei die Kirche sie besser unterstützen soll. Das sagt die Untersekretärin des vatikanischen Dikasteriums für Laien, Familie und Leben, Gabriella Gambino, im Interview von Vatican News. Anlass für das Gespräch war der erste Jahrestag des Weltfamilientreffens, zu dem Papst Franziskus 2018 nach Dublin reiste.
"Familien sind der Ort, so der Heilige Geist wirkt – zwischen den Eheleuten, zwischen Eltern und Kindern, und zwischen Familien", sagte Gambino. "Ich glaube, das ist ein zentraler Aspekt für die Kirche und ihren evangelisierenden Schwung: die Familien zu Protagonisten der missionarischen Verkündigung zu machen."

Atheistische Anmerkung: Ja macht das! Sagt es den katholischen Familien, sie müssten den Glauben verkünden! In ganz Europa werden sich bestimmt dutzende Familien finden lassen, die das tatsächlich machen und wie die Zeugen Jehovas von Tür zu Tür gehen!

Vatikan-News: Im Sinn des Schreibens "Amoris Laetitia" von Papst Franziskus müsse die katholische Kirche auf die Zentralität der Ehe und der Familie in der Gesellschaft verweisen, damit die Gesellschaft der Zukunft entstehen könne. Gambino, ausgebildete Bioethikerin und vierfache Mutter, mahnte einen breiteren Ansatz bei der Vorbereitung junger Menschen auf die Ehe an, der auch schon Kinder im Blick habe. So gelinge es, auch Jugendliche aus schwierigen Familien zur Ehe zu ermutigen.
Atheistische Anmerkung: Ja, Euer Gott soll die Gesellschaft der Zukunft mit predigenden Familien erschaffen! Selber werdet Ihr wahrscheinlich außer ein  bisschen Gelabber dazu nix erbringen können. Euer Gott dummerweise natürlich auch nicht, weil er weiß ja nix davon, weil um zu wissen, müssten Götter ja existieren! Und die katholische Vorbereitung auf die Ehe? Wen könnte das interessieren? Zum Beispiel die immer noch bestehende katholische Vorschrift, dass die körperliche Liebe nur in der katholischen Ehe erlaubt ist! Wie viele unverheiratete Katholiken halten sich daran? Zwei Promille? Oder gar drei?

Vatikan-News: Man müsse "versuchen zu ermutigen, wo es Schwierigkeiten gibt; versuchen, die Bildung von Laien zum Familienleben zu fördern, zum Beispiel bei der Beziehung zwischen Eltern und Kindern, und jedes Umfeld fördern, wo starke familiäre Spannungen auftreten – ich denke da vor allem an die Anwesenheit von alten Menschen in der Familie."
Atheistische Anmerkung: Die Kleriker kennen sich ja aus im Familienleben! Sie kennen vielleicht manchmal sogar persönlich Leute, die im Familienverband leben, aber am besten kennen sie den Zölibat und seine Umgehungsmöglichkeiten! Aber fördert einmal drauf los! Dummerweise wird die katholische Familienförderung aber kaum wen interessieren…

Vatikan-News: Gambino warf einen Blick voraus auf das nächste Weltfamilientreffen, das 2021 in Rom stattfinden wird. Die Begegnung solle dazu dienen, "dass Familien vor der Welt die Schönheit des Familie-Seins bezeugen, mit allen ihren Möglichkeiten und Schwierigkeiten". In Rom haben bereits zwei Ausgaben des von Johannes Paul II. ins Leben gerufenen Weltfamilientreffens stattgefunden, 1994 und im Jubiläumsjahr 2000.
Atheistische Anmerkung: Die Weltfamilientreffen finden verteilt über die Welt seit 1994 alle drei Jahre statt, die teilnehmenden Familien sind keine Massen, beim letzten Treffen 2018 sollen es 12.000 Leute gewesen sein.
Familien müssen missionarischer werden", ist ein vatikanischer Wunschtraum, schlimmer als der jährliche Rückgang der Zahl der Kirchenbesucher in den aufgeklärten Gebieten ist für die katholische Kirche in diesen Gegenden die praktische Unmöglichkeit, neue Gläubige zu gewinnen. Da lassen sich vielleicht eine Reihe von Asylanten taufen, weil sie glauben, das bringe ihnen Sicherheit und Vorteile, dann wird es hin und wieder noch nichtkatholische Einheirater in gutsituierte katholische Familien geben, die sich ihrer neuen Umwelt anpassen, aber das Übliche in unseren Gegenden ist das Ausscheiden aus der Kirche und nicht der Eintritt! Missionarischer wird nix mehr! Amen!

 

Entnommen bei www.atheisten-info.at ( Erwin Peterseil).




Totaliter aliter

Der gelegentliche Blick in die Mailbox fördert zumeist nur Banales, Informatives  oder Persönliches zutage. Doch heute morgen fand ich wirklich Erstaunliches vor, das ich dem Leser nicht vorenthalten möchte. Doch dazu gleich!

Ab einem gewissen Alter kommen viele – und ich schließe mich da nicht aus – nicht umhin, sich zumindest gelegentlich Gedanken darüber zu machen, dass dieses Leben endlich ist und irgendwann (in hoffentlich ferner Zukunft) zuende gehen wird. Man kann prophylaktisch, obwohl niemand so recht daran glaubt, schon einmal die Einladungen zum 100. Geburtstag verschicken und sich dann besser fühlen. Doch selbst solch eine Verlängerung, die wohl nur die wenigsten von uns erreichen werden, ändert keinen Deut am Grundproblem: irgendwann ist einfach Schluss. Aus, basta!

Seit Epikur müssen wir uns immerhin keine Gedanken darüber machen, dass „Tod“ etwas Furchterregendes sei. In Kürze: „Solange du bist ist er nicht – und wenn er ist bist du nicht mehr. Also wovor fürchtest du dich, mein Freund?“ Damit wird allenfalls die Art des Hinübergleitens von einem Zustand in den anderen zu einem möglichen, Furcht auslösenden Problem. Es kann von Schmerzen und Ängsten begleitet sein, oder es präsentiert sich wie die Verabreichung einer Narkose, sanft und unmerklich nur ohne Wiedererwachen. Wie auch immer!

Wenn man nicht so skurrilen Gedanken wie dem Glauben an ein ewiges Leben in Paradies oder Hölle anhängt, stellt sich die Angelegenheit schon sehr viel einfacher dar. Ja, auch der Gedanke an ein ewiges Leben im Paradies ist furchterregend, wenn man genau hinschaut. Machen die Apologeten dieser Unsinnsidee sich eigentlich keinerlei Gedanken darüber, wie lang in Wirklichkeit eine Ewigkeit ist? Eine unendliche Abfolge von Tagen – und nicht ein einziger bringt uns dem Ende näher. Alle (inklusive mein Ahnherr Luther) stehen in voller Blüte,  man schreitet über die sanften Almen, muss sich um nichts Banales wie etwa Essensbeschaffung kümmern, ein Tag vergeht wie der andere ohne die geringste Herausforderung, nicht einmal ein kleiner Streit mit der (nun gleichaltrigen) Schwiegermutter ist eingeplant. Selbstmord durch Langeweile würde wohl zur liebsten Freizeitbeschäftigung werden.

Zum Glück sind aufgeweckte Menschen nicht gezwungen, einem solchen Horrorszenario auch nur eine Sekunde lang Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn das Licht einmal final abgeschaltet ist, kümmert uns nicht mehr, was denn wohl Verwandte oder Bekannte über den Verblichenen zu sagen haben – wir wissen es halt nicht, und Empfindungen wie Neugier sind sicherlich beim Toten nicht mehr vorhanden. So in etwa dachte ich mir das auch immer – bis mich heute morgen diese vetrackte Mail erreichte. Zu meinem Erstaunen stellte ich fest, dass Absender und Empfänger identisch waren. Doch lesen Sie selbst:

 

Totaliter aliter

Als ich heute nachmittag meinen üblichen Rundgang durch die Nachbarschaft machte, bemerkte ich plötzlich, dass mir die Beine weich wurden, mein Bewusstsein begann auszusetzen und ich stürzte der Länge nach hin auf den Gehweg. Herzinfarkt, Gehirnschlag, was auch immer – das passiert halt. Ich machte mir keine Gedanken darüber. Doch halt: wieso „ich“? „Ich“ war doch nicht mehr, „ich“ lag doch dort auf dem Gehsteig und einige Leute scharten sich um mich. Sie sprachen miteinander, doch ich konnte nichts hören, einer bediente sein Telefon, wahrscheinlich orderte er eine Ambulanz. „Ich“ entfernte mich zusehendst von mir, erst langsam, dann immer schneller nach oben, bis ich die Gruppe um meine Leiche herum kaum noch wahrzunehmen vermochte. Schließlich war ich so weit weg vom Geschehen, dass ich nunmehr völlig allein immer weiter emporgetragen wurde wie ein Lichtwesen, das einem unbekannten Licht entgegen strebte.

Ich konnte nicht feststellen, dass mein ICH von irgendetwas wie einem Körper begleitet würde. Und dennoch verlangsamte sich plötzlich mein Aufwärtsstreben, so als ob es von der Schwerkraft zurückgehalten und abgebremst würde. Im Gegenteil  begann ich nunmehr zu fallen, musste hilflos mitansehen, wie ich mich der Erde wieder näherte – ganz so wie es früher in Träumen so häufig passierte. Doch kein schweißgebadetes Erwachen erlöste mich aus dem Albtraum. Ich schlug mit großer Geschwindigkeit auf – zu meinem Erstaunen war dieser Aufprall völlig schmerzfrei. Erst im Zurückfedern erkannte ich, um welchen Ort es sich bei meinem Aufschlag handelte: die Tastatur eines Laptops! Augenblicklich sah  ich die Chance, die sich durch diesen Zufall bot. Jetzt musste es nur noch gelingen, dass ich meinen erneuten Fall gezielt auf die Buchstaben richten konnte – es funktionierte zu meiner großen Freude. Wer hat schon ein solches Glück, authentisch von seiner letzten Reise berichten zu können?

Während ich dies tippe merke ich, dass meine Aufprallgeschwindigkeit auf die Tasten mit jedem Buchstaben geringer wird. Es scheint eine Kraft an mir zu zerren, die mich wohl endgültig von der Erdenschwere befreien wird und mich auf eine Weiterreise mit unbekanntem Ziel expediert. Ich muss jetzt nur aufpassen, dass ich mit dem letzten Schwung noch die Absendetaste erreiche, sonst war alles vergeblich.

Ich grüße alle, die mich kannten, und wünsch

____________________________________________

Da brach es ab. Keine Unterschrift, kein Absender außer meinem eigenen – wer hatte mir dies übermittelt und vor allem: was wollte er mir mitteilen?  Soll sich der Leser selber einen Reim darauf machen – ich bin zu müde dazu.

PS: Wer Schwierigkeiten mit demTitel der Mail haben sollte, der wende sich vertrauensvoll an unseren Experten für Latein, der hier allen bestens bekannt ist.

 

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Affen-Theorie kalt erwischt

Tippender-AffeDas hat die Astrophysikerin Sarah Salviander, denn "auch Primaten können Evolutionstheorie nicht stützen".

Denn sie kontert dem «Infinite Monkey Theorem» (Endloser Affenlehrsatz) mit einer astronomischen Rechnung, weil (wie auch in Wikipedia nachzulesen) dieser Lehrsatz besage, dass ein Affe, der unendlich lange zufällig auf einer Schreibmaschine herumtippt, fast sicher irgendwann alle Bücher in der Nationalbibliothek Frankreichs schreiben wird oder in den englischsprachigen Ländern die Werke Shakespeares.

Darüber schrieb die Site jesus.ch am 7.8.2019 und führte aus: "Die ehemalige Atheistin, die inzwischen Christin wurde, stellt damit eine Theorie auf den Prüfstand, welche Atheisten-Papst Richard Dawkins verwendet, um die Evolutions-Theorie zu untermauern."

Und dann wird in Großbuchstaben verkündet:
EINE MILLIARDE AFFEN WÜRDE MILLARDEN VON BILLIONEN JAHREN BENÖTIGEN, UM AUCH NUR EINEN SINNVOLLEN SATZ AUF EINER TASTATUR ABZUTIPPEN. DAMIT FÄLLT DIE THEORIE, DASS DAS UNIVERSUM SPONTAN AUS DEM NICHTS ENTSTANDEN IST.

Und weiter geht’s über einen endlsoen Affentest: "Nach vier Wochen haben sie nicht nur kein einziges Wort der englischen Sprache produziert, sondern sie haben sich auch gelangweilt und angefangen, sich an den Tastaturen zu entleeren.» So lautet die Zusammenfassung eines Tests aus dem Jahr 2003 zur «Infinite Monkey Theorem. Sechs Affen hatten einen Monat Zeit, auf einer Computer-Tastatur-Texte zu schreiben. Das Endergebnis waren rund fünf Seiten, die überwiegend aus dem Buchstaben «s» bestanden. Außerdem hatten die Affen mit einem Stein auf die Tastatur geschlagen und sich auf ihr entleert. Diese Theorie, ein Favorit des atheistischen Autors Richard Dawkins, versucht zu erklären, wie ein unglaublich fein abgestimmtes Universum, wie das unsere, spontan aus dem Nichts durch einen ungeführten Prozess entstanden sein könnte. Dawkins hat sich auf die Theorie in Büchern und bei Auftritten auf der Bühne bezogen."

Was ein völliger Blödsinn ist! Richard Dawkins hat das Beispiel der Schreibmaschine schreibenden Affen zur Erklärung der "kumulativer Auslese", verwendet, er beschreibt dazu ein Computerprogramm, welches die Hamlet-Zeile "METHINKS IT IS LIKE A WEASEL" produziert, um zu zeigen, inwieweit sich die kumulative Auslese von einem hypothetischen Schreibmaschine schreibenden Affen unterscheidet. Dazu wird zunächst ein Zufallstext erzeugt. Dieser Text wird mit dem Hamlet-Text verglichen, wobei nur diejenigen Buchstaben in den nächsten Schritt übernommen werden, die mit dem Hamlet-Text bereits übereinstimmen. Die anderen Buchstaben werden erneut zufällig erstellt, der neu entstandene Text wiederum mit der Hamlet-Zeile verglichen usw. Das geschieht solange, bis der Text mit dem Hamlet-Text übereinstimmt.

Das hätte Sarah Salviander in Dawkins' Buch "Der blinde Uhrmacher" von Seite 64 bis 68 nachlesen können. Hat sie natürlich nicht, weiß daher auch nix davon, wozu Dawkins die Schreibmaschine schreibenden Affen benötigt hatte, verkündet aber: "Warum Materialisten aufhören müssen, die Affen-auf-Schreibmaschinenanalogie zu benutzen und Christen aufhören müssen, sich Sorgen zu machen".

Meinereiner hat diese Stelle mit Internethilfe und mittels Buchnachschlag in zehn Minuten gefunden, Frau Salviander hat keine Sekunde für so eine Suche verschwendet, weil Christen sind ja sowieso mittels Christenlehre gottgegeben allwissend.

Salviander will "das Bewusstsein für Wahrscheinlichkeiten schärfen" und schreibt: "Die Analogie von Affen auf Schreibmaschinen wird oft verwendet, um zu erklären, wie zufällige Prozesse bei genügend Zeit und Raum zu extrem unwahrscheinlichen Ereignissen führen können. Aber von wie viel Zeit und Raum sprechen wir im beobachtbaren Universum?" Zeit und Raum seien überraschend klein. "Die Theorie versucht natürlich zu veranschaulichen, wie ein ungeführtes Universum schließlich zwangsläufig über lange Zeiträume hinweg etwas Verständliches hervorbringen kann. Das muss es in der materialistischen Weltanschauung."

Es ist bei den Gottergebenen der Hauptpunkt ihrer Lehre, dass es unmöglich sei, dass das Universum bis zum Menschen zufällig entstanden wäre. Es geht natürlich bei der Evolution nicht um irgendwelche Zufälle, sondern um Wahrscheinlichkeiten!

Im Text auf jesus.ch heißt es dazu: "Die Astrophysikerin hat errechnet, dass wenn die Erde – wie in der Evolutionstheorie dargestellt – rund 13,8 Milliarden Jahre alt wäre, eine Milliarde Affen erforderlich wäre, die kontinuierlich während rund einer Milliarde Billionen Billionen Billionen mal die Lebensdauer des Universums lang tippen müssten, bevor wir erwarten können, dass nur die erste Zeile von Dickens' Roman 'A Tale of Two Cities' zustande kommt. Und das nur für diesen einen, ersten Satz eines Romans."

Ja, da darf einmal der Frau Astrophysikerin und/oder jesus.ch erklärt werden, dass die Erde nicht 13,8 Milliarden Jahre alt ist, so alt ist der Urknall, die Erde ist etwa 4,6 Milliarden Jahre alt. Ihre Entstehung ist eine Serie von Folgen der Schwerkraft. Zuerst einmal bedurfte es der Schwerkraft, dass sich durch Weltall fliegende Körper bildeten, dann waren es die Schwerkraft und die Fliehkraft, die die Erde in die Planetenbahn brachten, sie stürzte nicht in die Sonne und sie flog nicht davon, weil die Anziehungskraft der Sonne und die Bewegungskraft der Erde sich gegenseitig aufhoben. Dass es überall solche Dinge gibt (Sonnen umkreisende Planeten und Planeten umkreisende Monde) ergab sich aus der Unzahl der durchs All fliegenden materiellen Massen und aus der Unzahl der Zeit. Manche dieser Planeten waren geeignet für die Entstehung von Leben und darum sitzt hier meinereiner und tippt diesen Text am Computer. Wobei beim Ablauf vom Urknall zum Urschleim und die Folge der Generationen bis zur eigenen Person derartig viele Varianten möglich waren, dass jeder von uns davon ausgehen kann, dass die Existenz der konkreten eigenen Person wohl eine Wahrscheinlichkeit von minus unendlich plus eins gehabt hat!

Die Frau Salviander kommt nun zu ihrer Sicht der Welt, sie drängt die Atheisten in die Ecke, zumindest glaubt sie das zu tun, wenn sie schreibt: "Durch den Urknall sind sie gezwungen, sich in die einzige andere Form der Ewigkeit zurückzuziehen, die ihnen einfällt, nämlich das unendliche Multiversum. Wir haben entweder wilde unwissenschaftliche Spekulationen über unbekannte Mechanismen, die unendliche Universen erzeugen. Ansonsten bleibt die Möglichkeit zu akzeptieren, dass das, was die Entwicklung unseres Universums prägt, nicht unkontrolliert ist. Der Physiker und Theologe Gerald Schroeder kommentiert, dass es genau diese Diskussion war, die den verstorbenen Atheisten Antony Flew vom Atheismus weg und in den Theismus trieb. Er hatte nicht genug Glauben, um ein Materialist zu sein, und ich auch nicht".

Worauf sich nun die Frage nach dem Ersatz für die materielle Welterklärung stellt: Woher kommt dann der Gott der Theisten? Ein Gott, der alles erdacht, geplant und geschöpft hätte, müsste doch um billionenmal komplexer sein als das von ihm Erdachte, Geplante und Geschöpfte! Und wie ist das nun mit dem Christengott, dem sich die Sarah Salviander zugewandt hat: Der hätte dann ein Universum aus 100 Milliarden Galaxien geschaffen, damit er dort eine Sonne und eine mondumkreiste Erde unterbringen kann, auf der er Pflanzen und Tiere und schließlich den Menschen erschafft, fast alle Tiere und Menschen dann wegen der irdischen Sündhaftigkeit mittels Sintflut ersäuft und alles neu züchtet.

Und als das immer noch nicht so funktioniert, wie er es geplant, aber offenbar nicht richtig geschöpft hatte, er nun mit einer irdischen Jungfrau einen Sohn zeugt und diesen mittels Kreuzigung für die Sünde der Menschen opfert. Was ja auch recht grotesk ist: an wen opfert Gottvater seinen Sohn? An die Welt? An sich? An den einpersonigen, aber dreifaltigen Gott wo er die Falte "Gottvater" ist? Und was hat diese Opferung gebracht? Gab's danach keine Sünden mehr? Oder wurden nur die Sünden bis zum Kreuzestod hinweggenommen? Und die furchtbaren Verbrechen, die es in den danach folgenden Jahrhunderten gab? Und speziell auch die christkatholischen Verbrechen an der Menschheit? Da müsste der Jesus wohl bald wieder kommen und sich z.B. reuig am Scheiterhaufen verbrennen lassen! Und dann alle alle Menschen ins Paradies zurückführen. Oder so.

Da aber die Erde und das Universum mit all ihren Bestandteilen materielle Ursachen und materielle Auswirkungen haben, sollten wir danach trachten, unsere Welt für uns zu gestalten und endlich mit diesem ganzen Götterklimbim aufhören. Es rettet uns keine höheres Wesen, kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun, uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun!

 

Entnommen bei www.atheisten-info.at ( Erwin Peterseil).




Reinkarnation?

Dieser Beitrag erschien zuerst bei unseren Freunden von No heaven – only sky.

Gesenkten Hauptes traten der Dichter Kisilewski und sein Hausarzt Doktor Stamm vom offenen Grabe zurück. “Er war ein guter Patient. Zu dumm, dass es so schnell mit ihm zu Ende gehen musste”, sagte Dr. Stamm. Feuchter Kies knirschte unter seinen Sohlen.
“Wieder ein wacher Leser weniger, wirklich schade”, sprach der Dichter und verkroch sich vor dem Nieselregen tiefer zwischen Mantelkragen und Ballonmütze. “Sag mir, Doktor, du Sachverständiger des Lebens”, hauchte er in den nassen Dunst, “gibt es Hoffnung? Haben wir ein Leben nach dem Tode zu erwarten?”

Doktor Stamm schien in tiefes Nachdenken zu versinken als sie sich vom Grabe entfernten. Er schritt einher als fechte ihn der dünne Regen nicht an. Als sie den Hauptweg erreichten, war sein Grübeln offenbar zu einem Schluss gekommen: “Schau, lieber Dichter, du Kenner dessen, was du die menschliche Seele nennst: Soeben mussten wir es doch erleben: Die Existenz des Individuums ist von begrenzter Dauer. Das Leben als Ganzes hingegen hat relativ langen Bestand, so langen, dass mancher gar von Ewigkeit daherredet. Bestand – nein, das trifft es nicht ganz. Bewegung – ja, Bewegung ist das bessere Wort. Denn das macht doch das eigentliche Leben aus: Alles in stetiger, chaotisch determinierter Bewegung: Fleuchen und Kreuchen, Altern und Gebären. Und du bist ein Teil davon, ein lebendiges Einzelwesen. Ist das nicht wunderbar genug?”

“Dem kann ich kaum widersprechen”, murrte Kisilewski enttäuscht, “aber das ist ein simpler Allgemeinplatz. Das ist keine Antwort auf meine Frage!” “Keiner kann dir diese Frage wirklich beantworten, wer das behauptet ist ein Scharlatan – außer du selbst. Nur von dir hängt es ab, ob du noch ein Leben zu erwarten hast.” “Schäm dich was, das Fell schon vor der Zeremonie zu versaufen!” zischte Kisilewski böse.

“Nicht doch, lieber Freund! Ich bin nüchtern wie am ersten Tag. Pass auf, ich erklär’s dir: Wenn du fest dran glaubst, dann erwartest du selbstverständlich noch ein Leben. Für einen, der fest an irgendetwas glaubt, gibt es das natürlich alles, woran er glaubt, einerlei, ob Andere seinen Glauben teilen oder nicht. Und falls du nicht dran glaubst – ja dann braucht es logischerweise sowieso keins weiter zu geben. Ob du selbst deine Frage mit ja oder nein beantwortest, ist doch ohnehin nur wichtig für das Leben, das du jetzt gerade absolvierst. In einem eventuellen nächsten – sei es als Frosch oder Storch, als Meier oder, Gott verhüte, wieder als Kisilewski – wirst du dich an dieses Leben, das du hier und heute führst, sowieso nicht mehr erinnern können. Oder erinnerst du dich vielleicht jetzt an ein früheres Leben?”
“Quatsch. Oder? Vielleicht doch – weiß ich, wovon ich manchmal träume?”
“Eben, du sagst es selbst: Du weißt es nicht. Und was wir nicht wissen können wegen unserer naturgegebenen Begrenztheit als Individuum, das sollte uns schlicht kalt lassen – einfach aus praktischen Gründen. Aber wie du möchtest, keiner kann dich daran hindern: Du, der vorzügliche Dichter Kisilewski, magst selbst entscheiden, ob du noch ein Leben haben möchtest oder lieber nicht. Solche Freiheit bietet dir dein, mit Verlaub ebenfalls begrenzter, Geist, den das Leben als Ganzes in dir kleinem Wicht hervorgebracht hat. Ist das nicht auch wunderbar?”

Unterdessen hatten sie das Friedhofstor passiert. Der Doktor öffnete seinen Wagen und hielt dem Freunde generös die Beifahrertür auf. Doch Kisilewski stieg nicht gleich ein, sondern wandte sich noch einmal zur Pforte um. “Seltsam, Friedhöfe haben immer nur einen Eingang. Ich hab noch nie gesehen, dass auf einem von ihnen irgendwo ein Hinweisschild angebracht wäre mit der Aufschrift Ausgang.” “Jaaa, das Auferstehungswunder kommt gemeinhin so selten vor, dass sich ein solcher Hinweis einfach nicht lohnt.” Dr. Stamm plumpste hinters Lenkrad und zupfte seinen Freund am Ärmel, er möge sich doch endlich bequemen einzusteigen. Der Regen hatte zugenommen.

“Übrigens”, fuhr er fort und startete den Wagen, “was dich betrifft, mein Lieber, so bin ich fest davon überzeugt, dass du schon einmal gelebt haben musst.”
“Wieso?”
“Unlängst las ich das Werk eines ziemlich bekannten russischen Schriftstellers aus dem neunzehnten Jahrhundert. Thema und Handlung wiesen eine geradezu frappierende Ähnlichkeit mit deinem letzten Krimi auf.”
Kisilewski zog die Beifahrertür zu und starrte zur Frontscheibe hinaus auf die glänzenden Pflastersteine. Sie fuhren nach Hause – ohne weitere Fragen.

 

 

Die Meinung des Gastautors muss nicht der Redaktionsmeinung entsprechen.

 

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Wir beten. Für Österreich – Ein Schmankerl von E. Peterseil

Pray for AustriaUnter dem obigen Titel berichtete kath.press am 9.7.2019 über die Einrichtung einer Homepage, die dazu anregen soll, dass Christen für österreichische Politiker regelmäßig beten, es heißt dazu konkret: "Ab sofort gibt es in Österreich eine neue Online-Plattform, auf der man für politische Verantwortungsträger beten kann. Unter www.prayforaustria.at haben gläubige Christen die Möglichkeit, für einen von insgesamt 274 Politikern zu beten – für den Bundespräsidenten ebenso wie für Parteichefs, Landeshauptleute, Mitglieder des derzeit regierenden Expertenkabinetts oder Angehörige des National- oder Bundesrats. Wer für sie beten möchte, sucht sich gezielt jemanden aus oder bekommt eine Person per Zufallsprinzip zugelost. Zusätzlich deklariert der oder die Betende im Internet, ob einmal am Tag, einmal die Woche oder einmal im Monat gebetet werden soll."

Und was erwartet man sich davon? Dass Gott der HErr dann die Beter unterstützt und den jeweiligen Politkern Hilfe leistet? Auf der Homepage heißt es dazu: "In einer politisch turbulenten Zeit wollen wir für die Politiker und Politikerinnen Österreichs beten. Wir möchten das Vertrauen und die Hoffnung in Österreich stärken. Wir möchten Gott in die Politik unseres Landes einladen und uns unter seine Führung und seinen Segen stellen. Die großen Gebetsbewegungen der Geschichte Österreichs zeigen uns: Beten hilft!"

Leider wird kein Beispiel für die "großen Gebetsbewegungen" angeführt, die bekannteste Gebetsbewegung war der Betkreis für den Staatsvertrag, der Rosenkranz-Sühnekreuzzug rühmte sich seinerzeit durch Rosenkranzbeten den Staatsvertrag herbeigebetet zu haben: "Nach 81 Sühneandachten und mehreren Lichterprozessionen mit Zehntausenden durch die Wiener Innenstadt erfüllte sich 1955 das Gebetsanliegen um die Wiedererlangung der vollen Freiheit Österreichs."

Das Kuriose war allerdings, dass 1952 die Sowjetunion die Neutralität ins Gespräch brachte und die Westmächte das vorerst ablehnten, Gott müsste also die christlichen Westmächte dazu bekehrt haben, den Wünschen der gottlosen UdSSR zu folgen! Das neutrale Österreich trennte schließlich mit der anschließenden ebenfalls neutralen Schweiz die NATO-Front gegen die Oststaaten in zwei Teile!

Aber das nur nebenbei! Jetzt am 11.7.2019 um 12h05 beten schon 433 Leute für die österreichische Politik. Da muss ja der Kurz die Wahlen wieder gewinnen! Aber bei 37 und 38 % liegt die ÖVP ja schon seit der Ibiza-Geschichte der FPÖ! Und vorher hat niemand organisiert für die ÖVP gebetet, am 9.5.2017 lag sie umfragemäßig bei 21 %, am 19.5. bei 33 %. Da hatte auch kein Gott geholfen, sondern der damalige ÖVP-Chef Mitterlehner mit seinem Rücktritt und sein Nachfolger Sebastian Kurz, der mit der Balkankonferenz die Balkanroute für Migranten geschlossen und offenbar damit das in der Bevölkerung als größtes gesehene Problem gelöst hatte. Das brachte Proteststimmen gegen die SPÖ-ÖVP-Koalition von der FPÖ als Zustimmungsstimmen zur ÖVP.

Ob es auch Beter für die Rendi-Wagner gibt? Das wird auf der Beter-Site leider nicht angezeigt. Aber wenn die Rendi-Wagner Bundeskanzlerin würde, wäre das wahrlich ein göttliches Wunder! Das traut sich ein glaubensfreier Mensch wie meinereiner hier zu schreiben. Das zeigt nämlich an, wie gering meinereiner die Chancen dieser Kandidatin einschätzt! Zurzeit liegt sie bei den Kanzlerumfragen mit 18 % auf Platz drei hinter Norbert Hofer von der FPÖ!

Entnommen bei www.atheisten-info.at ( Erwin Peterseil).

 




Gelebter Islam in Ägypten

Nach jahrzehntelanger schmerzvoller Suche habe ich jetzt endlich den wahren Sinn meines Lebens gefunden! Niemand geringerer als Allah hat mir  den richtigen Weg gewiesen, den Islam! Welch größere Erfüllung kann es für eine Frau geben als eine treue, gottgefällige Muslima zu sein.

Ich hatte das große Glück, in den letzten Tagen des heiligen Ramadan in Ägypten zu sein, und da fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren –  DAS ist wahre Lebensfreude! Was kann es Erfüllenderes geben, als 12 Stunden lang weder Nahrung noch Getränke zu sich zu nehmen, das ganze bei ca. 40 Grad im Schatten – DAS ist wahrer Glauben! Raucher unter Euch wissen, wie schwer es ist, einen halben Tag nichts Nikotinöses zu sich zu nehmen. Man hat dann Entzugserscheinungen, die Zunge klebt trocken am Gaumen, der Magen spricht zu einem, die Laune fällt in den Keller – das ist nichts gegen die Erfüllung, Allahs Geboten gehorcht zu haben. Nur wer Entbehrung kennt, weiß Überfluss zu schätzen! Welch ein orgiastisches Fest ist es, wenn die Minute des Fastenbrechens herannaht, und man endlich all das tun darf, was vorher verboten war. Wobei diese Minute nicht vorhersehbar ist, das macht das ganze noch mystischer. Ich dachte bisher, dass dieser Moment dann eintritt wenn, wie es im heiligen Koran steht, ein schwarzer Faden nicht von einen weißen unterschieden werden kann – also NACH Sonnenuntergang bei Dunkelheit!

Weit gefehlt, es ist viel komplizierter: Ein Islamgeleerter (kein Druckfehler!) im Fernsehen gibt die Zeit vor – meistens so ca. 17:15 Uhr, wobei es da  aber noch nicht dunkel war! Wie konnte ich nur glauben, dass Allah von uns einfache Regeln fordert, da muss schon ein Wissender den Moslem instruieren, wäre ja noch schöner!

Nun also darf gevöllert werden, esstechnisch alles, was Mutter Natur so hergibt, es gibt auch einiges aufzuholen und für den nächsten Tag Speicher anzulegen. Da darf es dann auch mal Bier sein und Haschisch, Allah hat es gegeben und nimmt es auch wieder! Spätestens da wusste ich, dass man den Koran nicht so wörtlich nehmen darf. Bier ist KEIN Alkohol und Haschisch KEIN Suchtmittel, pflanzliche Nahrung eben. Wenn es doch nicht regelkonform sein sollte – das macht der einfache Gläubige mit Allah ganz persönlich aus. Wer sind wir schon, dass wir den Willen Allahs verstehen können?

Natürlich ist es auch weise und sinnvoll, so viel Geld im Ramadan für die nächtlichen Orgien auszugeben, dass für den Rest des Jahres der durchschnittliche Moslem so was von pleite ist – wen kümmert es; wenn Allah will, dass wir arm sind, sind wir arm – Inshallah!!!

Dieses Inshallah ist überhaupt sehr praktisch, es lebt sich viel unbeschwerter , wenn man sich über nichts Gedanken machen muss – es ist völlig sinnlos, etwas anders oder gar besser machen zu wollen – Allah will, dass es so ist, also ist es so. Punkt. Ende der Diskussion. Wir haben kein Geld? No problem, wenn Allah will, wird er uns Geld schicken! Wie schön doch das Leben ist!

Autofahren in Ägypten ist ebenfalls von dieser Philosophie durchdrungen: Licht bei Nacht – nur was für westliche Weicheier. Angurten – ditto – wenn Allah will, dass wir sterben, dann sterben wir! Ach, wie schön ist doch das Leben – wir hängen nur nicht besonders daran! Das ist eine Lebenseinstellung, von der wir noch was lernen können!

Außerdem sehr praktisch: als Moslem muss man nichts wissen! Wissenschaft ist ebenfalls nur was für westliche ungläubige Warmduscher – lies den Koran, da steht alles drin – sogar der Urknall – angeblich. Die genaue Stelle habe ich leider nicht erfahren, dazu müsste ich den Koran schon im Original auf Arabisch lesen, und das kann ich leider nicht. Und Übersetzungen verzerren halt die wahre Aussage, schließlich ist keine Sprache so reich wie die arabische!

Das leuchtet ein! Ergo genügt ein einziges Buch im Haushalt, das spart doch Platz und Geld. Bücherregale sind nicht nötig! Guter Nebeneffekt – die Frau muss weniger abstauben! Also wer Ägypten als emerging new market sieht – mit dem Verkauf von Billy Regalen wird er pleite gehen!

Falls ihr euch wundern solltet, dass ich das politisch korrekte man/frau nicht verwende: wundert euch nicht – das ist auch sehr angenehm in einer islamischen Gesellschaft: kein Mensch gendert da herum, es ist de facto alles männlich, außer DIE Frau und DIE Tochter. Nachdem ja die arabische Sprache nicht nur in Aussprache und Schrift, sondern auch grammatikalisch sehr schwierig ist, muss man sich doch bei Allah nicht auch noch mit allzu viel weiblichen Formen herumschlagen, das werdet ihr ja verstehen. Natürlich werden Verben auch im Feminin konjugiert, aber nachdem ja Frauen im öffentlichen Leben kaum bis gar nicht vorkommen, reicht es völlig, z.B. für „bitte“ (minfadlak) nur das maskulinum zu lernen! Man wird nicht in die Verlegenheit kommen, eine Dienstleistung von einer Frau zu erbitten!

Apropos Frau: Von wegen Rolle der Frau: da gibt’s nichts zu diskutieren, es ist von der Natur so vorgegeben, dass die Frau Kinder bekommt, oder seht Ihr das anders?  Auch da haben die Ägypter recht: wenn die Frauen dasselbe leisten könnten wie Männer – wieso gibt es dann so wenig Frauen in Politik und Wissenschaft?

Ebenfalls ein netter Punkt : Ehe auf Zeit! Das haben ja eigentlich die schiitischen Iraner erfunden, aber die Praktikabilität dieses Konstrukts hat sich natürlich auch unter sunnitischen Arabern schnell herumgesprochen: In Ägypten gibt’s dafür sogar eigene Formulare – die Pharaonen  haben schließlich die Bürokratie erfunden – diese Form des Zusammenlebens nennt sich „Urfi-Ehe“. Mittlerweile gibt es fast so viele Urfi-Ehen wie gesetzlich geschlossene – man spricht von ca. 400.000 / Jahr!

Kann ich gut verstehen, warum das so ist – die demografische Entwicklung in Ägypten ist ja völlig gegenläufig zu unserer: eine sehr junge Gesellschaft, und diese jungen Menschen wollen nicht nur arbeiten (das ist bei 40% Arbeitslosigkeit auch nicht so einfach), sondern auch ihre sexuelle Lust ausleben.

Nun ist das im Islam vor- und außerehelich streng verboten (wie ja auch bei den Katholen –   mit dem Unterschied, dass die Moslems das noch ernst nehmen). Laut Gesetz ist es einem Mann und einer Frau nicht gestattet, sich in einem Raum aufzuhalten, wenn Sie nicht verheiratet sind. Dieses Gesetz wird zwar nicht eingehalten – außer im ländlichen Raum – aber exekutiert wird es: so hat die security wenigstens etwas zu tun!

Also muss eine islamische Hintertür her, das ist dann dieses Formular, von einem Anwalt abgestempelt und von 2 Zeugen mit Unterschrift beglaubigt, wobei diese 2 Zeugen nicht unbedingt physisch anwesend sein müssen. Die Namen und Unterschriften von Anwalt und Bräutigam gefälscht tun es auch. Allah ist Zeuge, das sollte reichen! Braut und Bräutigam unterschreiben ebenfalls (die sollten das wirklich tun) und schon ist man verheiratet!

Vorteile für den Mann: Er kann ohne schlechtes Gewissen Sex haben, er behält den Vertrag, er braucht seiner „Ehefrau“ weder Wohnung, Hausrat oder Gold zu kaufen, er kann die Ehe jederzeit ohne Angabe von Gründen beenden (Vertrag zerreissen genügt) – eine eindeutige win/win – Situation. Vorteile für die Frau: Sie ist verheiratet – das war´s aber dann auch schon, Rechte entstehen keine aus dieser Form des Zusammenlebens.

Urfi-Ehen sind  genau genommen sogar verboten – aber wen interessiert das im Moment der Eheschließung, wenn man wie eine nach Wasser lechzende Gazelle das Paradies der fleischlichen Lust so nahe vor Augen hat.

Blöd wird’s nur dann für die Frau, wenn der Mann sich scheiden lässt! Dann hat Sie weder Anspruch auf eventuell vorhandene Kinder, geschweige denn auf finanzielle Unterstützung. Außerdem ist Sie gesellschaftlich gebrandmarkt, weil urfi-verheiratet und daher eine Hure!

Der Mann kann so viele derartige Konstrukte eingehen wie er möchte. Die religiös von Ihm geforderten Normen sehen ja nur keinen Sex VOR der Ehe vor – das hat er ja erfüllt.

Man muss sich eigentlich nur an Geboten und Verboten orientieren , eine verheiratete Frau sein und fruchtbar, natürlich, dann wird Frauen der Himmel auf Erden geboten. Ägypter wissen nämlich noch, wie man Frauen erobert und verehrt: die Frau ist ein Kristall, ein Edelstein, die Sonne, der Mond, das Meer, eine Rose, das Augenlicht usw. … das klingt auf Arabisch natürlich viel besser. Außerdem hat der Mann zu Hause eh nix zu melden, in der Öffentlichkeit kann er ja dann ruhig bei einer Shisha in der Männerrunde sein Testosteron spielen lassen!

Ein paar Kleinigkeiten konnte ich leider trotz intensiver Recherche nicht klären:

Unter welchen Umständen genau muss das strenge Fasten im Ramadan NICHT eingehalten werden? Zu dieser Frage hatte  jeder eine andere Antwort, der Koran ist da auch keine Hilfe, da z.B. harte Arbeit wirklich jeder anders definiert!

Muss das 5malige Beten am Tag wirklich in Richtung Mekka, also in Ägypten eher gen Osten gerichtet, praktiziert werden? Oder doch „mit dem Meer im Rücken“, was dann, je nach Landesteil, auch mal Richtung Westen bedeuten würde? Wo kommen die vielen bunten Glühbirnen her, die im Ramadan die Moscheen schmücken, so dass jeder Christbaum dagegen ein altersschwaches Glühwürmchen ist?

Fragen über Fragen, auf die es bis dato keine Antwort gibt!

Die Frustration darob lässt mich jetzt zum Schluss meiner Suada kommen, durchaus in Weltschmerz und tiefster Verzweiflung, oder, wie die Ägypter sagen würden : Das Leben ist ein Jammertal!

 

Die Meinung des Gastautors muss nicht der Redaktionsmeinung entsprechen.

 

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Warum darf ich keinen Kanadier besitzen?

Der Hintergrund zu folgendem Text: Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie, als achtsame Christin, daß Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus 18:22 ein Gräuel wäre. Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wurde.

Das Original findet sich hier : Why can’t I have a Canadian ?

Liebe Dr. Laura!

Vielen Dank, daß Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, daß es sich dabei um ein Gräuel handelt. Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind,

a.) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, daß dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

b.) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

c.) Ich weiß, daß ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

d.) Lev. 25:44 stellt fest, daß ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, daß würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

e.) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, daß er getötet werden muß. Allerdings: bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?

f.) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Gräuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

g.) In Lev. 21:20 wird dargelegt, daß ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muß zugeben, daß ich Lesebrillen trage. Muß meine Sehkraft perfekt sein oder gibt’s hier ein wenig Spielraum?

h.) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

i.) Ich weiß aus Lev. 11:16-8, daß das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

j.) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, daß wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)

Ich weiß, daß Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, daß Sie uns behilflich sein können.

Und vielen Dank nochmals dafür, daß Sie uns daran erinnern, daß Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan Jake

 

 




Noch ein Schmankerl aus Österreich

Der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari empfiehlt sündigen Priestern im Falles eines Zölibatsbruchs eine „wehtuende Spende“.  Sogar in der aktuellen Wochenausgabe der deutschsprachigen Papstzeitschriftt „L`Osservatore Romano“ wurde das bischöfliche Referat aus Graz nun samt heikler Zölibatspassage veröffentlicht!

 

Konkret rät Kapellari Priestern, die „in eine Berufs- und Berufungskrise geraten sind oder seit langem in einem falschen Kompromiss stehen“ zu einer „fast wehtuenden, großzügigen Spende“ – etwa für hungernde Menschen. Mit dem klaren Ziel für sündiges Gottespersonal: „wieder freier atmen zu können“.

Als eine Form modernen Ablasshandels will der Grazer Diözesanbischof seinen Vorschlag aber „auf keinen Fall“ sehen. „Es ist eine von vielen Möglichkeiten, damit zu beginnen, in so einer Situation den Knoten zu lösen. Ich lege da auch keine Tarife fest und prüfe auch nicht nach, ob und wie viel ein Priester gespendet hat“. Aber: „Werden Versprechen gebrochen, gibt es einen Selbstbehalt“, erläutert Kapellari im Gespräch mit dem Standard…

Das alleine ist ja schon urkomisch, ich möchte den Lesern aber anhand von postings im dazugehörigen thread im online Standard den Tag noch weiter versüssen und zeigen, wie kreativ und sarkastisch die Poster in diesem Forum sind!

Achtung : es ist nicht alles jugendfrei 😉

Die Quadratmoral der katholischen Amtskirche

Dieser Vorschlag erniedrigt die betroffenen Frauen zu bezahlten Konkubinen. Im Pfarrhof herrscht „Begleitservice“. Dazu passt, dass der Papst Kondome für männliche Prostituierte gestattet. Das ist keine Doppelmoral mehr, sondern Quadratmoral.

Kann es sein,

dass die Pfaffen viel zu oft mit Weihrauch als psychogene Substanz hantieren?
Anders ist diese „Schnapsidee“ nicht zu verstehen. Gilt das in Zukunft auch für das Basisvolk, anstelle von 3 Vaterunsern etc. nach der Beichte die Bankomatkarte zücken?
Echt skurril, diese Fritzen!

Regress

Hat sich der Kapellari in seiner Demenz überlegt, ob er nicht für ein paar Jahrzehnte nachzahlen müsste?

Glaubt die Kirche

… selber nicht mehr an die abschreckende Wirkung ihrer Himmel/Hölle-Konstruktion?

Gute Idee, daher

möchte ich konstruktiv mitarbeiten und folgenden Bußkatalog anbieten:
1. Sex mit erwachsener Frau (Frau ist einverstanden): 200 EUR
2. Sex mit erwachsenem Mann (Mann ist einverstanden): 150 EUR
3. Sex mit Kollegen (Kollege ist einverstanden): 100 EUR
4. Selbstbefriedigung: 50 EUR
5. Vergewaltigung (Erwachsener): Verwarnung
6. Vergewaltigung kleiner Kinder: wird vom Leiter der Glaubenskongregation vertuscht, daher straffrei, um die neue Strenge der katholischen Kirche auszudrücken, bekommt das Opfer – mit angemessenem Abstand von 30-40 Jahren – einen Schokoriegel. Für die Verwendung von bösen Kondomen wird ein Zuschlag von 30 EUR berechnet. Abtreibungen werden von der Kirche bezahlt, an Alimenten beteiligt sich die Kirche zu 60%.

Gute Idee, aber

ich würde noch zwecks der Mehreinnahmen vorschlagen, dass man mit RK – Gutscheinen, die man auch gerne zu Weihnachten verschenken kann, schon vorab die irdischen Freuden für nächste Jahr sichern kann. Oder wie wäre es mit einer RK – Bonus Card, 20% auf alles …

Braucht der Papst vielleicht schon wieder neue Prada-schlapfen?

Keine schlechte Idee!

Aber, ob die Geliebte des Pfarrers das Geld nimmt?

„… um Last von der Seele zu nehmen, lohnt es sich eben auch, Lösungsansätze auf materieller Ebene zu suchen.“

Das ist ja unglaublich, wie entlarvend diese Aussage ist!

Neues Gehaltsschema für Priester

Grundgehalt 2.000,–
Hotelspesen 500,–
Verhütungszuschuss 120,–
Konkubinats-Subvention 750,–
———————————-
Bruttogehalt 3.370,–
Schnaxl-Ablass -1.370,–
———————————-
Gehalt vor Steuern 2.000,–

Offenbar machte die Kirche im letzten Quartal zu wenig Umsatz…

…der Aufsichtsrat sucht neue Einnahmequellen 🙂

Pfarrer wird zur Rede gestellt:

Sie schlafen mit der Köchin in einem Bett?
Ja, aber wir haben ein Bügelbrett dazwischen!
Und wenn das Bügelbrett umfallt?
Dann werfen wir ein Zehnerl in die Kasse!
Nur ein Zehnerl?
Ja, aber es läppert sich ganz schön zsamm!

Jener Mann spicht wirr, er möge sich einen von der Palme wedeln, auf dass er wieder klaren Gedankens werde!

Frauenbild der Kirche:

Heilige oder Huren. Heilige faßt man nicht an, für Huren bezahlt Mann.

Tarife

Ich hab da einmal eine kleine Spendenliste zusammengestellt. Als Vorschlag natürlich – bitte um Ergänzung!
1 x nackert duschen: 5 €
1 x Zipfl zupfn: 10 €
1 x dem Ministranten in den Hintern ….: 7 €
1 x mit dem Kaplan: 10 €
1 x eine Frau küssen: 1000 €
1 x SEX (pfuigack) mit einer Frau: 10.000 €

Religion von innen

das ist nur ein weiterer beweis, dass religion von innen ziemlich unlustig ist, von aussen betrachtet aber SEHR lustig

und wenn jeweils bei Selbstbefriedung zumindest eine kleine Geldstrafe gäbe, wäre ganz Griechenland gerettet.

Zahlen für sex?

So ein Konzept gibt es schon…

Ein Verein, der
– Homosexuelle und
– Frauen benachteiligt,
– Pädophile unterstützt,
– und jetzt auch noch über ein Standbein in der Zuhälterei nachdenkt!
Ich kann jedem Mitglied nur raten, darüber ganz objektiv nachzudenken.
Ein Schelm der denkt, es könnte die katholische Kirche gemeint sein.

Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!

Der Kirche muss es finanziell ganz schön dreckig gehen

wenn sie jetzt schon die eigenen Hirten schröpft.

Geld gegen Vertrauen – DAS nenn ich moralische Wertvorstellungen!

Sollte jemand …

frei atmen wollen, so biete ich mich an, eine Spende entgegenzunehmen. Bitte um Kontaktaufnahme.
Ich könnte dann auch freier atmen, sozusagen mein Selbstbehalt.

Ich finde die Idee gut, ABER man sollte sich nicht so einfach freikaufen können. Deshalb schlage ich ein 3-Säulen Modell vor:
1. eine saftige Spende
2. öffentliches Auspeitschen
3. Sitzen im Beichtstuhl und um Vergebung bitten
Die katholische Kirche und deren Vertreter müssen wieder frei von Sünde sein

Gibt es dann eine Preisliste:
– für heterosexuellen Sex
– für bisexuellen Sex
– für einen Dreier
– für Gruppensex
– für spezielle Praktiken wie SM, etc.
– kein Tarif für Frauen in der Kirche; die haben ohnehin nichts zu melden und zu lachen
– Rabatt bei Personen, die schon bezahlt worden sind
– Rabatt bei kostenpflichtigen Swingerclubbesuchen
– Rabatt bei kostenpflichtigen Online-Portalen
– Zusatztarif für Geliebte, je Dauer der Liebschaft
– Zusatztarif für Geliebte mit Kind
– Rabatt für Geliebte, die im Dienste der Kirche steht
– Zusatztarif für jene Männer, die weiter oben in der Kirchenhierarchie stehen. Je verlogener und desto mehr man verdient, desto mehr zahlt/spendet mann.

vier Zusatztarife vergaß ich noch:
– Zusatztarife für alle Pfarrer, die ein Eheseminar leiten, aber nicht wissen wie Ehe funktioniert
– Zusatztarife für alle Pfarrer, die ein Eheseminar leiten, dabei Untreue predigen, aber zugleich Zölibatsbruch begehen, also im engeren Sinne auch untreu gegenüber ihrem Glauben sind
– Spezieller Zusatztarif für all diejenigen, die Sex im Jahr 2011 noch unter Strafe stellen.
– Spezieller Zusatztarif für jene Glaubensgemeinschaften, wo Pfarrer, Bischöfe, Kardinale und Päpste KEINEN Zölibatsbruch begehen, aber wie gamsige, kastrierte Eunuchen umherlaufen. Letzteres ist wider die Natur und sollte dementsprechend streng bestraft werden.

 

Die Meinung des Gastautors muss nicht der Redaktionsmeinung entsprechen.

 

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Betest du noch oder kopulierst du schon?

Vorbemerkung der Redaktion: Zu diesem „schwierigen“ Thema war es nicht leicht, eine einigermaßen passende Illustration zu finden. Was in öffentlichen Museen zu betrachten ist (Agostino Carracci (1557 – 1602), Jupiter et Junon), kann ja wohl nicht Pornographie sein, oder? In der unendlichen Fülle türkischer und arabischer Pornos (leider musste ich mir das antun) habe ich nichts gefunden, was ich hier hätte präsentieren können.

Eine der wichtigsten Entwicklungen beim heranwachsenden homo sapiens ist die Entdeckung des eigenen Körpergefühls und der damit verbundenen Sexualität. Es wundert daher nicht, dass genau an diesem so verletzlichen Punkt die Sachwalter des jeweils wahren und einzigen Glaubens ansetzen und stets darum bemüht sind, nur ja keine Freude aufkommen zu lassen.

Die Katholiban treiben es da ja bekanntlich besonders bunt und verlangen von Ihrem Bodenpersonal absolute sexuelle Enthaltsamkeit (über Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Pfarrer oder Bischof). Nun könnte man sich ja entspannt zurücklehnen und sich denken: so what? wäre da nicht die bigotte Sexualmoral, die sie auch ihren Anhängern abverlangen.

Den wenigsten Katholiken dürfte bekannt sein, dass das Empfinden sexueller Lust beim Geschlechtsakt nicht einmal in ehelichen Beziehungen erlaubt ist.

Diese Saat hat reichlich Früchte getragen. Noch in meiner Großelterngeneration war Sex etwas „Schmutziges“ und Masturbation führte zu Knochenschwund und Verkrümmung der Wirbelsäule.

Die sexuelle Revolution hat sich aber trotz massivem Lobbying der Kirche ihren Weg gebahnt, und die meisten Frauen lassen sich von der Androhung der Höllenverdammnis nicht mehr daran hindern, ihre eigene Sexualität zu erfahren und auszuleben (Männer durften das ja ohnehin schon immer).

 Wir wollten uns nun der islamischen Sexualmoral zuwenden, denn uns „Westlern“ wird ja immer vorgeworfen, wie moralisch verdorben wir sind. O-Ton: Eure Männer bringen es nicht und eure Frauen sind Schlampen!

Aus der Fülle an Vorschriften, die ein Moslem während seines Lebens zu beachten hat, ließe sich ja  tatsächlich ein perfektes „normales“ Leben ableiten, hier die wichtigsten Punkte:

  1. es gibt nur 2 Arten von Frauen : Jungfrauen und Ehefrauen ( i.e. Mütter )
  2. es gibt keinen vor- und außerehelichen Sex
  3. es gibt keine Pornographie und Prostitution
  4. Homosexualität ist anormal und daher nicht vorhanden
  5. aus o.g. Punkten ergibt sich, dass es auch keine Geschlechtskrankheiten gibt

Dass dem natürlich nicht so ist, bedarf keiner weiteren Ausführung – es „menschelt“ auch in islamischen Ländern. Besonders gut sehen (im wahrsten Sinne des Wortes) kann man das an Hand der mittlerweile doch großen Anzahl islamischer Pornos im Internet. Da zeigt sich auch schon der erste Unterschied zu westlichen Produkten: das Adjektiv „islamisch“ ist in der Tat ein Kategoriebegriff, wird auch manchmal durch „arabisch“ oder „türkisch“ ergänzt.

Da ich viel Zeit im arabischen Raum verbracht habe und mir diese Lebenswelten vertraut sind, erschöpft sich meine Recherche auch auf Videos aus diesem Teil der islamischen Welt, man möge mir das nachsehen.

Es gibt durchaus Unterschiede zu bemerken, schon beim ersten Durchschauen: die Filmchen sind von traurig schlechter Qualität, da fast ausnahmslos „homemade“, also eine finanzstarke Pornoindustrie gibt es wirklich keine, aber Voyeure und Möchtegernpornostars sehr wohl.

Interessant ist auch, dass es kaum Unterkategorien gibt, allerdings wird auf nationale Unterscheidungen Wert gelegt, so als würden Ägypter anders kopulieren als Libanesen und Saudis.

Was auch auffällt ist, dass Frauen nur ganz selten wirklich nackt zu sehen sind – de gustibus non est disputandum. Die Verhüllung des weiblichen Körpers setzt sich im Schlafzimmer fort.

Nicht so der männliche Körper: der wird in aller Pracht ausgiebig abgefilmt, strotzend vor Selbstbewusstsein, auch wenn das Endprodukt für erfahrene Frauen dann doch eher enttäuschend ist.

Aus frauenrechtlerischer Sicht sind ja Pornos eher bedenklich, Nährboden für diese Ansicht liefern die islamischen Pornos allemal, denn „die Frau sei dir ein Acker…“ wie es im Koran steht, wird hier vorexerziert.

Interessanterweise gibt es überdurchschnittlich viele gay porns, es ist doch immer wieder schön zu sehen, wie entlarvend die Marktwirtschaft sein kann.

In Zeiten von Internet und smart phones wird früher oder später jede Lüge aufgedeckt und sei es nur die, dass es in der islamischen Welt keine sexuellen Aberrationen und Perversionen gibt (damit meine ich natürlich nicht Homosexualität) – besonders beliebt sind Videos mit sodomistischen Szenen, die über Handys verbreitet werden.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Männer, die sich von diesen Spartenfilmchen Erregung erhoffen, wohl eher enttäuscht sein werden und dass sich Frauen erst gar nicht die Mühe machen müssen, nach arabischen feurigen Liebhabern zu googeln, jeder Rosamunde Pilcher Schinken bietet mehr Extase!

P.S.: aus medienrechtlichen Gründen Linkanfragen nur direkt bei der Autorin

 

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Es gibt Priester, die im Urlaub ganz viel Sex haben

PriesterSo titelte die WELT am 5.6.2019 einen Artikel über die zölibatäre Praxis!

Der Sexualtherapeut Joachim Reich antwortete im Interview mit der WELT auf die Frage, "Wie viele Priester haben denn Probleme mit der Enthaltsamkeit?" so:
"Fast alle. Ich würde sagen: 95 Prozent halten sich nicht lebenslang an den Zölibat. Zu welchem Grad und in welchen Phasen sie sexuell aktiv sind, ist aber unterschiedlich. Manche haben Phasen, in denen sie sehr viel masturbieren oder Affären haben, leben aber dann wieder lange Zeit enthaltsam. Es gibt Priester, die im Urlaub ganz viel Sex haben und den Rest des Jahres zölibatär verbringen. Andere führen konsequent ein Doppelleben. Haben eine feste Beziehung, gehen gewohnheitsmäßig ins Bordell oder behelfen sich mit Pornos."

Ja, meinereiner sagt das auch immer und begründet es so: Sex ist nicht etwas, das man machen oder bleiben lassen kann, sondern hormonell gesteuert und lässt sich deshalb nicht religiös regeln oder willentlich abschalten! Und dann schreibt meinereiner immer: Die Ehe- und damit die Sexuallosigkeit hat die christliche Hauptfigur, der Herr Jesus nur den "Verschnittenen" – also den Kastrierten – zugewiesen, das steht im heiligen Christenbuch mit dem Namen "Neues Testament"!

Darum hier wieder die Antwort des Jesus gemäß Matthäus 19,12 auf die Frage von Jüngern nach der Ehelosigkeit: "Denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von Menschen verschnitten sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es fassen kann, der fasse es!"

Alles völlig klar und selbst für den vollsten Vollidioten voll verständlich! Ehe- und Sexlosigkeit fassen nur entmannte Männer und darum brauchen es auch nur solche Männer zu fassen!

Aber das fiel nach der Zölibatseinführung vor 1000 Jahren in den Bereich der katholischen Heuchelei, den geistlichen Herren wurde damals im Prinzip der legale Nachwuchs verboten, um keine klerikalen Feudalstrukturen zuzulassen mit vererbbaren Pfarren, Diözesen Bistümern, Kardinalwürden und womöglich auch einer Papstdynastie!

Aber sowas gibt's ja heute nimmer, der Feudalismus ist kein bestimmendes Gesellschaftssystem mehr und darum könnte ja heute kein Bischof fordern, dass sein Erstgeborener das Bischofsamt samt Bistum erben müsste!

Die Sicht der Kirche zitiert Joachim Reich so: "Kleriker dürfen ohnehin keinen Sex haben, also müssen wir uns auch keine Gedanken über den Umgang mit Sex machen." Noch blöder geht's wirklich nimmer! Die Kirche ließ jedenfalls zu den oben von Reich angeführten 95% wissen: dies sei "nicht evidenzbasiert". Klar, man prüft nix nach, weil Sex ja ohnehin verboten ist! Dass der Pastoraltheologe Zulehner schon vor Jahren (2010!) bei einer Priesterbefragung (wo sich ja auch nicht jeder geoutet haben wird!) auf 29 %, die bei einer Freundin und auf 47 %, die bei einem Freund "daheim" seien, gestoßen ist, bringt mit 76 % etwas weniger Zölibatssünder, weil ja gelegentliche Sünder, die sich z.B. nur manchmal im Puff daheim fühlen, in der Zulehner-Zählung nicht inbegriffen sind.

Dabei hat inzwischen ja zu dieser grotesken Zölibatsvorschrift sogar der Papst einen Ausweg angedeutet, aber bisher hat es dazu keine näheren verlautbarten Konkretisierungen gegeben…

Entnommen bei www.atheisten-info.at ( Erwin Peterseil).

 




Gott darf nimmer in Versuchung führen

Dachshund puppy looking at a treat (out of reach) over a table

Dachshund puppy looking at a treat (out of reach) over a table

Laut Bibel hat der Jesus, die zweite Gottesfalte im dreifaltigen Christengott, seine Jünger das wichtigste Christengebet, das "Vater unser" so gelehrt: "Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. Gib uns heute unser tägliches Brot. Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen." Nachzulesen in Matthäus 6, 9-13!

Dass nicht "Unser Vater", sondern "Vater unser" gebetet wird, hat seine Ursache in der lateinischen Grammatik, denn in der Lateinbibel steht "pater noster", weil noster pater wäre grammatikalisch falsch. Im Vers Mt. 6,13 der Lateinbibel steht "et ne inducas nos in temptationem sed libera nos a malo" und das heißt eben "und führe uns nicht in Versuchung, sondern befreie uns vom Bösen".

Am 5. Juni 2019 war nun auf kath.net unter dem Titel, "Papst Franziskus billigt Änderung beim 'Vater Unser'" die folgende Meldung zu finden:

"Papst Franziskus hat offiziell die Änderung beim "Vater Unser" für gebilligt. Konkret geht es um die Änderung in Mt 6,13 "Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen!". Zukünftig soll im Vater Unser "lass uns nicht in Versuchung geraten" gebetet werden. Laut der Website UCatholic wurde die Änderung vom Papst am 22. Mai gebilligt.
Der Papst meint laut eigenen Angaben, dass die neue Version besser sei, weil durch die ursprüngliche Version abgeleitet werden könnte, dass Gott Menschen in Versuchung führe, eine Interpretation, die durchaus differenziert von Theologen gesehen wird.
Wie kath.net erfahren konnte, wurde in Deutschland die Änderung abgelehnt, hier soll die EKD dies verhindert haben. In englischer, französischer und italienischer Sprache soll die Änderung kommen!"

Soweit diese kurze Meldung, Gott darf nimmer versuchen, das wird wohl jetzt nur mehr eine Tätigkeit für den Teufel sein! Weil ein lieber Gott, der ständig alle Menschen göttlich liebt, der muss immer ein ganz ein Braver sein!

Aber im 1. Korinther heißt es in 10,13: "Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so dass ihr sie ertragen könnt." Also schafft doch Gott die Versuchung, aber mit einer Art Notausgang! Und wer diesen Ausgang nicht benutzt, der ist sündenmäßig an der von Gott geschaffenen Versuchung gescheitert! Deshalb sollten die Christen wohl darum beten, dass sie Vater Gott nicht versucht!

In der englischen Fassung heißt es inzwischen, "save us from the time of trial and deliver us from evil", also "schütze uns vor der Zeit der Prüfung und rette uns vor dem Bösen". Ja, die christlichen Götter werden umgeformt auf immer lieber und beliebiger, keine Verdammungen, keine Prüfungen, keine Versuchungen und lauter liebe Rettungen.

Da wird in der Hölle bald das letzte Feuer ausgehen! Und der Jesus wird sogar meinereinem die Füße waschen!

Entnommen bei www.atheisten-info.at ( Erwin Peterseil).

 




Imago dei

Dieser Aufsatz erschien zunächst auf No heaven – only sky:

– Nichts für ungut, Merkwürden, aber wenn ich mir Euch so anschaue, Eure wohl(an)ständige Körperfülle, die vom durchblutungsfördernden Rheinwein gerötete Nase, Euer mildes Dauergrinsen zwischen den Pausbäckchen – da erscheint mir der Alte Herr direkt ein bisschen sympathisch.
– Ich versteh nicht recht.
– Na, es heißt doch, wir alle seien Ebenbilder Gottes. Da Ihr Ihm wesentlich näher steht als zum Beispiel ich, nehme ich doch an, dass Ihr Ihm auch wesentlich ähnlicher seht als ich mit meiner eher mickrigen Figur.
– Was für ein Schmarrn! Unsere Gottebenbildlichkeit bezieht sich doch nicht auf die äußere Erscheinung.
– Nicht?
– Nein. Sie besagt, dass Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen hat – weniger äußerlich als vielmehr in seinem Wesen. Schon Augustinus lehrt: Der Mensch ist Ebenbild Gottes in der mens rationalis, also im vernunftbegabten Geist, und nicht in der Form des Leibes.
– Aha, daher also die erbärmliche Eifersucht, die Missgunst, die kleinliche Intoleranz, die Aggressivität und Rachsucht.
– Wie bitte?!
– Na, seht Euch den Schöpfergott Jahwe im Alten Testament doch einmal an!
– So ein Unsinn! Gott ist Liebe!
– Ich hab schon lange den Eindruck, dass eine Menge Unsinn in der Bibel steht. Aber wenn Ihr das selbst sagt, Merkwürden…
– Liebe, jawohl! Aus Liebe schuf Gott die Menschen Adam und Eva…
– …als Mann und Frau, wegen der Liebe. Das versteh ich. Merkwürden, Ihr wisst indes ebenso gut wie ich, dass Gott keineswegs einen Adam aus Lehm zurecht knetete. Vielmehr setzte Er auf die außerordentlich langwierige Prozedur der Evolution, ein für mein Dafürhalten denkbar ungeeignetes Verfahren zur Erzeugung einer ebenbildlichen Art. Spätestens bei den Dinosauriern muss Ihm die Sache dermaßen aus dem Ruder gelaufen sein, dass Er sich nicht anders zu helfen wusste als einen Riesenbrocken auf die Erde zu schmeißen, um den kleinen Säugetieren die Chance zu geben, in Richtung Primaten voranzukommen. Also auf die Art eine Ebenbildlichkeit zu erreichen…
– Nun, die Auffassungen über den konkreten Hergang des Schöpfungsaktes mögen verschieden sein. Unumstößlich bleibt die Gottesebenbildlichkeit des Menschen, die imago dei, punctum! Durch sie sind wir überhaupt nur in der Lage, Gott zu erfahren. Auf sie gründet die Liebe Gottes.
– So wie wir unseren Nachwuchs umso mehr ins Herz schließen, je ähnlicher er uns ist. Ja, dafür gibt es handfeste evolutionäre Gründe.
– Evolution, Evolution, wenn ich das schon höre! Diese fürchterliche Theorie…
– …die inzwischen sogar der Heilige Vater anerkennen musste…
– …hat nichts weiter zum Ziel als uns immer mehr von Gott zu entfernen. Besinnen wir uns auf Seine Liebe!
– Aber war es nicht gerade die Liebe, neben der Neugier freilich, – die nebenbei gesagt kaum eine göttliche Eigenschaft sein kann, denn worauf sollte ein allwissender Gott neugierig sein? -, war es nicht die Liebe, die Euren Worten gemäß zum Sündenfall führte? Wie kann der grundsätzlich sündhafte Mensch, von dem Ihr ja ausgeht, in seinem Wesen Gottes Ebenbild sein?
– Durch Jesus Christus, mein Sohn. Durch sein Opfer wurde die Gottebenbildlichkeit wiederhergestellt.
– Hm. Erst Ebenbild, dann nicht mehr, dann doch wieder; mal von Geburt an, oder doch erst ab der Taufe, oder überhaupt erst durch gottgefälliges Verhalten oder wie? Ziemlich verworren, findet Ihr nicht?
– Seine Gottebenbildlichkeit macht, um noch einmal Augustinus zu zitieren, obwohl sie zwar durch den Sündenfall entstellt ist, den Menschen aufnahmefähig für Gott, sie befähigt ihn erst zur Erfüllung des Liebesgebotes. Allein aus ihr folgt des Menschen unveräußerliche Würde. Das ist überhaupt erst die Grundlage für die Entstehung der Menschenrechte, auf die du gewöhnlich so pochst, mein Sohn.
– Ach? Und weshalb mussten dann die Menschenrechte so erbittert gegen den Widerstand der alleinseligmachenden Kirche erstritten werden, und warum hat dann der Vatikan bis heute die Europäische Menschenrechtskonvention nicht unterzeichnet?
– Das mag mit Politik zu tun haben, mein Sohn, nicht mit dem Glauben.
– Aber der Glaube mischt sich doch sonst so gern ein in die Politik, Merkwürden.
– Das gehört jetzt nicht hierher, das ist ein anderes Thema.
– Na gut. Aber sind Eure gelehrten Drahtseilakte bei Lichte besehen nicht doch nur theologische Luftnummern? Ich denke, die Sache ist viel einfacher: Irgendwann begannen die Menschen nach Erklärungen zu suchen, wie die Welt um sie her wohl entstanden sei und wo sie selbst wohl herkommen mochten. Sie verfügten ja noch nicht über unser heutiges Wissen, daher dachten sie sich einen Gott aus, der das alles angefertigt hat, einschließlich sie selbst als Krone seiner Schöpfung, bescheiden wie sie nun mal waren. Mangels weiter reichender Phantasie stellten sie sich diesen Gott ungefähr so vor wie sie selbst, nur größer natürlich und mächtiger. Damit sind sie ihrem Gott nun also ähnlich, und sie halten sich folgerichtig für Seine Ebenbilder. Als solche kommt ihnen selbstredend eine besondere Würde zu, die sie über alle anderen Arten erhebt. Mächtig einge(eben)bildet, findet Ihr nicht? Ganz abgesehen davon, dass sich Eure Argumentation immer im Kreise dreht, nein, Merkwürden, die Würde des Menschen entsteht allein im Umgang der Menschen miteinander – oder eben auch nicht. Und die Menschenrechte sind viel zu fundamental als dass sie durch einen solchen Kokolores hergeleitet werden müssten.
– Ich muss eilen, mein Sohn. Die Messe, die Messe…
– Grüßt Euer Spiegel- äh Ebenbild.

Wem das alles noch nicht verworren genug ist, dem seien die Quellen von Merkwürdens Spiegelfechterei empfohlen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gottesebenbildlichkeit

 

Die Meinung des Gastautors muss nicht der Redaktionsmeinung entsprechen.

 

Weitere Arbeiten desselben Autors siehe hier.

 




Notre-Dame: Hat Gott gesprochen?

Notre DameDiese Vermutung ist im Net zu finden, zum Beispiel bei den Evangelikalen auf idea.de am 19.4.2019:

War der Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame ein "prophetisches Zeichen"? Das fragt der Vorsitzende der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung (GGE) in der Evangelischen Kirche, Pfarrer Henning Dobers (Hannoversch Münden), im Oster-Rundbrief dieser charismatischen Bewegung. Nach seiner Ansicht hat das Geschehen tiefere geistliche Dimensionen. Dobers: "Es brennt unsere christlich-kulturelle Identität." Betroffen sei die berühmteste Kirche Frankreichs, eine der herausragenden Kirchen in Europa "und das alles in der Karwoche". Notre-Dame stehe auch zeichenhaft für die alte Kirche in Europa. Sie sei die erste gotische Kirche überhaupt auf europäischem Boden.
Atheistische Anmerkung: Das hat der katholische Gott exakt geplant! Feuer in der Karwoche in der berühmtesten Kirche Frankreichs! Die alte Kirche Europas gibt's ja schon länger nimmer, hat deswegen der HErr Notre-Dame anbrennen lassen?

idea.de: Dobers hält es ferner für keinen Zufall, dass wenige Tage vor dem Brand 16 Kupferfiguren für Restaurierungsarbeiten vom Dach der Kathedrale geholt wurden. Dies seien nicht irgendwelche Figuren gewesen, sondern die zwölf Apostel und die vier Evangelisten. Auch das goldene Altarkreuz sei trotz herabgestürzter Trümmer stehen geblieben. Das alles zeigt laut Dobers, dass das apostolische Evangelium den Brand unbeschadet überstanden habe.
Atheistische Anmerkung: Da lässt der HErr die Renovierung der Kirche zu, aber den Brand lässt er erst zu, nachdem die o.a. 16 Figuren abmontiert wurden und damit das apostolische Evangelium den Brand unbeschadet überstehen konnte! So ein Gott plant eben mit Weitblick!

idea.de: Zur Ankündigung, dass die Kathedrale möglichst bald wieder aufgebaut werden soll, schreibt der Theologe: "Es geht um mehr als nur ein berühmtes Gebäude. Es geht um unsere Identität. Menschen, Länder, Nationen, Europa – wir spüren neu, dass wir einen Transzendenzbezug brauchen, eine innere Mitte, ein uns vorgegebenes, tragendes Wertesystem. Wir brauchen heilige Orte der Begegnung mit Gott." Dobers regt an, sich einmal Dörfer und Städte ohne Kirchen an den zentralen Plätzen vorzustellen: "Es würde der Nimbus, die Orientierung und die Korrektur des Ewigen in unserer Alltagstrivialität fehlen. Kirchen sind aufeinander gemauerte Steine, die selbst in gottferner Zeit immer noch reden."
Atheistische Anmerkung: Da brennt eine Kirche und schon entdeckt ein Pfarrer den Bedarf an heiligen Orten! In der BRD gibt's über 55.000 christliche Kirchengebäude, Frankreich hat weniger Einwohner und darum wohl auch weniger Kirchen, aber 40.000 werden es schon sein, das sind wohl auch ohne Notre-Dame noch genug! Und überhaupt: das Problem haben die christlichen Kirchen in Europa nicht an einem Kirchenmangel, sondern am Kirchenüberschuss! Bei der Google-Suche unter "Kirchenüberschuss" waren übrigens sechs der ersten zehn Meldungen von der Site atheisten-info.at, es ist hier wohl religionspolitisch nicht korrekt dieses Wort zu verwenden!

idea.de: Er hoffe, so Dobers, dass man sich jetzt genügend Zeit nehme, die Trauer und den Schock auszuhalten und nicht allzu schnell zur geschäftigen Tagesordnung übergehe: "So wunderbar und wichtig es, dass viele Menschen große und kleine Summen geben werden, die den Wiederaufbau ermöglichen werden, dass in Frankreich, Europa und weltweit Menschen zusammenstehen und mithelfen wollen, so wichtig wäre es jetzt, zunächst innezuhalten und sich den Fragen zu stellen, die jenes Feuer vom 15. April möglicherweise grundsätzlich aufwirft: Könnte in dem allen nicht ein Reden Gottes verborgen sein? Wenn ja, was ist die Botschaft? Und was sind unsere Antworten auf dieses mögliche Reden Gottes?"
Atheistische Anmerkung: Ja, was hat Gott mit seiner Feuerrede sagen wollen? Denkt darüber nach! Und was sollen die praktizierenden Christen zurückreden? Vielleicht war die göttliche Feuerrede auch keine Aufforderung an einen schnellen Wiederaufbau, sondern ein Hinweis auf den Kirchenüberschuss? Zu viele Kirchen, zu wenig Nutzer! Vielleicht erinnerte sich der katholische Gott auch an die vom Vatikan für 2012 angekündigte Neuevangelisierung in Europa, die dann einfach nicht stattfand? Und der Notre-Dame-Brand ist die Strafe dafür? Und als nächster brennt dann der Petersdom im Vatikan?
Zum Abschluss aus den Leserkommentaren auf idea.de ein Zitat: "Ich weiß, was uns das sagen will: Verursache keinen Kurzschluss in einem Holzdachstuhl. Nimm den ersten Feueralarm ernst (um 18.20 Uhr) und nicht erst den zweiten (um 18.40 Uhr)."

Entnommen bei www.atheisten-info.at ( Erwin Peterseil).